Der iGod nimmt leider viel zu früh Abschied – R.I.P Steve Jobs!


Schwarzer Rollkragenpullover, Jeans und weiße Turnschuhe. Anders sah man ihn kaum in der Öffentlichkeit. Und überhaupt wusste man aus seinem Privatleben kaum Etwas. Am vergangenen Donnerstag war es dann aber überall in der Presse zu lesen: Steve Jobs ist an den Folgen seines schweren Krebsleidens gestorben.

Es kommt mir vor als sei es gestern gewesen. Ich muss so ca. 12 oder 13 Jahre alt gewesen sein als ich endlich auch einen coolen Musicplayer haben wollte um nicht mehr mit Walkman oder Minidisc in der Gegend rumzulaufen.

Also haben sich mein Vater und ich über die Möglichkeiten informiert, die der Markt damals so geboten hat. Durch einen Tipp von einem Bekannten sind wir auf einen tragbaren Player aufmerksam gemacht worden, wie ihn bei uns bisher noch keiner so genau kannte: Der iPod! Ja genau, ich besitze noch heute eines der ersten iPod Modelle und bin mächtig stolz darauf. Mit diesem kleinen, wenn damals auch noch ziemlich klobigen und schweren Ding, hat meine Leidenschaft zu den Produkten mit dem abgebissenen Apfel begonnen. Auch der Name Steve Jobs ist dann immer häufiger gefallen.

Steven „Steve“ Paul Jobs wurde am 24. Februar 1955 in San Francisco geboren. Kurz nach der Geburt wurde er von seinen leiblichen Eltern zur Adoption freigegeben und von Familie Jobs aus Mountain View aufgenommen. Im Jahr 1972 machte er in Cupertino seinen High-School-Abschluss und wollte eigentlich mit einem Studium beginnen. Dieses brach er aber nach nur einem Semester wieder ab. Durch einen gemeinsamen Freund lernte er Steve Wozniak kennen, mit dem er im Jahr 1976 in einer Garage in Palo Alto die Firma Apple gründete. Das erste Produkt war der Apple I, der für 666,66 Dollar verkauft wurde. 1984 folgte der Macintosh, der erste Computer mit einer grafischen Benutzeroberfläche und einer Maus als Eingabegerät.



Nachdem es intern zu gewissen Differenzen mit seinen Partnern kam musste Steve Jobs 1985 Apple verlassen.

Erst 1997 kam er endgültig zu Apple zurück. Er wurde Mitglied des Vorstandes und später dann Geschäftsführer des Unternehmens.  Dies sollte der Beginn der erfolgreichen Apple Zeit werden, wie wir sie heute kennen. Die Einführungen von iMac, iPod, iPhone und iPad sind zurückzuführen auf Ideen von Jobs. Er legte besonders viel Wert auf Design und versuchte mit aller Macht seine Ideen umzusetzen. Er dachte schon immer anders und lies sich nie von seinen Vorstellungen abbringen. Aus diesem Grund galt er in Fachkreisen durchaus als schwieriger Mensch.



Besonders interessant: Steve Jobs ließ sich nur ein Jahresgehalt von einem Dollar ausbezahlen. So wurde er sogar in das Guinness Buch der Rekorde als schlechtest bezahlter Geschäftsführer aufgenommen. Sein beachtliches Vermögen von ca. 8,3 Milliarden Dollar baute er durch Aktienanteile an Pixar und Apple auf. Außerdem war Steve Jobs größter Einzelaktionär von Disney.

Leider warfen schwere Krankheiten Steve Jobs in seinem Schaffen immer wieder zurück. So unterzog er sich im Jahr 2004 einer Tumoroperation an der Bauchspeicheldrüse. Im Jahr 2009 hatte Jobs eine Lebertransplantation. Am 24. August 2011 trat Jobs endgültig als Geschäftsführer von Apple zurück nachdem er schon im Januar des gleichen Jahres die Tagesgeschäfte an seinen Nachfolger Tim Cook übergeben hatte.

