Be Coultique – Marc Huth


Marc Huth wurde 1988 in Köln geboren. Bereits im Alter von 18 Jahren zog er allein nach New York City, um später in Berlin seine fotografische Karriere aufzubauen. Seit 2008 lebt und arbeitet er dort als Freelancer Fotograf im Bereich Fashion/Beauty.



Elle:
Wenn man mit 18 Jahren, so jung, ganz allein auf sich gestellt ist in NYC, wie fühlt man sich da? Welche Erfahrungen hast du gemacht?

Marc Huth:


Ich hatte schon immer einen Hang zur Großstadt. Großgeworden bin ich auf einem kleinen Dorf westlich von Köln und schon mit 16 hat es mich dann in die Innenstadt von Köln gezogen. Doch Köln wurde mir mit der Zeit zu klein und als ich die Möglichkeit bekam, in New York zu arbeiten, konnte ich mir diese Chance nicht entgehen lassen. Es war aufregend so ganz alleine auf sich gestellt zu sein, in einer neuen Stadt auf einem anderen Kontinent. Die ganzen Eindrücke die ich sammeln konnte, inspirierten mich. Die Erfahrung, mich alleine in so einer Stadt behaupten zu können, gab mir die Kraft, dass ich mein Ziel als Mode Fotograf zu arbeiten erreichen kann. Leider war mein Aufenthalt in New York zeitlich begrenzt, weshalb es mich danach nach Berlin verschlug.



Elle:
Seit 2010 studierst du noch nebenher Fotografie. Wie kannst du das Studium mit deinem fotografischen Job vereinbaren? Es ist sicherlich hilfreich die täglichen praktischen Erfahrungen für das Studium verwerten zu können.

Marc Huth:


Es ist auf jeden fall nicht leicht, in beide Bereiche, die gleiche Energie zu stecken. Mein Fokus bleibt auf der praktischen Fotografie, aber durch mein Studium verschaffe ich meiner Arbeit mehr Tiefgang. Zudem bietet die Kommunikation mit Kommilitonen eine wunderbare Inspirationsquelle, da man sich nicht nur mit Mode Fotografen unterhält und so auch Einflüsse aus anderen Fotografie Bereichen erhält, welche ich für meine Arbeiten nutzen kann.



Elle:
Fotografie ist mehr als nur schöne Menschen knipsen. Die Fotografie hat viele „Gesichter“. Was bedeutet dir die Fotografie/deine Fotografie?

Marc Huth:

Fotografie ist einfach etwas Wunderbares. Licht einfangen zu können und es auf einer Oberfläche festzuhalten. Für mich ist es das perfekte Medium, meine Ideen und Konzepte zu visualisieren, um sie später mit anderen zu teilen und hoffentlich auch sie zu inspirieren.



Elle:
Wie inspirierst du dich?

Marc Huth:

Inspiration kommt über viele Wege zu mir. Sei es die geschätzte Arbeit von Kollegen, aber auch Filme der verschiedensten Genre liefern Ideen für eigene Projekte. Manchmal reicht es aber schon, sich einfach von Musik treiben zu lassen und einfach zu träumen. Natürlich spielt auch das Umfeld bei der Ideenfindung eine wichtige Rolle. Als Fotograf gehe ich nicht blind durch die Stadt, in der ich lebe. Ich halte meine Augen immer offen, nach neuen Orten und Stellen, welche sich für zukünftige Projekte eignen könnten.



Elle:
Mit „Seek“, „Looking back at the day“, „Last party at Maria“, „Fade away“ etc. hast du für verschiedene Magazine ganze Fotostrecken verwirklicht. Bei einer Foto-Serie darf man den roten Faden nicht verlieren, was gilt es noch zu beachten?

Marc Huth:

Da muss man unterschieden, für wen die Serie im Endeffekt sein soll. Viele Magazine haben bestimmte Vorgaben, welche zu beachten sind. Aber grundlegend sollte man nie die Gesamtheit einer Serie aus dem Auge verlieren. Man möchte den Betrachter fesseln, um ihm ein bestimmtes Gefühl oder eine Idee zu vermitteln. Durch ein Bild, welches völlig aus dem Konzept fällt, verliert man ihn. Eine Serie ist nur so gut wie ihr schwächstes Bild.



Elle:
Wie hast du deinen eigenen Stil gefunden?

Marc Huth:

Seinen eigenen Stil zu definieren und zu finden ist leicht. Ich tue mich schwer damit, meinen eigenen Stil zu beschreiben, da ich mich von vielen anderen Stilen inspirieren lasse. Ich fokussiere mich nicht zwangsläufig nur auf einen Richtung, sondern erfinde mich in fast jedem Projekt neu. So lässt sich eine Vielfalt an Stilen in meinen verschiedenen Strecken finden.



Elle:
Du fotografierst meist digital. Hat dies einen bestimmten Grund? Gibt es Equipment welches du bevorzugst?

Marc Huth:

Ich arbeite hauptsächlich digital, was nicht bedeutet, dass ich eine Abneigung gegenüber der analogen Fotografie besitze. Die digitale Fotografie bietet mir die Geschwindigkeit und Kontrolle die ich für meine Arbeiten benötige. Jedoch werde ich in Zukunft für freie Strecken wieder vermehrt zu analogen Kamera greifen, um den Charakter, der mit der analogen Fotografie ein her geht zu nutzen. Auf bestimmte Kamera- und Lichtsysteme bin ich nicht festgelegt, da jedes System seine Vor- und Nachteile mit sich bringt.



Elle:
Wie sieht 2012 für dich aus – welche Projekte planst du für die Zukunft?

Marc Huth:

Ich glaube 2012 wird ein sehr spannendes Jahr für mich. Meine Ziele werden größer und damit auch meine Projekte. Zurzeit arbeite ich an vielen Fashion Editorials gleich zeitig. Manche befinden sich noch in der Konzeptionellen Phase, andere wiederum wurden schon produziert und müssen noch fertig gestellt werden. Weitere Magazin Veröffentlichungen sind auch schon bestätigt und werden in naher Zukunft bekannt gegeben. Man darf also gespannt sein auf meine neuen Strecken, die sich von meinen älteren Strecken unterscheiden werden.


I’m coultique, because Fotografie ist einfach etwas Wunderbares…

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