Be Coultique – Susan van Treel


Die 28jährige Fotografin Susan van Treel aus Braunschweig entwickelte ihre Passion zur Fotografie erst so richtig vor einem Jahr. Wie ihre Stationen bis dahin verlaufen sind und wie die Fotografie Einfluss auf ihr Leben genommen hat im Coultique-Interview.

Elle:
Susan, du bist eine Frau mit Herz, mit viel Gefühl, du liebst die Fotografie. Ist das auch in deiner hauptberuflichen Tätigkeit wichtig, ist diese mit Kreativität verbunden oder ist die Fotografie gerade zu den gegensätzlichen Anforderungen im Beruf ein wichtiger Ausgleich für dich?

Susan van Treel:

Mein Hauptberuf hat nichts mit der Fotografie zu tun. Die Fotografie ist quasi mein kreativer Ausgleich. Andere fahren in den Wellnessurlaub und ich nehme meine Kamera in die Hand.



Elle:
Wie war es als du dein erstes so bewusst empfundenes Foto im Mondschein gemacht hast. Wie wirkte es auf dich?

Susan van Treel:

Das Foto ist eigentlich aus einem Zufall entstanden. Damals habe ich gerade 3 Wochen fotografiert und noch nie mit solchen Lichtverhältnissen zu tun gehabt. Ich habe einfach nur an der Blende gefummelt und draufgehalten. Es ist mir auch erst jetzt Monate später beim Durchstöbern meiner Festplatte ins Auge gefallen. Weil es dadurch perfekt ist, dass es eben unperfekt ist.



Elle:
Eines deiner Lieblingsmodels ist Kamela Boga?

Susan van Treel:

Ja, mein Engelskind. Sie war die erste mit der ich ein Studio betrat, wo wir ganz allein waren. Wir kannten uns nicht, aber es entstand sofort eine emotionale Verbindung, so dass sie kurze Zeit später nackt vor mir in einem Haufen Magnesium saß. Ich liebe sie, weil sie ein Herz aus Gold hat.



Elle:
Jedes Foto hat das Potential beim Betrachter emotionale Reaktionen auszulösen. Wie würdest du dich selbst und deinen Stil beschreiben?

Susan van Treel:

Mit dieser Frage habe ich mich viel beschäftigt. Ich war immer der Meinung das jeder einen bestimmten Stil haben muss an dem man ihn erkennt. Da ich mich aber absolut nicht festlegen kann in welchem Bereich ich am liebsten fotografiere, war ich immer der Meinung ich habe keinen Stil. Viele sagen mir, dass sie mein Bild unter anderen sofort erkennen würden. Ich selbst kann es mir nicht vorstellen. Aber mittlerweile habe ich mich damit zufrieden gegeben. Vielleicht ist es ja auch ein Stil, keinen Stil zu haben.



Elle:
Bei der Fashion Photography werden meistens besonders gutaussehende Menschen abgelichtet. Du vertrittst aber auch die Auffassung “Everyone can be beauty”.

Susan van Treel:

Natürlich. Man muss da ja auch wirklich unterscheiden. In der Fashion Photography geht es um Perfektionismus. Da gibt es nun mal ästhetische Vorgaben an die Models und es geht auch viel um das Posing. Trotzdem kann man aber von jedem Menschen schöne Bilder machen. Wichtig ist, dass der Mensch sich fallen lassen kann und sich wohl fühlt. Ich hatte auch schon 100kg schwere Frauen vor meiner Linse und es sind schöne Bilder entstanden. Wichtig ist, was die Person ausstrahlt. Wenn sie sich selbst akzeptiert wie sie ist funktioniert es.



Elle:
Deine Serie “Little Hearts” mit den Babys berührt. Sind es auch oft die kleinen Momente im Leben und in der Fotografie, die einem viel geben?

Susan van Treel:

Genau auf die kommt es an. Man lernt viele neue Menschen kennen. Eine meiner besten Freundinnen habe ich durch die Fotografie kennen gelernt. Gerade wenn man mit Babys oder Kleinkindern arbeitet geht einem besonders das Herz auf. Man weiß, dass jedes Lächeln echt ist.



Elle:
Deine Fotografien sind sehr professionell und zeigen, dass du verschiedene Techniken verwendest. Wie kann man sich in so einer kurzen Zeit ein so großes Wissen und Können aneignen?

Susan van Treel:

Einfach alles ausprobieren.. Vor allem mag ich es Effekte mit der Kamera zu erzeugen und nicht mit Photoshop. Da gehört aber nun mal auch zu, dass von 100 Bildern nur eines gut ist. Man sollte sich nie entmutigen lassen. Zum Glück gibt es auch ein paar liebe Menschen, die einem ganz uneigennützig etwas zeigen oder helfen. An dieser Stelle ein Danke.



Elle:
Wie sehen deinen Zukunftspläne aus, welches Ziel hast du dir gesteckt bzw. was möchtest du gerne in naher Zukunft verwirklichen?

Susan van Treel:

Mein Ziel ist es, meine Freude und Begeisterung an der Fotografie nicht zu verlieren. Dass mein Ehrgeiz nicht zu groß wird und ich die kleinen Momente nicht vergesse, die mich bisher erfreut haben.


I’m Coultique, because I am full of emotions.

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