Der Brief bezüglich seines Rücktritts lautete wie folgt:

An den Apple-Aufsichtsrat und die Apple-Gemeinschaft:
Ich habe immer gesagt, dass wenn jemals der Tag kommen sollte, an dem ich nicht länger meine Aufgaben und Erwartungen als CEO von Apple erfüllen kann, ich der erste wäre, der Euch das wissen lässt. Leider ist dieser Tag gekommen. Ich trete hiermit als CEO von Apple zurück. Ich möchte, so der Aufsichtsrat dies für möglich hält, als Vorsitzender des Aufsichtsrats, als Aufsichtsratsmitglied und Mitarbeiter von Apple behilflich sein. Was meinen Nachfolger angeht, empfehle ich mit Nachdruck, dass wir unseren Nachfolgeplan erfüllen und Tim Cook zum CEO von Apple ernennen.
Ich glaube, dass die besten und innovativsten Tage noch vor Apple liegen. Und ich freue mich darauf, den Erfolg von Apple in einer neuen Rolle zu sehen und dazu beizutragen. Ich habe bei Apple einige der besten Freunde in meinem Leben gefunden und ich danke Euch allen für die vielen Jahre, die ich neben Euch arbeiten konnte.
Steve


Man ahnte schon, dass es mit seinem gesundheitlichen Zustand bergab ging. Auch Bilder in der Presse bestätigten dies leider. Steve Jobs verlor immer mehr an Gewicht und konnte sich kaum noch alleine auf den Beinen halten. Vergangenen Donnerstag dann die traurige Gewissheit: Steve Jobs hat den Kampf gegen den Krebs verloren. Er starb Mittwoch Nacht amerikanischer Zeit im Kreise seiner Familie. Genau einen Tag nach der Präsentation des neuen iPhones 4S. In Gedenken an ihn nennt die Apple-Gemeinde das neue Telefon schon liebevoll iPhone 4 S(teve).



Die ganze Welt trauert um den charmanten und wenn auch nicht von allen geliebten, so doch stets bewunderten Mann. Eine kleine Auswahl von Nachrufen anderer Persönlichkeiten:

Mark Zuckerberg: “Steve, thank you for being a mentor and a friend. Thanks for showing that what you build can change the world. I will miss you.

US-Präsident Barack Obama: “Michelle und ich waren sehr traurig, als wir von Steve Jobs’ Tod erfahren haben. Steve war einer der größten amerikanischen Erfinder – mutig genug, anders zu denken, kühn genug, daran zu glauben, dass er die Welt verändern kann und talentiert genug, um es zu tun.”

Apple-Mitbegründer Steve Wozniak: „Manche Menschen haben Ziele im Leben. Steve Jobs hat jedes Ziel, das er sich je gesetzt hat, übertroffen.“

Microsoft-Gründer und Apple-Konkurrent Bill Gates: „Ich habe Steve vor 30 Jahren zum ersten Mal getroffen. Wir waren Kollegen, Konkurrenten und Freunde. Selten erlebt die Welt jemanden, der so viel Einfluss auf sie hatte wie Steve. Auch auf die Generationen, die noch kommen.

Tony Hawk: “Steve Jobs was the man.”

Steve war ein Visionär und Genie. Er war ein Perfektionist und wollte immer das Beste für das Unternehmen Apple. Gerüchten zufolge hat er neue Produkte für die kommenden vier Jahre hinterlassen. Außerdem soll es Pläne für einen Apple Campus geben, auf dem junge Talente für Apple ausgebildet werden um dann die “Jobs’sche” Philosophie weiterzuführen. Wir dürfen also gespannt sein, wie groß die Einflüsse dieses Genies auf die Zukunft sein werden. Obwohl Apple sein größtes Gesicht verloren haben dürfte wird es weitergehen und mit Sicherheit nicht weniger erfolgreich.

R.I.P Steve Jobs!

P.S. Die erste offizielle von Steve Jobs autorisierte Biografie erscheint Ende Oktober und ist schon nur durch Vorbestellungen auf Platz 1 der Amazon Bestseller Liste!

Außerdem lege ich euch noch ein Video ans Herz. Eine bewegende Rede von Steve Jobs vor Standford Absolventen des Jahres 2005. Schaut es euch an, es lohnt sich auf jeden Fall!

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