SUiT – Music that suits you

Wenn SUiT ein Suit wäre, dann würde ich ihn definitiv tragen. Daran ist unsere Magazinchefin Elle Schuld, denn ihr Tipp über diese Band zu schreiben, verstehe ich jetzt ziemlich gut. Auf ihrer facebook-Seite heißt es: „This music will make you want to get really high, have sex in a strangers car, set it on fire and run off into the woods laughing.“ Ich muss sagen, ich hatte noch nie Sex in einer fremden Karre, doch wenn es soweit sein sollte – werde ich an euch denken, Jungs!

Photo: Julian Kroehl

Lex Brown mit der Hasenmaske, Rutger Martens mit der Schutzbrille und Stefan Wandel mit der Schutzmaske finden sich während dem Studium zusammen und gründen eine Band: SUiT. 

Welche Art von Musik dahinter steckt, welche Talente noch so neben der Musik in ihnen schlummern und was in ihrer Bandgeschichte definitiv in die Bandgeschichte eingegangen ist, habe ich euch in ein Interview gepackt. Brown – der Sprecher der Band, hat sich hierfür netterweise  zur Verfügung gestellt und alle Fragen sauber und brav beantwortet.

Und Achtung! Die Jungs haben für diesen Herbst einige neue Releases geplant. Außerdem erscheinen ab dem 25. September monatlich neue Singles.Unten findet ihr ein paar Links zur audiovisuellen Visitenkarte der Band und wenn ihr die Band einmal LIVE sehen wollt, so findet ihr einen Link zum Livestream aus der Lockdown Zeit – Danke Facebook! Danke SUiT!

Photo: Julian Kroehl

Abi:
Wie würdet ihr euren Musikstil beschreiben? Welche Farbe, welchen Geschmack, welches Aussehen würde euer Musik am ehesten annehmen?

SUiT Lex:

SUiT ist ein Teller Spaghetti aglio e olio. Drei Zutaten, mehr braucht’s nicht. Dann aber bitte das gute Zeug! Ansonsten spielen wir Crossover Robot Rock für Girls & Boys die gerne tanzen.

Abi:
Wie habt ihr euch eigentlich zusammengefunden?

SUiT Lex:

Wir haben uns während des Studiums kennengelernt. Zu Beginn war die Band eine ganz seltsame Mischung aus Prog-Rock, Blues und Noise. Wir standen in Ganzkörper-Morphsuits auf der Bühne, hatten Tänzerinnen in Glaskäfigen und haben versucht, alles mit übertrieben viel Bedeutung und Meta-Quatsch aufzuladen. Wir haben echt lang gebraucht um zu checken, dass wir ja eigentlich nur Musik machen wollen…

Abi:
Gibt es einen Moment in eurer Bandgeschichte, für den ihr besonders dankbar seid?

SUiT Lex:

2017 wurden wir spontan nach Yekaterinburg, Russland eingeladen, um auf der Ural Music Night zu spielen. An diesem Abend stehen in der Stadt 100 Bühnen, 1500 Künstler und ca 150.000 Besucher. Wir dachten, das ist sicher so eine Bühne in irgendeinem Hinterhof, 20 Leute max. Wir standen dann zur Primetime auf einer der Mainstages vor ein paar Tausend Leuten, die unsere Songs mitgesungen haben. Das war auf jeden Fall ein Moment, den wir nicht vergessen werden.

Photo: Julian Kroehl

Abi:
Was war das Kurioseste was euch jemals als Band passiert ist?

SUiT Lex:

Im Januar 2018 waren wir das erste Mal in Sibirien auf Tournee. Ne befreundete Band von dort hat einen sündhaft teuren Mercedes Sprinter inklusive Fahrer gemietet und dafür das komplette Budget für Promo, Hotels, etc. rausgetan. Wir waren dann schon ne Woche oder so bei -37 Grad unterwegs, immer mit 160 Km/h über vereiste Autobahnen… Die letzte Show werden wir nie vergessen: Tscheljabinsk ist eine Industriestadt am Uralgebirge, quasi das Ludwigshafen von Russland. Dort gibt es den Ozz Rock Club, ein Heavy Metal Laden, das Interieur wie aus einem Grindhouse Film. Alles in total abgeranztem roten Leder, überlebensgroße Portraits von Ozzy & Co, die Bühne zugestellt mit zwei Käfigen und eingestaubten Verstärkern aus Sowjetzeiten. In dem ganzen Laden gab’s ein einziges Mikrofon und einen einzigen zahlenden Gast an dem Abend. Das Abendessen waren halb gekochte Hühnerschenkel und alte Fritten, ich will gar nicht erzählen, was wir an dem Abend alles getrunken haben. Aber die Story war’s wert.

Photo: Julian Kroehl

Abi:
Ihr wart auch schon in England, Belgien und in den Niederlanden – what’s next?

SUiT Lex:

Die letzten Jahre waren wir tatsächlich am meisten in Russland unterwegs. Wir haben da mittlerweile eine amtliche Fanbase und sind eigentlich immer mehrmals im Jahr dort, auch weil wir ein Austauschprojekt für junge Musiker aus dem ganzen Land ins Leben gerufen haben (http://uralmusiccamp.com/). Wir würden aber gerade am liebsten mal wieder länger in Deutschland auf Tour sein, das geht aber natürlich momentan nicht.

