Be Coultique – Sven Kolb


Für den Münchner Fotografen Sven Kolb geht es bei der Fotografie nicht um Megapixel oder Kamera, wichtig ist das Auge der Leidenschaft, um jedes Detail zu analysieren und perfekte Bilder entstehen zu lassen.



Elle:
Seit wann hast du dich der Fotografie verschrieben und wie beurteilst du die Entwicklung in der Fotografie in den letzten Jahren?

Sven Kolb:

Hey Elle. Ich bin seit ungefähr 6 Jahren dabei, mich ernsthaft mit Fotografie zu beschäftigen, die letzten 3 nun sehr intensiv. Es geht, meiner Meinung nach, eine unglaublich interessante Entwicklung voran. Jetzt sind DSLRs allgegenwärtig- anders als noch vor 5 Jahren. Das hebt zum Einen die allg. technische Bildqualität- zum anderen ist es ein Zeichen dafür, dass du eben noch viel besser und innovativer sein musst, um dich von der Masse abzuheben, um etwas Einzigartiges zu erschaffen. Die Challenge dahin wird größer, interessanter, aufregender.



Elle:
Du präsentierst deine fotografischen Werke über rumlin-photography. Wie kam es zu dieser Namensgebung?

Sven Kolb:

Haha. Dieser Name entsprang einem Spitznamen ‚rümelin‘. Ursprünglich wollte ich es dann recht schnell umbenennen in meinen Namen, aber rumlin beschreibt das, was Fotografie für mich ist, einfach besser.



Elle:
Die Qualität eines Bildes hängt von vielen Faktoren ab. Was ist für dich das Wesentliche?

Sven Kolb:

Elle, meiner Meinung nach kommt es auf zwei essentielle Faktoren an:

1 – Dem Respekt dem Moment gegenüber. Wenn du dir im Klaren bist, dass er so wie er sich dir jetzt zeigt nie wieder sein wird, dann musst du einfach alles geben. Egal wie lange alles geplant ist und wie brillant die Idee dahinter ist – erst wenn der richtige Moment da ist, wird etwas Großartiges daraus. Es ist unser Job zu differenzieren.

2 – Licht. Hier trennt sich die Spreu vom Weizen. Zu verstehen, dass das richtige Licht alles ändert- und den Unterschied macht- dein Sprachrohr ist und dein Werkzeug, einen Rahmen zu schaffen – deine Welt. Dabei ist weniger oft deutlich mehr. Zu Beginn bildet man sich fette Blitzanlagen, das fetteste Studio und 5 Assistenten ein. Nach und nach merkst man, wenn das Licht stimmt und der Moment passt, bekommst du deutlich bessere, authentischerer und perfektere Shots draußen, nur mit der Sonne.



Elle:
Du bist eine markante und interessante Erscheinung, 188 cm groß, grüne fokussierende Augen und an den Armen und teilweise auf dem Rücken tätowiert. Gibt es für dich einen bestimmten Typ von Frau/Model, bei dem du sagst „Jo mei, dos is sie“?

Sven Kolb:

Es kommt ganz auf die Idee und das Projekt an. Aber grundsätzlich nicht zu geschniegelt und gebügelt. Nicht zu sleeky – eher rough. Ich mag Ausdruck mehr als pure Optik.



Elle:
Jeder Künstler findet seine ganz eigene Weise, um sich zu inspirieren. Wie ist das bei dir?

Sven Kolb:

Ich versuche Erfahrungen und neue Eindrücke und Inspirationen zu kombinieren, dadurch den Horizont zu erweitern und tiefer zu gehen in den Ideenfindungsprozess. That’s it.



Elle:
Du reist gerne und viel, u. a. nach Berlin, Hamburg, London und warst jetzt auch in New York. Wir waren deine Eindrücke und konntest du an schönen Schauplätzen auch Fotostrecken verwirklichen?

Sven Kolb:

NYC wahr Wahnsinn. Es erschlägt, pusht und das 100 Mal pro Sekunde. Nirgendwo anders habe ich derart komprimiert Energie erlebt. Da ich ja nur recht kurz dort war, hab ich erst mal viel Locationscouting gemacht, aber Ende Juli bin ich wieder dort, um einige Produktionen zu realisieren.

Elle:
NYC ist auch ein Ziel, dass ich anpeile – mal gesehen zu haben, denn die Metropolregion New York soll faszinierend in vielerlei Hinsicht sein. Und dann auch Yellow Cabs fahren! Wir freuen uns schon auf diese Fotostrecken!



Elle:
Technische Ausrüstung – wie wichtig ist für dich qualitativ hochwertiges Equipment? Ein Thema dass unter den Fotografen kontrovers gesehen wird.

Sven Kolb:

Du musst differenzieren. Es gibt für gewisse Arbeitsbereiche sicherlich Notwendigkeiten in Richtung Hasselblad/PhaseOne. Und du siehst den Unterschied im Bereich Print einfach.
ABER:
Es gibt ein Docma. Der Unterschied zwischen dem Bild, was du in deinem Kopf siehst und dem, welches du letztlich produziert, wird creative gap genannt. Je kleiner sie ist, desto weniger ist es von Belang, ob Canon, Nikon- ob DSLR oder phone. Wie Chase Jarvis (wie Fotograf aus Seattle) sagt: “ It’s about your vision, not you being a technician“.



Elle:
Wenn du an irgendeinem Ort auf der Welt eine Fotostrecke mit Models und Team frei nach deiner Wahl auswählen könntest, wer wäre dabei und wo wäre die Location?

Sven Kolb:

Ich würde nach Kuba reisen, die Faszination hierfür ist ungebrochen. Models würde ich hier in München über indicate-models bei der Cathy suchen. Es würde einen retrotouch bekommen und sehr ehrlich wirken. Als Team wäre auf jeden Fall Tobi dabei, wie immer. Clothing wäre u.a. von AVE und von Valeska Macek (eine unfassbar talentierte Nachwuchsdesignerin!). Und dann würde ich mir sehr viel Zeit nehmen, um dokumentarisch einzelne Strecken über Kuba zu machen.



I’m coultique, because.. there are millions of ways to see this world and use the time to shine.



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