Be Coultique – Katarina Hildebrandt


Katarina Hildebrandt, geb. 1990, ist eine intelligente und aufgeschlossene junge Frau aus Hannover, die weniger auf Smalltalk steht, aber immer bereit ist, zu einem interessanten Gespräch. Ihre Leidenschaft ist die Fotografie vor und hinter der Kamera und die Kunst. Als Kind malte sie viel mit ihrem Großvater, der selbst freischaffender Künstler ist.

Vor 2 Jahren hat Katarina sich die erste Spiegelreflexkamera gekauft und angefangen zu fotografien. Als Autodidakt hat sie sich in der Kürze der Zeit ein unglaubliches Können angeeignet. Es geht dabei nicht allein um das Technische. Sie hat einfach das richtige Auge dafür, weiß, wie man die Wandelbarkeit der Menschen durch die Kamera ins rechte Licht rückt.



Elle:
Du studierst zur Zeit auf der Leibniz Universität Hannover auf Lehramt Religionswissenschaften.

Katarina Hildebrandt:

Das mit den Studium war eine rein praktische Entscheidung. Ich fand es recht sinnvoll mein erworbenes Abitur auch zu etwas zu nutzen und habe mich über einige Umwege dann für meine zweite Leidenschaft, das Unterrichten, entschieden. Außerdem ist Lehramt eine sinnvolle Sache und man hat im Gegensatz zu anderen Studiengängen, wenn man fertig ist auch einen echten Beruf. Die Religionswissenschaften habe ich gewählt, weil es einmal ein sehr interessantes Fach ist und dann wird “Werte und Normen” bald ein vollwertiges Schulfach sein, in welchem man auch sein Abitur schreiben kann, ergo braucht man dafür in diesem Fach ausgebildete Lehrer. Und das ist das ganze Geheimnis meiner Fachwahl ;-)



Elle:
Wie siehts du deine Entwicklung von den Anfängen bis heute in deiner Fotografie? Du stehst auch selbst vor der Kamera:

Katarina Hildebrandt:

Ja von der Arbeit vor der Kamera bin ich dazu gekommen mich dahinter zu versuchen. Ich bin schon immer künstlerisch tätig gewesen, vor Allem durch den Einfluss meiner Großeltern und durch meine unendliche Neugier habe ich mir über die Jahre viel Wissen zur Fotografie angeeignet, da ich die Fotografen immer ausgefragt habe. Als ich dann keine Lust mehr auf das Modeln hatte kaufte ich mir probeweise eine kleine Sony und legte los …. dann hab ich erstmal ein wenig vor mich hingedümpelt und ausprobiert, so richtig losgelegt und über die Fotografie als Beruf nachgedacht habe ich dann Anfang 2011. Im zweiten Quartal habe ich dann meinen Partner im Leben und dem Geschäft Marco Rothenburger kennen gelernt und von ihm habe ich mir dann nochmal viel zum Thema Arbeitsweise und professionellem Arbeiten abschaun können. Und nun übe ich fleißig und bin froh bis Ende 2012 mein Book abschließen zu können.



Elle:
Wenn du selbst vor der Kamera agierst, denkst du dann in der zweiten Dimension wie ein Fotograf oder kannst das ausschalten und schlüpfst ganz in die Model-Rolle?

Katarina Hildebrandt:

Ich muss sagen, das kommt auf das Shooting an. Bei Tests mit befreundeten Fotografen bin ich wahrscheinlich, das nervigste Model was man sich vorstellen kann, weil ich mir dauernd über alle Aspekte Gedanken mache:-) Wenn ich jedoch mit Profis zusammen arbeite oder auf einem Job bin, dann bin ich zu 100% professionell und konzentriere mich ganz darauf als Model die bestmögliche Leistung zu bringen.



Elle:
Kooperationen mit anderen Fotografen stehst du positiv gegenüber. Wie wichtig empfindest du den Erfahrungsaustausch mit anderen Fotografen?

Katarina Hildebrandt:

Ich finde den Erfahrungsaustausch mit anderen Fotografen als sehr wichtig, solang es ein Geben und Nehmen ist. Jedoch gibt es leider auch viele Fotografen die sich durch lange Gespräche um die Buchung eines Workshops mogeln wollen :-D :-D Ich habe aber 3 hochgeschätzte Kollegen/innen mit denen ich mich immer gerne austausche und mit denen es mir sehr viel Spaß macht über Fotografie zu philosophieren.



Elle:
Dein Partner ist selbst Fotograf, ist das im Privaten von Vorteil oder bringt das auch Kontroversen mit ins Spiel?

Katarina Hildebrandt:

Ich würde sagen der allergrößte Vorteil ist, dass wir uns immer etwas zu sagen haben weil wir einfach unsere Leidenschaft teilen. Außerdem hat man immer einen Assistenten zur Hand :-D Natürlich ist es dadurch aber auch schwieriger sich voneinander ab zu grenzen, denn jeder von uns lässt sich vom Geschmack des anderen, wenn auch unbewusst, beeinflussen, jedoch bei Aufträgen ist es einfach mal unendlich praktisch, dass wir 2 Köpfe zum denken haben:-)



Elle:
“Zu den Quellen gelangt man gegen den Strom”, eines deiner Devisen; heißt das auch in der Fotografie einen anderen Weg gehen, zu experimentieren?

Katarina Hildebrandt:

Naja man muss ja ehrlich sagen, dass man das Rad nicht neu erfinden kann… irgendwie ist alles schon einmal da gewesen und selbst wenn man denkt, dass man sich etwas ganz Neues ausgedacht hat, findet man immmer schon etwas ähnliches. In meiner Fotografie geht es ja auch um die Schönheit, ich will immer das Meiste aus den Menschen rausholen …. dies ist auch keine neue Erfindung, das haben schon Jahrhunderte lang Maler vor mir getan:-) Für mich ist das eher mein Motto für mein Leben, ich lasse mich nicht verbiegen und versuche immer mir selbst treu zu sein. Die Welt in der ich mich bewege ist oft oberflächlich und unehrlich und deswegen bleibe ich bei meiner Meinung und sagen was ich denke, obwohl manchmal sage ich auch lieber gar nichts … nicht jeder will die Wahrheit hören ;-)



Elle:
Im Hier und Jetzt zu leben ist wichtig. Aber gibt es für dich auch ein Traumprojekt. Etwas was du gerne mal verwirklichen würdest?

Katarina Hildebrandt:

Oh je im hier und jetzt zu Leben wäre wahrscheinlich gut aber ich bin eine wirre Mischung aus Träumer und Planungsfreak:-) Ach ich muss sagen, ich habe so viele Posten noch auf meiner Liste die ich verwirklichen möchte, aber ganz vorne unter den top 10 befindet sich definitv der Wunsch mal ein Editorial in der Vogue (Deutschland/Frankreich/Italien und natürlich Print) zu haben.



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