Be Coultique – Jens Burger


Jens Burger wurde 1968 geboren und ist Vater von 2 Kindern. Hauptberuflich ist er in seiner Werbeagentur in Niedersachsen, “Roswithastadt” tätig und das mit gleicher Kreativität, wie als Fotograf. Seine Devise lautet: Früher wurde “geblitzdingst” – heute “geBURGERt”… in der norddeutschen Fotografie-Szene ist er und sein Ausdruck für das Arbeiten mit Ringlichtern und anderem Kunstlicht bekannt.



Elle:
Bei der letzten Foto-Strecke war die Location Roncalli, wie hast du dich darauf vorbereitet? Welche Szenen hattest du bereits vor Eintreffen am Ort im Kopf und wie lief alles dann real ab?

Jens Burger:

Es war zunächst erstmal ein sehr großer Aufwand überhaupt eine Shooting-Genehmigung zu bekommen. Die Leute vom Zirkus wissen, dass sie einen der schönsten der Welt besitzen und lassen wirklich nicht jeden da rein. Geplant war eigentlich nur der Style der Klamotten und die Zusammenstellung der Modelle, der Rest musste vor Ort entschieden werden. In der Manege hatten wir nur 1,5 Stunden Zeit, aber ich war nach 30 Minuten fertig. Den Rest des Tages haben wir auf dem restlichen Gelände gearbeitet und sehr viele schöne Bilder gemacht. Es war unglaublich, wie wir von den Zirkusleuten hofiert wurden. Die Manege wurde komplett hergerichtet und der Lichttechniker wurde extra für uns schon am Morgen bestellt. Ohne Beziehungen läuft da gar nichts. Zum Glück ist einer meiner besten Freunde ein guter Bekannter des Chefs Bernard Paul.



Elle:
Mediengestaltung und Fotografie, beides ist auf das Visuelle ausgerichtet und oftmals entwickelt sich aus dem ersten Bereich dann die Liebe zur Fotografie. Wie war das bei dir?

Jens Burger:

Jau! Bei mir war es ein Kunde, der unbedingt die aktuelle Sonnenbrillen-Kollektion mit einheimischen “Modellen” bewerben wollte. Der Etat war so groß, dass ich mir eine Canon und ein Studio Starter Set leisten konnte. Die Models habe ich dann bei uns über eine Zeitungsanzeige gesucht und sie haben mir die Bude eingerannt. :) Das hat tierisch Spaß gemacht und dann hab ich einfach weitergemacht und gemerkt, dass da was ist, was ich besser/anders kann, als andere. Das ist jetzt erst kapp 6 Jahre her. Seitdem ist viel passiert…



Elle:
Wenn du einen Auftrag erhälst, der an ein Fotoshooting gekoppelt ist, fällt es dir da leicht, deine eigenen Ideen durchzusetzen, wenn der Kunde ganz bestimmte Vorstellungen hat, die du nicht für effektiv hälst. Wie überzeugst du ihn von deinem Konzept?

Jens Burger:

Ich habe ein sehr sicheres Auftreten:) – außerdem nehme ich Aufträge, bei denen ich nicht kreativ sein darf, nicht an. Das kommt aber nur sehr selten vor…



Elle:
Deine professionellen und hochwertigen Foto-Produktionen sind sehr gefragt, Portrait, Beauty, Fashion, Glamour, Dessous, Teilakt, Takt, PinUp/Burlesqaue, Bands etc. Gibt es einen bestimmte Kategorie, die du ganz besonders gerne “bildhaft umsetzt”?

Jens Burger:

Am besten bin ich im Bereich Beauty, Trash und Portrait. Ganzkörperaufnahmen mache ich nicht so gern, weil ich da zu weit vom Objekt entfernt bin und auf den Bildern die Augen nicht zu sehen sind. Die Augen sind für mich das Aufregendste…



Elle:
Wie schätzt du die deutsche Model-Szene ein? Welche konkreten Voraussetzungen sollte ein Model haben? Nach welchen Aspekten wählst du persönlich aus?

Jens Burger:

Ich hatte mich vor kurzem erst mit vielen Leuten bei Facebook über genau dieses Thema “in der Wolle”. Ich bin kein Freund von übermäßig dünnen Modellen und habe mich sehr über die Gewinnerin von “Das perfekte Model” geärgert. Hier wird den jungen Mädchen eine vollkommen falsche Richtung gezeigt. Solche Castingformate haben eine große Macht und stellen den Horizont für viele junge Mädchen dar.



Elle:
Die Arbeit, das Fotografieren soll bzw. macht auch Spaß. Kannst du dich an ein Shooting erinnern, bei dem dieser Faktor besonders gegeben war oder total fehlte?

Jens Burger:

Zu lachen gibt es immer sehr viel, denn die Stimmung bei einem Shooting ist für alle Beteiligten sehr wichtig. So ist es auch bei 99% alles Shootings. Als Negativ-Beispiel erinnere ich mich an ein Model aus der Schweiz, die beim Shooting immer ihr Handy neben sich liegen hatte und bei der Durchsicht der Fotos auf der Kamera einfach alle Bilder gelöscht hat, die ihr nicht gefallen haben.



Elle:
Die Gitarre ist dein ganz besonderer Freund. Du rockst auf der Bühne mit den Monsters of Liedermaching. Wer steckt noch dahinter? Und wie bekommst du Familie, Agentur und Hobby, alles unter ein Dach? Das erfordert doch ein ziemliches Zeitmanagement.

Jens Burger:

Ja das stimmt, die Musik ist seit über 20 Jahren ein fester Bestandteil meines Lebens. Aber natürlich steht die Familie immer im Vordergrund. Sie ist es gewohnt, dass ich nicht viel Zeit habe. Call me workaholic! :)



I’m coultique, because I shoot girls.

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