Photokina 2014 – Rückblick

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Im Jahr 1950 startete die erste Kölner Photokina. Aber nicht nur Köln fotografiert, die weltweit größte Foto- und Fachmesse Photokina, die alle 2 Jahre ihre Pforten öffnet, informiert Fachpublikum und Amateurfotografen aus aller Welt. Im September waren 1070 Unternehmen aus 51 Ländern am Start und zeigten viel Technik, neue Trends, es gab Live-Übertragungen, Interviews und Workshops rund um das “Bilder machen”. Coultique zieht Bilanz und befragte renommierte Fotografen und Fotokünstler, Kenner und Könner, zu ihrer Meinung über das diesjährige Foto-Spektakel.

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Elle: Welche Veränderungen wünschst du dir für die nächste Photokina?
Matthias Schwaighofer:
Das Treffen, der wirklichen Größen im Bereich Fotografie und Photoshop. Es waren dieses Jahr, so unglaublich viele coole Leute da, die dann auch noch tolle Workshops gegeben haben, dass allein das ein großes Highlight war. Sonst bin ich recht enttäuscht von den “Erneuerungen”, die gezeigt wurden.

Elle: Welche Veränderungen wünschst du dir für die nächste Photokina?
Matthias Schwaighofer:
Ich denke da mehr an die Besucher und Kunden der Messe. Die Preise wurden sehr angehoben, die Kosten der Stände auf der Messe sind enorm und ich finde, dass da auf jeden Fall zu dreist zugelangt wird. Faire Preise auf der Messe bringen meines Erachtens nach mehr Kunden.

Zu den Ständen: Da so gut wie jeder Stand, Vorträge anbieten will, wäre doch eine Absprache unter den Händlern, oder ein fixer Zeitplan, wann welcher Stand seine Vorträge anpreisen kann, sehr cool. So würe der “Marktschreier-Effekt” wegfallen und die Stände würden sich nicht gegenseitig beschallen.

Elle: Welche Marke favorisierst du?
Matthias Schwaighofer:
Ich bin offen für alles, derzeit arbeite ich mit Canon und Fujifilm, sehe mich aber auch gerne bei Sony oder Olympus um.

Elle: Welches Equipment benutzt du zur Zeit?
Matthias Schwaighofer:
Ich arbeite mit einer Canon M III mit einer großen Auswahl an Objektiven – Blitze mit Priolite, Ellincrome und Wallimax. Bearbeitet wird auf einem Macbook Pro, einem Imac und einem Cyntiq Hd24 mit Photoshop Adobe CC14.

Elle: Wenn du die freie Wahl in Bezug auf ein Shooting hättest, für welchen Auftraggeber würdest du gerne fotografieren und welche Location und welche Models würdest du dafür wählen?
Matthias Schwaighofer:
Ich würde gerne nur freie Arbeiten machen, die mir dann per Poster, Druck, Cover, Dvd… abgekauft werden. Nur so kann ich garantieren, dass ich total kreativ sein kann. Welche ART von Bildern dann rauskommen, kann ich nicht sagen, ich denke nur, so würden sie am besten werden.

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Elle: Was war dein persönliches Highlight während der Photokina?
Jens Burger:
Meine Domo-Shootings beim Stand von Photoflex. Ich habe viele Leute kennengelernt und hatte viel Spaß.

Elle: Welche Veränderungen wünschst du dir für die nächste Photokina?
Jens Burger:
Da bin ich überfragt. Ein Cocktailstand wäre toll ;)))

Elle: Welche Marke favorisierst du?
Jens Burger:
Natürlich FUJIFILM

Elle: Welches Equipment benutzt du zur Zeit?
Jens Burger:
Ich arbeite natürlich mit Dauerlicht und meist mit meiner Fujifilm X-T1, ab und zu auch mit der Canon 5D Mk 3.

Elle: Wenn du die freie Wahl in Bezug auf ein Shooting hättest, für welchen Auftraggeber würdest du gerne fotografieren und welche Location und welche Models würdest du dafür wählen?
Jens Burger:
Ich würde gern mal Karl Lagerfeld für die Vogue in einem Hubschrauber shooten, der in der Karibik um eine Segeljacht kreist …. alles andere wäre aber auch ok …. :)

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Elle: Was war dein persönliches Highlight während der Photokina?
Felix Rachor:
Mein persönliches Highlight ist immer alle meine Kollegen zu treffen. Technisch gesehen war es beeindruckend, wie schnell sich Black Magic entwickelt hat.