Abi:
Mein Lieblingslied von euch ist ja „Robot Sweat“. Was genau steckt eigentlich hinter dem Text? Sprichst du da jemand ganz spezielles an?

SUiT Lex:

Der Text dreht sich darum, wie einfach, wie schön und wie gefährlich es ist, sich in jemand gänzlich unbekanntes zu verlieren. Die Stories, die man sich ausmalt, wenn man von jemandem hingerissen ist, der Blödsinn, den man treibt. Ich glaube, das hatte jeder mal, dass man sich zwar selbst nicht wiedererkennt, sich aber gleichzeitig richtig lebendig fühlt.

Abi:
Was macht euch als Band am meisten Spaß im Beruf und warum?

SUiT Lex:

Da kann ich natürlich nur für mich antworten, aber ich glaube, die Boys sind genauso gerne auf Tour unterwegs, wie ich. Die letzten Jahre sind wir in den Sommermonaten mit der Transsibirischen Eisenbahn durch Russland getingelt, das war jedes Mal großartig.

Photo: Julian Kroehl

Abi:
Gibt es innerhalb der Band versteckte Talente außerhalb der Musik?

SUiT Lex:

Heutzutage geht das nicht mehr ohne. Wir kümmern uns schon lange selbst um all das, was hinter den Kulissen passiert, sei das nun Promotion, Mixing & Mastering oder Videoschnitt. Eigentlich gehören aber an dieser Stelle all die Freunde und Bekannte, die seit Jahren mit uns herumhängen und nicht müde werden, mit uns Kunst zu machen. All die Brudis & Schwestis in Fotografie und Design, Mode, Promotion, Video, Grafik und Illustration, Management und Organisation. Und das ist vielleicht das eigentlich schönste — das wir in knapp zehn Jahren Bandgeschichte überall auf der Welt Menschen haben, die das selbe antreibt wie uns.

Abi:
Was ist deiner Meinung nach der beste Song für eine Autofahrt? Hast du einen Lieblingssong von euch?

SUiT Lex:

Tja, die Nummer ist leider noch nicht raus, erscheint aber im Winter diesen Jahres. „Make Me Leave Me“ heißt das Ding und ist, finde ich, der perfekte Song um in den Sonnenuntergang zu fahren. Ansonsten geht aber immer „Goin’ Out West“ von Tom Waits. (Hinweis: die Neugierigen unter euch können sich den Song schon in unserem Live-Stream vom Juni 2020 anhören: https://www.facebook.com/1532006653705501/videos/761523864598748/

Abi:
Angeblich fallen Musikern die besten Songs auf Tour ein – stimmt das?

SUiT Lex:

Das, muss ich gestehen, ist mir noch nie passiert. Klar, man sitzt stundenlang im Auto oder Zug und vertreibt sich die Zeit, dann schreibe ich aber meist Stories oder Zweizeiler. Songwriting heißt für mich hinsetzen und ganz banal an Musik und Text zu arbeiten. da brauche ich dann doch meine Ruhe und Konzentration. Die schnell hingekritzelte Inspiration auf einer Serviette ist natürlich viel schöner zu erzählen, aber das passiert nur alle Schaltjahre.

Abi:
Wieviel Zeit verbringt ihr eigentlich zusammen in der Woche als Band?

SUiT Lex:

Inzwischen haben wir, auch wohnortbedingt, immer sehr strukturierte Zeitpläne für die Arbeit an der Musik. Da klingt zwar wenig romantisch, ist aber unausweichlich da wir alle stets mehrere Projekte am laufen halten. Wenn wir also aufeinander hängen, dann 24/7, aber auch gerne mal ein paar Wochen gar nicht. Kann ja jeder in der Zwischenzeit an Material arbeiten oder Releases vorbereiten etc. ohne, dass wir immerzu zu dritt in einem Raum sein müssten.

Abi:
Wann und wo startet euer nächster Gig?

SUiT Lex:

Das wüssten wir selbst gerne… Wir planen gerade den nächsten Russlandtrip im Frühjahr 2021. Aber das steht alles noch in den Sternen, momentan weiß ja auf der ganzen Welt ohnehin niemand, wann und wie es denn wieder in die Normalität geht. Wie schon gesagt, wir würden gerne mal wieder ausgedehnt in Deutschland spielen, da kann man aber erst drüber nachdenken, wenn man weiß, wie die Clubszene nach dieser verfluchten Pandemie aussieht. Am ehesten spielen wir noch einmal einen Live Stream in unseren Studios, das hat auch echt Laune gemacht.

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Hey! Mein Name ist Abi, komme aus Baden-Württemberg und studiere “medien.gestaltung&produktion“ im Bereich Film und Animation in Offenburg. Nebenher arbeite ich freiberuflich für Agenturen als Motion Designer und entdecke gerne die neuesten Trends auf Vlogs. Meine Liebe zur Ästhetik von Filmen ist überaus hoch und fashion-orientierte Werke inspirieren mich immer wieder aufs Neue. Ich bin stets auf der Suche nach neuartigen, mitreißenden und ästhetisch wertvollen bewegten Bildern und teile diese Entdeckungen immer wieder gerne mit anderen.

www.chrietteartwork.com

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