Be Coultique – Nicholas Beutler


Nicolas Beutler wurde 1990 in Speyer geboren und wuchs bis zu seinem 20. Lebensjahr in Dudenhofen auf. Mit 15 Jahren packte ihn die Leidenschaft zur Fotografie. Beim „Lette-Verein“, einer Berufsfachschule für Foto-, Grafik- und Modedesigner studiert er derzeit Foto-Design, lebt und arbeitet nun seit 2011 als freiberuflicher Fotograf in Berlin.


Elle:
Speyer ist eine sehr schöne Stadt mit einem historischen Stadtteil, die ich gerne hin und wieder besuche. Was hat dich veranlasst 2011 nach Berlin zu gehen und warum gerade Berlin? Wie hast du dich dort eingelebt, gab es Anfangsschwierigkeiten?

Nicholas Beutler:

So viele Nachwuchsfotografen wie es auch in Speyer zu geben scheint – die Stadt ist einfach kein guter Nährboden, um sich national und international einen Namen zu machen, was für denErfolg als Fotograf einen ganz entscheidenden Faktor darstellt. Der Lette-Verein ist, neben der School ofMedia Arts and Design der University of Westminster London und der Aalto University School of Art and Design Helsinki eine der drei großen Foto-Lehrschulen in Europa und da ich schon seitjeher den Berliner Flair liebe kamen hier quasi drei entscheidende Faktoren zusammen, die mich veranlasst haben in diesewundervolle Stadt zu ziehen! Da man in Berlin als Zugezogener gefühlt sogar zur Mehrzahl gehört, fällt das Einleben sehr leicht.



Elle:
Du hast bereits für einige Auftraggeber gearbeitet und entsprechende Referenzen aufzuweisen. Gibt es eine bestimmte Arbeit, die du heute zurückblickend besonders gerne ausgeführt hast?

Nicholas Beutler:

Die spannendsten Arbeiten sind eigentlich nach wie vor die mit Menschen – ob Models, Stylisten, Modedesigner: Alle sind motiviert, kreativ und stehen voll für ihre Sache ein. Das macht Spaß und motiviert einen selbst, an seinem Traum festzuhalten! Ansonsten bin ich als Pressefotograf in Berlin auf vielen Events unterwegs, die allesamt ihren ganz eigenen Reiz haben.



Elle:
Berlin FashionWeek, Bread & Butter, GQ – Men of the Year, Berlinale, IFA, Echo-Verleihung, kulturelle Projekte und Veranstaltungen. Berlin ist eine Stadt, die nie schläft und für Künstler Möglichkeiten bietet, sich kreativ austoben zu können. Was wäre für dich in Berlin eine neue Herausforderung, gibt es etwas, was dich reizen würde, wo du gerne dabei oder dafür arbeiten würdest?

Nicholas Beutler:

Ich habe noch längst noch nicht so viel gemacht, dass ich nach neuen Herausforderungen suchen müsste. Bisher ist es noch eher so, dass jeder Tag eine neue Herausforderung darstellt, jeder Auftrag neue Überraschungen bieten kann. Von daher muss ich gar nicht nach Anreizen und neuen Aufgaben suchen – sie kommen jeden Tag wie von selbst auf mich zu.



Elle:
Beim Fotografieren ist es nicht einfach damit getan, auf den Auslöser zu drücken. Du musst dir Gedanken machen, das Bild auch gut in Szene zu setzen. Wie ist deine Vorgehensweise, wie inspirierst du dich?

Nicholas Beutler:

Das Wichtigste ist, denke ich, ein offenes Auge -nicht nur für seine Umwelt, sondern auch was Trends und Entwicklungen betrifft. Welche Fotografen sind gerade angesagt und wieso? Was für eine Bildsprache wird heute in Werbung und Fashion besonders verwendet, wie kann man seine eigene Handschrift da einbringen? Ein großer Teil meiner Arbeit besteht einfach im Durchforsten von Blogs, Magazinen und Büchern, da sich Inspiration ja meist aus der Neuzusammensetzung von Bekanntem entwickelt. Meistens kommt man aber auch in den unerwartetsten Augenblicken auf neue Ideen.



Elle:
Du fotografierst im Bereich Fashion, Beauty, aber auch Music. Wie ist dein ganz persönlicher Musikgeschmack und was ist beim Fotografieren in der Musikszene zu beachten?

Nicholas Beutler:

Meiner Meinung nach ist Musik ein sehr großer Bereich kreativen Denkens, egal in welcher Branche man auch arbeitet. Mitzuverfolgen wie sich die Musikindustrie entwickelt ist wichtig – noch wichtiger ist es aber, weit über den Tellerrand hinaus zu schauen und auch in die Tiefe zu gehen. In Berlin geht das dank der vielen Undergroundlabels wunderbar und da fühle ich mich eigentlich auch heimisch. Das Arbeiten mit Musikern entspricht eigentlich keiner wirklichen Norm – man muss jedoch mit Fingerspitzengefühl agieren. Manche nehmen es mit Terminen nicht so genau, zu anderen muss man erst einen Draht entwickeln. Aber dafür gestaltet sich die Arbeit hinterher als umso angenehmer!



Elle:
Welchen Stellenwert hat die Fotografie für dich und gibt bzw. brauchst du in deinem Privatleben hierfür einen Ausgleich?

Nicholas Beutler:

Ich bin eigentlich kein Freund abgedroschener Floskeln – aber Fotografie ist wirklich mein Leben. Sowohl symbolisch, als auch real: Momentan bleibt nicht viel Zeit für anderes, da ich mitten in den Semesteraufgaben bin und der normale Arbeitsalltag ja auch weiter läuft. Viel bleibt dann vom Wochenende nicht übrig -zumal mein Privatleben natürlich auch nicht zu kurz kommen darf. Ein großer Ausgleich ist da eigentlich meine Freundin, mit der ich – trotz Fernbeziehung – täglich telefoniere.



Elle:
Was wünschst und was erhoffst du dir von der Zukunft?

Nicholas Beutler:

Bisher verlief die „Karriere“ -ich mag dieses Wort nicht wirklich -eigentlich, dank des nötigen Ehrgeizes, stets aufwärts. Ich hoffe natürlich, dass sich dieser Trend auch dieses Jahr weiter fortsetzt. Geplant ist da schon Einiges -besonders freue ich mich da auf ein Shooting in Zusammenarbeit mit dem wunderbaren Modelabel Lena Hoschek! Mein selbsterklärtes Ziel ist bis Ende des Jahres eine Veröffentlichung einer größeren Fotostrecke in einem Printmagazin -ich melde mich wieder, sobald ich das erreicht habe!


I’m Coultique, because I don‘t photograph like a fucking Hipster.

Website
Facebook
Twitter
Tumblr

Share and Enjoy

Pinterest
All images in coultique.com are copyright restricted for coultique,
the artist or label. No reuse of images without express permission.

Ein Kommentar


Leave a Comment


Name*
E-Mail*
Website

* Diese sind Pflichtfelder und müssen ausgefüllt werden. Die E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht!