Be Coultique – Per Florian Appelgren

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Er sieht nicht mit den Augen gegenwärtiger oder vergangener Fotografen, er hat seinen ganz eigenen Blickwinkel und Stil. Eine besonders faszinierende Wirkung haben seine Porträts auf mich. Fotograf Per Florian Appelgren ist halb Deutsch und halb Schwede, er shootet neben Portrait, Fashion, Artist, Business und Commercial. Im Interview erfahrt Ihr mehr über seine Beweggründe und die Einflüsse, die Fotografie zu seiner Passion werden ließ.

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Elle:
Highschool in Mississippi – Abitur – abgebrochenes BWL Studium und abgeschlossenes Politikstudium. Was hat Dich dazu bewegt zur Fotografie zu wechseln?

Per Florian Appelgren:

Es war im Grunde ein völlig natürlicher Prozess…irgendwie. Während meines Politikstudiums habe ich mir einfach mal eine Einsteiger-Spiegelreflex gekauft, „weil sie halt bessere Bilder macht“. Dass es mich dann aber so krass anfixt, hätte ich zu dem Zeitpunkt nie gedacht. Ich habe pausenlos alles und jeden geknipst, um irgendwie besser zu werden und schlicht, weil es unfassbaren Spaß bringt. Jeder musste herhalten: ob Familie, Freunde, der Hund, die Uni…jeder! Dann kamen die unrühmlichen Partyfotografien dazu, Konzerte. Alles wurde mal ausprobiert. Ich hab mir dazu dutzende Tutorials und Workshops reingezogen und einfach immer weiter gemacht, ohne allerdings je den Gedanken zu haben, dass ich das Ganze mal richtig ernsthaft machen werde. Der finale Entschluss zur Selbstständigkeit kam dann auch erst im letzten Herbst. Das Studium war in der Tasche, es bot sich plötzlich die Möglichkeit des eigenen Studios in Köln und ich merkte, dass absolut nur die Fotografie in mir ein Gefühl der völlig überbordenden Motivation und des exorbitanten Antriebs auslöst. Also volles Risiko gegangen und es war die wahrscheinlich beste Entscheidung in meinem Leben! 

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Elle:
Mit welchem Equipment shootest Du zur Zeit?

Per Florian Appelgren:

Meine Hauptkamera ist nach wie vor eine Canon 5D Mark II die ich wie am ersten Tag liebe. In meinen Augen ist es DIE Portraitkamera. Es ist extrem selten, dass mich ein technisches Gerät länger als ein paar Wochen fesseln kann, aber diese Kamera hat es geschafft, dass ich mich auch jetzt noch jedes Mal über ein gutes Bild auf dem Display tierisch freue. Ansonsten habe ich noch diverse analoge Kameras mit denen ich viel rumspiele und bei Werbegeschichten darf`s dann meist Mittelformat sein.

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Elle:
Du fotografierst nun seit 2011, wenn Du auf Deine Shootings zurückblickst, welches hat Dich besonders gefesselt, an welches erinnerst Du Dich besonders gerne zurück?

Per Florian Appelgren:

Es gibt für mich nicht dieses eine Shooting, auf das ich gerne zurück schaue. Das klingt nun wahrscheinlich so richtig cheesy, aber jedes Shooting in dem wir ein motiviertes, gut funktionierendes Team mit am Ende guten Ergebnissen haben, ist einfach geil. Klar werden die Shootings mittlerweile immer aufwändiger, wenn ich das mit meinem ersten Shooting vor 3 Jahren vergleiche. Aber auch das hatte damals für mich Charme und Bedeutung und ich war wahnsinnig glücklich.

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Elle:
Vor Deiner Linse hattest Du u. a. schon Prominente wie Amy MacDonald, Jennifer Rostock, Ed Sheeran und Bon Jovi. Was muss ein Model mitbringen, dass Du es für eine freie Arbeit buchen würdest?

Per Florian Appelgren:

Ein Model sollte natürlich absolut wissen was es tut und gut darin sein, vor allem beim Ausdruck. Aber das erwartet wahrscheinlich jeder Fotograf und umgekehrt erwartet das Model von mir ja auch, dass ich mit der Kamera ein bisschen umgehen kann ;-) Viel wichtiger ist mir eigentlich der Spaß an der Sache und der unbedingte Wille, das Bestmögliche aus dem Projekt rauszuholen. Ich gehe in jedes Shooting mit einer riesen Portion an Energie und Motivation, um es das beste Shooting werden zu lassen, das ich bisher hatte. Das erwarte ich dann in gewisser Weise auch von meinem Team, wobei ich immer versuche, den Spaßfaktor hoch zu halten und gute Vibes zu verbreiten. Das gute Ergebnis kommt dann ganz von alleine.

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Elle:
Speziell Deine ausdrucksstarken Portrait-Fotografien haben es mir angetan. Es ist klar zu erkennen, dass die Portrait-Fotografie Dein Steckenpferd ist. Bei einem Porträt zeigt man auch die Persönlichkeit der porträtierten Person, ist es das, was Dich daran begeistert?

Per Florian Appelgren:

Unter anderem, ja. Die Person auf dem Bild so wirken zu lassen, wie sie auch ist oder aber was hinter einer möglichen Fassade steckt ist schon unglaublich spannend. Ich versuche vor und während eines Shootings sehr viel mit der Person zu sprechen, um irgendwie in der kurzen Zeit ein bisschen etwas über den Menschen herauszufinden. Wie tickt er, wie ist seine Persönlichkeit, verbirgt sich da noch irgendwas…das meiste geht über die Augen. Ich bin unglaublich fasziniert davon, wie intensiv einige Menschen mit ihren Augen sprechen und was sie gleichzeitig mit ihrem Gesicht versuchen zu verbergen. Die Augen legen das Innerste schonungslos offen, positiv wie auch negativ. Das ist ein ziemlich krasser Kick beim Fotografieren.

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Elle:
Wenn Du ganz frei wählen könntest, Klient, Team, Topmodel und Location, wie würde Dein “Traum-Shooting” aussehen?

Per Florian Appelgren:

Das ultimative Traumshooting mit dem ultimativen Traumteam habe ich gar nicht so sehr. Klar will ich irgendwo hin und irgendwann mal irgendwo „landen“ mit meiner Arbeit, aber das ist für mich eher eine Reise mit vielen kleinen Zwischenstopps. Ich versuche mir immer realistische Träume zu setzen und diese dann zu erreichen, um dann Platz für den nächsten „Traum-Step“ zu haben…

Mehr fotografische Werke von Per Florian Appelgren findet Ihr auf seiner Webseite und um up to date zu bleiben folgt seiner Fanpage.

Salut, je m'apelle Elle, Visionärin. Ich bin "full of energy", freaky und selbstkritisch. Ich lasse immer mein Herz sprechen, versäume aber nie auch den power-button für's Hirn zu pushen. Ich bin kompromissbereit in wichtigen Dingen und denke oftmals in vielen Dimensionen, was aber für Innovationen und spannende Projekte hilfreich ist. Das World Wide Web mit dem unendlichen Informationsfluss von Neuem fasziniert mich immer wieder. Als meine Passion sehe ich Kunst, Design, Fotografie und Musik. Ich bin genauso unkonventionell wie mein Humor. coultique is my wonderland - frei nach Alice - "Das Unmögliche zu schaffen, gelingt einem nur, wenn man es für möglich befindet".

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