Elle: Welche Veränderungen wünschst du dir für die nächste Photokina?
Felix Rachor:
Ich finde, es könnte einen guten Workshop Guide geben. Dazu sollte es besser sortiert sein, man fand die Magazine überall verteilt.

Elle: Welche Marke favorisierst du?
Felix Rachor:
Marken finde ich unerheblich. Es ist nicht unbekannt, dass ich gerne mit Phase One im Mittelformat Bereich arbeite. Im Kleinbildbereich tut sich ja ständig einiges. Da gibt es die 2 großen Canon und Nikon, von denen ich keine favorisiere, aber derzeit mit Canon arbeite. Ich finde es spannend, was alles passiert & mit welcher Geschwindigkeit.

Elle: Welches Equipment benutzt du zur Zeit?
Felix Rachor:
Ich arbeite viel mit Phase One (Kamera) Schneider Kreuznach (Objektive) Broncolor (Blitze) Manfrotto (Stative, etc), aber gerne auch mit diversen Anderem.

Elle: Wenn du die freie Wahl in Bezug auf ein Shooting hättest, für welchen Auftraggeber würdest du gerne fotografieren und welche Location und welche Models würdest du dafür wählen?
Felix Rachor:
Ich würde gerne mal eine persönliche Strecke mit Brad Pitt, Matt Damon oder Leonardo DiCaprio machen. Andererseits genieße ich es mit den Stars zu arbeiten, die sich persönlich für mich als Fotografen entscheiden und habe zum Glück tolle Kunden!

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Elle: Was war dein persönliches Highlight während der Photokina?
Oliver Meyer:
Da die diesjährige Photokina doch eher arm an wirklichen technischen Highlights war, würde ich als das Highlight der Messe den Vortrag von York Horvest bezeichnen, in dem er sein Buch „Hundert Tage Tibet – Das Versprechen“ vorgestellt hat. Er gab dem Dalai Lama das Versprechen sein Land zu porträtieren, wie es heute aussieht … eine Aufgabe, die sich doch weitaus komplizierter dargestellt hat, als er anfangs angenommen hatte.

Elle: Welche Veränderungen wünschst du dir für die nächste Photokina?
Oliver Meyer:
Den einen kleinen Wunsch, den ich hätte, wäre, dass es mehr Möglichkeiten geben würde, sich irgendwo mal hinsetzen und in Ruhe unterhalten zu können. Messen sind ja nicht nur da, um Produkte zu zeigen, sondern auch um Kontakte zu knüpfen und das ständig im Gang rumstehen ist dann doch ein wenig nervig.

Elle: Welche Marke favorisierst du?
Oliver Meyer:
Phase One und broncolor, wenn ich das nötige Kleingeld hätte.

Elle: Welches Equipment benutzt du zur Zeit?
Oliver Meyer:
Meine Kameras und Objektive sind von Canon. Bei der Blitztechnik setze ich auf Hensel und Richter Studiotechnik. Diese Marken habe ich seit Jahren im Einsatz und bin zufrieden damit.

Elle: Wenn du die freie Wahl in Bezug auf ein Shooting hättest, für welchen Auftraggeber würdest du gerne fotografieren und welche Location und welche Models würdest du dafür wählen?
Oliver Meyer:
Für die Bikini Ausgabe der Sports Illustrated, an wunderschönen verlassenen Stränden in der Karibik. Wenn ich die Wahl hätte … Cintia Dicker, Emiliy Didonato und Adriana Lima … genau in dieser Reihenfolge

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Elle: Was war dein persönliches Highlight während der Photokina?
André M. Hünseler:
Ich hatte viel Spaß am Stand von Kolor, ein französisches Unternehmen, das Lösungen für Panorama Stitching und virtuelle Touren entwickelt, von denen ich selbst einige verwende. Vor ein paar Jahren hatte ich eine Idee wie man sphärische Video-Panoramas und Stereoskopie kombinieren könnte, um Filme aufzunehmen, in denen man sich interaktiv und dreidimensional umsehen kann, während sie laufen. Kolor haben dafür nun tatsächlich eine Lösung entwickelt, welche man an deren Stand über eine Oculus Rift VR-Brille ausprobieren konnte; das hat mich sehr gefreut. Mein tatsächliches Highlight der Photokina war aber wohl die Standparty der Fotocommunity, da ich dort mit vielen netten Leuten endlich mal wieder ein Bierchen trinken konnte, die ich sonst viel zu selten sehe.

