Be Coultique – Edgar Berg


Edgar Berg ist ein junger und ehrgeiziger Grafikdesigner und Fotograf aus Dortmund, der Corporate Designs für verschiedene Einsatzgebiete umsetzt und sich auf Motiongraphics spezialisiert hat. In der Fotografie hat er seinen Schwerpunkt auf Fashion- und Beauty-Fotos gelegt.



Elle:
Eine Standardfrage – wie bist du zur Fotografie gekommen? Wann hattest du das Gefühl, dass es mehr als ein Hobby oder eine kurzfristige Leidenschaft ist?

Edgar Berg:

Ja, die Frage habe ich schon einige Male gehört :) Vor 4 Jahren habe ich mich entschlossen Grafikdesign in Dortmund zu studieren. Damals hatte ich noch keinen blassen Schimmer von Fotos und wollte auch nie wirklich mehr in die Materie eintauchen. Irgendwann habe ich dann ein Mädchen kennengelernt, das mich zur Fotografie inspirierte. Fortan entwickelte ich mich tagtäglich weiter, nach und nach wurde aus einem Hobby eine Leidenschaft.



Elle:
Bei deinen Fotostrecken hatte ich den Eindruck, dass du besonderen Wert auf die Natürlichkeit deiner Bilder legst und bei den Outdoor-Aufnahmen gerne mit dem natürlichen Tageslicht spielst. Du benutzt eine Canon Eos 5D Mark II fullframe camera. Was beachtest du bei deinen Tageslicht-Aufnahmen und welche Objektive setzt du für die Modefotografie ein?

Edgar Berg:

Ja NATÜRLICHKEIT wird bei mir groß geschrieben. Ich finde diese inszenierten und aufgesetzten Fashionfotos zwar auch interessant, aber auf Dauer eher langweilig. Bei Tageslicht-Aufnahmen ist vorallem wichtig das Licht zu “lesen”. Vor einem größeren Outdoor-Shooting scoute ich mehrmals die Location, um den Lichteinfall für bestimmte Aufnahmen perfekt in Szene setzen zu können. Festbrennweiten-Objektive sind für meine Art von Aufnahmen auf jeden Fall die richtige Wahl. Konkret benutze ich das 50mm 1.4, 85mm 1.8 und das neue Tamron 24-70mm 2.8 VC. Letzteres kommt übrigens zu 70% zum Einsatz.



Elle:
Für dich ist es sehr wichtig, dass der Betrachter emotional eine Bindung zu deinen Fotografien bekommt. Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte. Ich denke, dass man mit der Darstellung der Sichtweise des Fotografen zu seinen Werken sozusagen ein “Sahnehäubchen” draufsetzt und deswegen auch dein Interview. Wie würdest du deinen persönlichen Stil beschreiben?

Edgar Berg:

Meine Intention ist es tatsächlich, den Betrachter emotional einzubinden und ihn zu fesseln. Dieses Statement liest man eigentlich bei jedem Fotografeninterview, aber es ist wahr. Die Kunst ist es, eine Bindung aufzubauen, sei es durch die Mode, Emotion oder einfach durch die Bildästhetik, die wahrscheinlich die meisten Leute fesseln dürfte. Mein Stil ist eine Mischung aus dynamischen, emotional geladenen Bildern mit einem Touch (vielleicht ein größerer Touch) Fashion und der Natürlichkeit, gegeben durch das Tageslicht.





Elle:
Was heißt für dich Inspiration? Gibt es große bekannte Fotografen, die dich beeinflussen?

Edgar Berg:

Inspiration kann für mich alles sein. Mich inspirieren viele Dinge, beispielsweise der alltägliche Gang zum Supermarkt oder eine Kunstausstellung. Wenn man mit offenen Augen durch die Welt geht, findet man viele interessante Dinge, die dann auch mit in die eigenen Arbeiten einfließen. Bevor ich mit der Fotografie anfing, bin ich auch eher mit Scheuklappen herumgelaufen. Jetzt freue ich mich jedes Mal, wenn ich eine schöne Lichtsituation oder eine potentielle Location sehe. Fotografentechnisch ist der Herr Lindbergh eine Inspiration. Seine Bilder leben einfach und kommen immer authentisch rüber und vermitteln eine Stimmung, die man nicht in Worte fassen kann. Der Typ hat’s einfach drauf ;)



Elle:
Vor kurzem hattest du Geburtstag. Warst du auf deiner Party dann auch nur am “Knipsen”. Wie ist das so ganz privat, z. B. beim Feiern, bei Events, Urlaub, ist da auch die Kamera stets dabei oder gönnst du dir auch mal eine Auszeit?

Edgar Berg:

Ausserhalb meiner Shootings habe ich die Kamera zu 99% nicht dabei. Ganz einfach aus dem Grund, dass ich auch mal meine “kreative Pause” brauche :)





Elle:
Gehe ich recht in der Annahme, dass du kein “Kostverächter” bist, bezogen auf das Essen. Food-Fotografie – Könntest du dir vorstellen, mit einem Food-Stylisten ein originelles Rezeptbuch umzusetzen oder ist das ein Gebiet, dass dich fotografisch überhaupt nicht interessiert?

Edgar Berg:

Essen ist eines meiner größten Hobbies neben der Fotografie. Ich probiere mich auch gerne mal als Koch in der Küche aus. Für ein Fotoshooting braucht man ja auch verschiedene Zutaten, die optimal kombiniert werden müssen, daher ist es ein nice Training, um in Form zu bleiben, haha. Hast du gerade ein Rezeptbuch in Planung? Ich bin dabei! Desöfteren bin ich auch in anderen Bereichen der Fotografie unterwegs. Den größten Spass habe ich allerdings an Modeshootings, welche ich von vorne bis hinten komplett durchkonzepiere.



Elle:
Was steht demnächst an und welche Zukunftpläne hast du?

Edgar Berg:

Im Moment studiere ich noch und möchte nächstes Jahr dann endlich meinen Bachelor fertig machen. Danach wird es definitiv für eine ganz Weile ins Ausland gehen, um neue Inspiration zu tanken und etwas von der Welt zu sehen. Wo es mich dann hinverschlägt, hat sich dann hoffentlich auch herauskristallisiert.



Elle:
Merci für dieses Interview!

I’m Coultique, because I got da lensflarez.



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