iDiary – Du bist verrückt mein Kind, du musst nach BERLIN !


Berlin ist immer eine Reise wert. Sechs Tage in einer bunten, eindrucksvollen und einzigartigen Welt. Eine Woche in Berlin, der Hauptstadt unseres schönen Landes und dem größten Treffpunkt für Trendsetter, Mutige und (neudeutsch) so genannte Hipster.

Die wenigen Tage sind perfekt durchgeplant. Es geht von Secondhand-Vintage ausgerichteten Shoppingtouren über Seesightseeing in Kreuzberg und Friedrichshain, bis hin zu täglichen Veranstaltungen und Partys des Berliner Nachtlebens.

Da wir als junge Studenten und Weltenbummler auch nicht gerade über unbegrenzte finanzielle Mittel verfügen, versuchen wir das Ganze auch noch so sparsam wie möglich zu erleben. – Wer „wir“ sind ? Ein paar Freunde und ich.


Am frühen Freitagmorgen, wohl eher noch Donnerstagnacht beginnt die Reise. Über das Internetportal www.mitfahrgelegenheit.de konnten wir uns im Voraus schon eine günstige An- und Heimreise sichern. Kurzes Einloggen, Mitreiseersuche checken und mit ein wenig Glück findet sich direkt eine Mitfahrmöglichkeit für ca. 30 – 40 Euro pro Person. Gesagt, getan und schon standen wir um 4.45 Uhr am Hbf in Mannheim und wurden abgeholt.

Die Fahrt war, bis auf mehrere Geschwindigkeitsüberschreitungen und Nichtbeachtung des Rechtsfahrgebots, absolut reibungslos. Nach knapp fünfeinhalb Stunden konnten wir im All-In-Hostel Berlin / Friedrichshain einchecken. http://www.all-in-hostel.com/ – Nur eins der unzähligen Hostel in Berlin, in welchem man für ca. 25 Euro pro Nacht eine ausreichend komfortable Nachtruhe genießen kann. Der Standort war optimal – der Fußweg zu den nächsten S-Bahn, U-Bahn, Tram und Bushaltestellen war immer in höchstens 5 Minuten zu bewältigen. Friedrichshain selbst, als eines der Szeneviertel Berlins, ist übersät mit Restaurants, Bars, Kneipen, Geschäften und Imbissbuden.


Unsere Hauptstadt bietet unzählige Möglichkeiten Geld auszugeben. Das heißt, wenn man etwas Besonderes sucht, aber knapp bei Kasse ist, sollte man sich gerade beim Shoppen auf die kleinen, speziellen, Berliner Geschäfte einlassen. Die Hackesche Höfe sind, mit ihren zig kleinen Geschäften, Secondhand Stores und individuellen Shops dafür mit der beste Ort. Allerdings finden sich am Ku’Damm, in der Friedrichsstraße und in Steglitz noch viele weitere Geschäfte.


Um dem schnelllebigen, unkonventionellen und einzigartigen Stil der Stadt zu entsprechen, schaut man sich am besten dort um. Für Inspiration sorgt meist schon ein Blick auf die Straße. Man sieht an jeder Ecke die verschiedensten Kleidungsstile und kommt aus dem Staunen und Bewundern nicht heraus. Sehr gute Adressen zum Einkaufen in Berlin sind unter anderem: Made In Berlin (Second Hand) – Urban Outfitters (in allen größeren Städten Deutschlands vertreten) – Weekday – Gina Tricot (nur für Frauen) – Chaos in Form (Kreuzberg) – The Shit Shop (Bonnie Strange) und und und…


Geldausgeben macht hungrig. Kein Problem! In dieser Stadt ist jede Kultur der Welt vertreten, auch kulinarisch. Von den Standardküchen wie Italienisch und Deutsch kann man über Mexikanisch, Indisch auch Gerichte aus dem Libanon, Kenia oder Indonesien kosten. Besonders hervorzuheben war allerdings ein vietnamesisches Restaurant in Charlottenburg, TAO Sushi. http://www.taoberlin.de/ Freunde des guten Sushi und ausgesprochen leckerer asiatischer Küche kommen hier voll auf ihre Kosten. Außerdem ist jeden Tag „Sushi-Happy-Hour“ was den Genuss auch noch erschwinglich macht.


Gestärkt von dem köstlichen Essen geht es nun an die Abendplanung. Berlin ist nicht umsonst auch die Partisane Hauptstadt Deutschlands. Das Nightlife ist unerschöpflich. Man hat sieben Tage die Woche, rund um die Uhr die Möglichkeit zu feiern, in Clubs zu gehen und einfach nur bis zum Morgengrauen Party zu machen. Gerade als Fan der elektronischen Musik ist Berlin das Mekka schlechthin, und allein schon musikalisch eine Reise wert.


Von den kleineren Clubs wie zum Beispiel der Wilden Renate oder dem Ritter Butzke geht es über einen Indoor- Outdoor Club, wie dem Suicide Circus zu dem weltbekannten Berghain. Der Sonnenaufgang im Watergate, direkt am Spreeufer, während immer noch die minimalistischen Klänge aus den Lautsprechern dröhnen, ist einzigartig. Und Niemand der nicht selbst schon mal dort war, kann verstehen wie leicht man die Zeit vergisst, wenn man erst einmal im Katerholzig angekommen ist. Oftmals hat eine Location über Tage, manchmal sogar eine ganze Woche geöffnet. Man kann dort, essen und trinken, schlafen und sich auch frischmachen. – Jeder der selbst schon mal in dieser Stadt gefeiert, hat kann nachvollziehen welche Energie dort herrscht. Allerdings muss man sich auch darauf einlassen können und viel Toleranz beweisen, so ein Berliner Club ist sicherlich nicht jedermanns Sache. – Unsere Gruppe jedenfalls war mehr als begeistert.


Um nach dem ausschweifenden Feiern und mit letzter Energie auch noch ein paar der tollen Sehenswürdigkeiten Berlins genießen zu können, sollte man sich auf die „Wichtigsten“ beschränken. Absolut sehenswert ist es, einen entspannten Spaziergang entlang der East Side Gallery zu machen. Die mit Graffiti besprühten Teile der alten Berliner Mauer sind auch ein Treffpunkt für viele Jugendliche.


Was man sich auch unbedingt ansehen sollte, ist die Oberbaumbrücke zwischen Friedrichshain und Kreuzberg. Fast täglich treffen sich dort viele Menschen und Straßenmusiker, um spontan ein paar tolle Stunden zu verbringen. Jeden Sonntag lohnt es sich in Berlin zum Mauerpark zu fahren. Einer der größten wöchentlichen Flohmärkte der Stadt. Hier gibt es viele Möglichkeiten ein gutes Schnäppchen zu machen und den Flair Berlins in vollen Zügen zu genießen.


Das dies bei weitem noch nicht alles war, ist sicherlich klar, aber für einen ersten Eindruck konnte ich hoffentlich sorgen. Abschließen möchte ich mit einem Zitat von Anneliese Bödecker: „Die Berliner sind unfreundlich und rücksichtslos, ruppig und rechthaberisch, Berlin ist abstoßend, laut, dreckig und grau, Baustellen und verstopfte Straßen, wo man geht und steht – aber mir tun alle Menschen leid, die nicht hier leben können!“ – Genauso geht es mir inzwischen auch.

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Ein Kommentar

  • Bob am 24.11.2012 um 10:07 Uhr:

    Ja, Berlin ist voll von verrückten Leuten…Das macht die Stadt ja so interessant.

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