Be Coultique – Julian Kroehl


Seit seiner frühesten Kindheit war Julian Kröhl, heute 20 Jahre alt, fasziniert von Musik machen und hören, in langweiligen Schulstunden malte er in sein Hausaufgabenheft kleine skurrille Männchen (tut er immer noch). Ob er über diese Form von Kunst zur Fotografie kam, wird man in diesem Interview erfahren. Z. Z. studiert er Kommunikationsdesign und arbeitet nebenher als Fotograf, mit der Absicht dies für immer zu tun.

Elle:
Eine gute Fotoausrüstung kostet Geld. Wann hast du dich das erste Mal für die Fotografie interessiert und hielst die erste eigene Kamera in Händen?

Julian Kroehl:

Fotografie hat mich schon immer interessiert! Als Kind wollte ich oft durch den Sucher schauen, einfach so, ohne unbedingt Bilder zu machen. Mein Opa hatte eine schöne alte Canon aus den 70er Jahren. Immer als ich zu Besuch war lief ich mit der Kamera am Auge durch die Gegend und machte Bilder in meinem Kopf. Erhalten habe ich die Kamera dann (endlich!!) zu meinem 16. oder 17. Geburtstag! Schnell wurde mir klar, dass ich eine Digitale Kamera haben wollte, weil ich einfach viel zu ungeduldig für die analoge Technik war. Meine Kamera, mit der ich übrigens auch heute noch fast ausschließlich fotografiere hatte ich im Januar 2010 – von da an zähle ich auch die Jährchen, in denen ich schon fotografiere.



Elle:
Was bedeutet für einen Fotografen Stillstand. Gibt es solche Momente, wo man sich wieder neu finden muss, wo es heißt neue Wege zu gehen, etwas neu auszuprobieren, zu testen?

Julian Kroehl:

Die gibt es sicherlich, wie bei allen anderen Kreativen // Künstern auch. Der Trick ist für sich selbst ein Mittelchen finden um wieder in Schwung zu kommen. Bei mir ist das z.B. zu verreisen, oder wenn das nicht möglich ist sich durch Musik inspirieren zu lassen! Seit ca. einem Jahr bin ich der Analogen Fotografie auf den Fersen und habe darin eine tolle und lehrreiche Abwechslung zum schnellen, flüchtigen, Digitalen gefunden. Das Fotografieren, der ganze Prozess ist anders. Er ist teuerer und mit mehr Arbeit verbunden somit überlegt man zweimal ob es sich lohnt auf den Auslöser zu drücken;-) Ich entwickle und vergrößere von Hand und kann viele Lehren / Verbesserungen in meine Digitalen Auftragsarbeiten einfließen lassen.



Elle:
Bei deinen fotografischen Arbeiten legst du viel Wert auf Perfektion. Ein “Das ist gut, das reicht” gibt es bei dir nicht. Wird jedes Shooting genau im Detail geplant oder wie gehst du vor?

Julian Kroehl:

Ich (Wir) planen so viel wie möglich und so gut es geht im Voraus. Ich fertige immer viele Zeichnungen / Skizzen an, um dem Team bestmöglich zeigen zu können, was ich mir vorgestellt habe. Skizzen und eine gute Vorbereitung sind sehr hilfreich, wenn es darum geht den Visagisten das Styling zu zeigen, dem Model die erwünschte Pose, oder auch möglichen Kunden vorab schon einen Einblick zu gewähren.

Oh Gott, das hört sich jetzt alles sehr tugendhaft an, aber im Grunde ist es nur eine Hilfestellung für alle Beteiligten, aus der sich in den meisten Fällen etwas viel besseres entwickelt;-)



Elle:
Mode verändert sich, kommt verwandelt immer wieder und ist ein Bestandteil unserer Gesellschaft. Mit Kleidung unterstreichen wir unsere Persönlichkeit. Mode ist auch eine Kunstform. Designer und Promis beeinflussen mehr oder weniger, wohin der Trend geht. Letztendlich bestimmt aber der Verbraucher nach seinem persönlichen Geschmack, was er trägt. Wie siehst du Mode allgemein und für dich persönlich?

Julian Kroehl:

Gute Frage! Ich liebe Qualität, Originalität und den “Wohlfühlfaktor” etwas besonderes zu tragen! Generell bin ich ein absoluter Gegner von protzig platzierten Logos, egal wie glamourös die Marke letztendlich ist. Deshalb finde ich es besonders lobenswert, dass Louis Vuitton sein Monogram für nächste Saison verabschiedet hat und wieder zurück zum alten, reinen Schachbrettmuster gefunden hat! Sieht man mal über die ganze Träumerei der schönen Dinge hinweg, sehe ich Mode als knallharte und meist sehr undankbare Milliardenindustrie in der man schnell wachsen, aber auch genau so schnell fallen kann.



Elle:
Wie würdest du dich beschreiben als Fotograf und als Mensch?

Julian Kroehl:

Puh… Selbstbeschreibungen fallen mir immer schwer. Ich würde sagen der Mensch Julian Kröhl und der Fotograf unterscheiden sich keineswegs. Ich versuche mit meiner Arbeit den Leuten eine Freude zu machen und immer einen positiven Eindruck zu hinterlassen.



Elle:
In deinem Portfolio fallen auch Fotografien aus Armenien auf. Was hat es damit auf sich?Hängt dies mit Eduard Howhannisjan, dem mit dir befreundeten Fashion-Designer aus Mannheim zusammen?

Julian Kroehl:

Ja, Eduard hatte für eine sehr bekannte armenische Sängerin eines ihrer Hochzeitsoutfits entworfen, woraufhin wir auch auf der Hochzeit eingeladen waren! Ich hatte gerade mein ABI in der Tasche und somit jede Menge Zeit, also sind wir gleich 5 Wochen dort bei seiner Familie geblieben. Darauf folgte ein zweiter Trip von November bis Januar 2012. Zu den sonnigen und fröhlichen Eindrücken kamen nun auch ernstere und für mich prägende Geschehnisse. Ohne die Erfahrungen, die ich dort machen durfte, wäre ich heute nicht der Mensch, der ich bin.



Elle:
Wenn du dir für 2013, abgesehen davon, dass Ende 2012 die Welt untergeht, ein Highlight, bei dem du mitwirken oder die Hauptrolle spielen könntest, heraussuchen dürftest, was wäre das? Welch ein Satz? *lach

Julian Kroehl:

Haha, eine Hauptrolle möchte ich nicht besetzen, dafür aber bei einem genialen Dialog von einem Quentin Tarantino Film dabei sein – von mir aus auch nur als Statist. Was dort gesprochen wird? Keine Ahnung, irgendwas total Sinnfreies, nichts allzu ernstes…



I’m be Coultique, because fuck the rest :D

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