Elle: Welche Veränderungen wünschst du dir für die nächste Photokina?
André M. Hünseler:
Die Photokina kam mir dieses Jahr etwas kleiner vor, als in den Vorjahren, und das fand ich sehr angenehm. Besonders 2010 hatte ich das Gefühl, selbst nach einer kompletten Woche Photokina noch immer nicht alles gesehen zu haben. Von mir aus darf es gern auch 2016 wieder etwas kompakter sein. Noch kleiner, als in diesem Jahr, muss es nicht werden, aber größer eben auch nicht. Allerdings würde ich die ein oder andere Software-Schmiede gern wieder vertreten sehen, die dieses Jahr nicht dabei waren – im Gegenzug könnte es ein paar weniger Stände mit Hochzeitsbüchern geben. :)

Elle: Welche Marke favorisierst du?
André M. Hünseler:
Ich nehme an die Frage zielt auf meine Fotoausrüstung ab? Ich bin und bleibe ein Canon-Fan, was einfach daran liegt, dass ich gern sehr viele verschiedene Dinge in verschiedenen Situationen ablichte, ob es nun meine nächtlichen Stadtlandschaften sind, People Shootings im Studio, Luftaufnahmen, 360°-Panoramas, Gigapixel, und, und, und… Auch wenn ich mich mittlerweile als Fotokünstler beruflich vor allem auf meine “NightScapes” konzentriere, fotografiere ich auch sehr viel in anderen Bereichen herum und in Sachen Vielseitigkeit geht mir nichts über eine Canon mit installierter Magic Lantern Firmware. Bei mir hat also Canon klar die Nase vorn, aber fairer Weise muss ich ergänzen, dass mit den hauseigenen Firmwares und Funktionen eigentlich gar kein Hersteller der bekannten Marken heute noch bei mir punkten kann, da aus meiner Sicht einfach zu wenig auf die Wünsche der Profifotografen eingegangen wird und stattdessen nur viel halbgare Spielereien hinzugefügt werden, sodass man sich für mehr Komfort leider hausgemachter Firmware-Hacks bedienen muss – die dann aber auch zeigen, was die Kamera eigentlich so alles zu leisten im Stande ist!

Elle: Welches Equipment benutzt du zur Zeit?
André M. Hünseler:
Ich fotografiere noch immer mit einer Canon EOS 5D MK II – ein Umstieg war bisher nicht nötig, da die MK II mit der oben erwähnten Magic Lantern Firmware für meine Arbeit nach wie vor ordentliche Ergebnisse produziert. Mein Auslösungszähler nähert sich jedoch auch immer mehr einer kritischen Zahl, bei der mir irgendwann der Verschluss abrauchen wird, und dann schau ich einfach mal, was mich danach so anspringt. Die 5D MK III, die 6D und die 1Dx sind derzeit meine Favoriten. Ähnlich geht’s mir mit meinem Manfrotto Stativ, welches mit mir schon viele Jahre lang die Welt bereist hat, schon in so manchem Gewässer und Matsch stand und dennoch weiter tapfer seinen Dienst tut – Oldie but Goldie! Für meine Panoramas nutze ich außerdem einen Roundabout-NP Deluxe Nodalpunktadapter, den ich – ohne hier Werbung machen zu wollen – nur wärmstens empfehlen kann!

Elle: Wenn du die freie Wahl in Bezug auf ein Shooting hättest, für welchen Auftraggeber würdest du gerne fotografieren und welche Location und welche Models würdest du dafür wählen?
André M. Hünseler:

Puh, das ist gar keine so einfache Frage. Ich habe – wie so viele – als Dienstleister im Fotobusiness angefangen. Mittlerweile verkaufen sich aber meine nächtlichen Stadtlandschaften extrem gut, sind in Galerien dauerausgestellt, sowie in Kalendern, Bildbänden, Postern etc. bei verschiedenen Verlagen erhältlich, sodass ich nunmehr fast ausschließlich als Künstler lebe und arbeite. Wie vermutlich bei jedem Künstler geht’s mir damit mal besser und mal schlechter, aber es hat den großen Vorteil, dass ich eben genau das mache, was ich gern machen möchte. Ich habe also bereits meinen Traumjob und bin mir selbst der liebste Auftraggeber. Auftragsarbeiten mache ich auch noch ab und an, aber hauptsächlich widme ich mich meinen freien Arbeiten und den Photoshop- und Fotografie-Coachings, die ich gebe. Ich hätte aber nichts dagegen, wenn mich ein Auftraggeber auf eine Reise quer durch die USA, Australien und Kambodscha einladen würde, um dort eben genau die Fotos zu machen, die ich dort gern machen mag. Gerade Angkor Wat in Kambodscha wäre eine meiner absoluten Traum-Locations. Und was Models angeht, shoote ich nach wie vor am liebsten mit meinen Alternative-Models aus der Szene. Standard Fashion Shootings mache ich kaum, sondern mit Vorliebe illustrative bearbeitungsintensive Aufnahmen, die in Richtung Gothic/Fantasy angehaucht, rockig/punkig oder auch einfach unverschämt heiß und sexy sein dürfen – da macht es mir Spaß mit weniger bekannten Gesichtern zu arbeiten, zumal es oft auch keine kommerziellen Projekte sind und somit bekannte Top Models dafür ohnehin nicht in Frage kämen. Ich freue mich aber immer über Mails von neuen Gesichtern, die gern auf TfP-Basis mit mir arbeiten möchten – auch von internationalen Top Models! ;)

