Be Coultique – Felix Rachor


Für ihn zählt das Ergebnis, ob spontan entstanden oder als aufwändiges Projekt. Fotografie ist für ihn immer wieder eine Herausforderung. Die Rede ist von dem international tätigen Fotografen Felix Rachor aus Berlin. Mit Leidenschaft setzt er Kampagnen und Produktionen um, geht aber auch immer wieder mit Begeisterung an freie Projekte.



Elle:
Du bist in Berlin geboren und auch aufgewachsen?

Felix Rachor:

Nein, ich bin in Süd-Österreich (Eisenkappel / Kärnten) geboren. Dort, wie auch in Frankreich, Schweiz und in Deutschland aufgewachsen und nach 18 mal Umziehen jetzt in Berlin gelandet.



Elle:
Die Fotografie ist dein Medium. Du möchtest den Betrachter immer wieder in neue fantastische Bildwelten eintauchen lassen. Wie würdest du selbst deinen Stil definieren?

Felix Rachor:

Ich habe mich eigentlich immer gewehrt einen eigenen Stil zu haben, aber mittlerweile kann ich ihn nicht ganz leugnen. Ich mag es aufgeräumt, konzentriert auf das Wesentliche, Menschen in fremde Welten zu entführen aber auch die Natürlichkeit und Ehrlichkeit in Portraits.



Elle:
Du bist nicht nur Fotograf, sondern Fototrainer. Über Fotomafia werden Workshops und Seminare angeboten. Was wird genau offeriert und an wen richtet sich das Angebot. Können auch Einsteiger, sprich Anfänger an einem Online-Kurs teilnehmen?

Felix Rachor:

Ich werde zumeist von diversen Veranstaltern gebucht, wie kürzlich auf der Photokina für Phase One, FotoTV, etc., aber auch auf www.fotomafia.org biete ich immer wieder Neues an, wie die Onlineseminare, die immer wieder neue Themen haben, so ist für jeden sicherlich mal was dabei. Man kann mir zusehen wie ich arbeite und mich dann an-chatten.



Elle:
Die fotomafia.org ist aber auch eine Plattform, die Shootings der besonderen Art anbietet, über Ateliervermietung bis hin zu Kooperationen, interessanten Aktionen und Veranstaltungen, Events.

Felix Rachor:

Die letzte Zeit hatte ich sehr viele Produktionen. Aus Zeitmangel kann ich auch nicht alle Aufträge annehmen, aber es wird sich 2013 einiges verändern, denn ich werde das Angebot nochmals ändern. Es wird (wenn es wieder soweit ist) größere Workshops geben. Ich denke über 2-3 Montage Privatausbildungen nach und bin gerade dabei ein gutes Team für eigene DVD Produktionen zusammen zu stellen (brauche nur noch ein gutes Kamerateam).



Elle:
Phase One ist ein großes neues Thema für Fotografen. Du arbeitest auch damit, wie sind deine bisherigen Erfahrungen? Mittlerweilen ist die neue Phase One 645DF+ auf dem Markt. Was sind die Vorteile, außer einer sehr hohe Betriebszeit, was für die professionelle Fotografie sehr hilfreich ist. Wie beurteilst du die Software?

Felix Rachor:

Sehr hohe Betriebszeit? Es gibt sehr viele Vorteile von Mittelformat (Auflösung, Tiefendynamik, Verzerrung, etc. etc.). Bei der neuen Phase One 645DF+ hat nichts WESENTLICH verändert. Die Mechanik wurde überarbeitet und sie ist jetzt mit noch mehr Objektiven kompatibel. Ich finde es toll, das Phase One eher und die Weiterentwicklung und Stärkung des vorhandenen Instruments investiert, weniger in Neuerungen die kein Profi braucht bzw. die nicht richtig funktionieren.



Elle:
Im Mai diesen Jahres hast du eine tolle Strecke mit dem brasilianischen Model Bruna realisiert. Bruna ist sehr professionell und in kürzester Zeit war alles sozusagen im Kasten. Was muss ein Model für dich persönlich vorweisen, um für deine Shootings geeignet zu sein?

Felix Rachor:

Bruna ist fantastisch, mit ihr will ich auf jeden Fall nochmal shooten. Ich arbeite gerne mit professionellen Modellen, aber mindestens genau so gerne mit sehr charakteristischen Menschen. Wenn es allerdings um Produktionen geht, muss geschaut werden welches Mädchen/Typ am besten passt.



Elle:
Deine wunderschöne Freundin Wanda ist auch Model und sehr wandelbar. Gibt es, wenn man sich enger kennt, Spannungen beim Shooting oder ist die Vertrautheit da ein ganz großes Plus?

Felix Rachor:

Wir sind das beste Team ever! – egal in welcher Hinsicht, ob beim Shooting, wenn sie mir hilft oder assistiert, privat sowieso und auch bei unseren Interessen sind wir auf einer Wellenlänge. Das das nicht normal ist weiß ich aus meinen vorhergehenden Beziehungen.



Elle:
Welche Eindrücke hattest du von der Photokina 2012?

Allgemein:

Ich habe viele Leute getroffen, wurde überall angesprochen, sodass ich zwischen meinen Shows und Vorträgen kaum dazu kam mir die Messe anzusehen. Die Leute sind aber sehr gut drauf und es ist durchaus aufregend sich neue Technik anzusehen, auch wenn für mich er Inhalt weit mehr zählt.

Dennoch paar kleine Tipps von mir:
Phase One: tritt mit Profis auf, so wie man das von der Spitze erwartet.
BULLMANN: kommt mit einem neuen Stativ daher, welches mir persönlich sehr zusagt
ASUKABOOK: macht tolle Bücher, die ich als Portfolio für Profis empfehlen würde, die ihre Bücher in den Agenturen abgeben müssen.
NOVOFLEX: macht tolle Baukastensysteme um Kameras und Blitze zusammenzubauen auf individuelle Art
WACOM: immer noch einsame Spitze (ich retuschiere gerne und habe mir deswegen das Cintiq 24HDtouch gekauft
FotoTV: Ich habe großen Respekt vor deren Arbeit, sie machen echt viel und organisieren auf den Punkt.
HENSEL: macht super stabile, und vernünftige Technik (ich liebe den Porty)
Elinchrom: mag den Ranger Q sehr (das kleine ding will ich unbedingt mal mitnehmen auf eine Party und die FashionOpfer fotografieren)
Profoto: hat einen neuen (schweineteuren) Akkugenerator mit 25.000/s Abrennzeit rausgebracht, wow
Canon & Nikon: haben große Stände, viele Vorträge und waren allerdings weniger interessant für mich



I’m coultique, because I´m changing every time.
Ich liebe die Veränderung und so auch in meiner Fotografie. Ich muss immer wieder was anderes machen und mein Leben /Job auch ständig verändern. Dabei werde ich aber in der Fotografie bleiben, 2013 wird spannend.



Nähere Infos zu den Seminaren und Workshops hier: www.fotomafia.org

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2 Kommentare

  • Marlene Bitzer am 30.09.2012 um 19:40 Uhr:

    Huihhhh! Schöne Bilder, saubere Arbeit und jede Menge schräge Ideen! Gefällt mir mehr als sehr! :-)

    • Elle am 14.10.2012 um 19:21 Uhr:

      Dankeschön, Marlene!

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