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Elle: Was war dein persönliches Highlight während der Photokina?
Björn Gebhard:
Es gab nicht das eine persöniche Highlight.
Highlights waren die vielen bekannten und auch vorher noch unbekannten Gesichter (Fotografen / Models) die man getroffen hat. Selten hat man ja so viele Kollegen auf einen Platz mit denen man fachsimpeln und über Fotografie reden kann.

Elle: Welche Veränderungen wünschst du dir für die nächste Photokina?
Björn Gebhard:
Da ich ja 6 Tage auf der Photokina arbeiten musste habe ich nicht sonderlich viel um mich herum mitbekommen. Mir hat allerdings irgendwie DAS Highlight auf der Messe gefehlt. Die Stände der großen Hersteller wie Samsung, Sony, Sigma, Nikon, Canon, etc. waren schon riesig aber dieser WOW-Effekt wie er vor 2 Jahren bei mir bei Nikon war, hat mir dieses mal gefehlt.

Elle: Welche Marke favorisierst du?
Björn Gebhard:
Ich arbeite mit einer Canon-Ausrüstung. Auch wenn mich einige Hersteller versucht haben von Ihren auch interessanten Konzepten zu überzeugen so ist man als Fotograf doch ein Gewohnheitstier. Wenn man sich einmal für einen Hersteller entschieden hat bleibt man ja im Normalfall dabei. Ich für meinen Teil hab keine Lust wieder eine komplett neue Ausrüstung eines anderen Herstellers zu kaufen und mich darin einzuarbeiten.

Elle: Welches Equipment benutzt du zur Zeit?
Björn Gebhard:
Zwei Canon Bodys (1x Vollformat, 1x APS-C), eine 3. wird im November speziell für Rennsport und Tierfotografie hinzukommen, desweiteren diverse L-Objektive von Ultraweitwinkel bis hin zu Teleobjektiven.

Elle: Wenn du die freie Wahl in Bezug auf ein Shooting hättest, für welchen Auftraggeber würdest du gerne fotografieren und welche Location und welche Models würdest du dafür wählen?
Björn Gebhard:
Das ist eine schwierige Frage. In den verschiedenen Bereichen in denen ich unterwegs bin gäbe es da verschiedene Sachen die ich gerne mal machen würde. Im Bereich Fashion wäre glaube ich mein großer Traum der Pirelli-Kalender. Der ist einfach legendär! Im Bereich Akt würde ich ganz klassisch mal etwas in der Karibik unter Palmen für den Playboy machen wollen. Im Bereich Rennsport würde ich gerne mal Sebastian Vettel oder einen anderen Formel 1 Profi bei einem Rennwochenende, auch abseits der Rennstrecke, begleiten und porträtieren.

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Herzlichen Dank an alle Beteiligten für die aufschlussreichen Antworten! CHEESE!

Salut, je m'apelle Elle, Visionärin. Ich bin "full of energy", freaky und selbstkritisch. Ich lasse immer mein Herz sprechen, versäume aber nie auch den power-button für's Hirn zu pushen. Ich bin kompromissbereit in wichtigen Dingen und denke oftmals in vielen Dimensionen, was aber für Innovationen und spannende Projekte hilfreich ist. Das World Wide Web mit dem unendlichen Informationsfluss von Neuem fasziniert mich immer wieder. Als meine Passion sehe ich Kunst, Design, Fotografie und Musik. Ich bin genauso unkonventionell wie mein Humor. coultique is my wonderland - frei nach Alice - "Das Unmögliche zu schaffen, gelingt einem nur, wenn man es für möglich befindet".

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