Be Coultique – Christopher Rausch

Christopher Rausch ist 25 Jahre alt und kommt aus Bonn. Nach seinem Abitur absolvierte er bei dem Fotografen Lars Behrendt eine Fotografen-Ausbildung. Das Arbeiten im Team war perfekt und klappte optimal, sodass die Beiden 2011 die Behrendt & Rausch Fotografie gründeten.



Elle:
Wie kamst du zur Fotografie oder hast du dich zuvor auch in einem andreen Berufszweig umgeschaut?

Christopher Rausch:

Nach etwas anderem habe ich mich nicht umgesehen. Zur Fotografie kam ich durch die Musik. Früher habe ich in einer Band gespielt und hatte viele Kontakte zu anderen Musikern. Diese habe ich dann auch öfters während den Konzerten fotografiert. Nach meinem Zivildienst habe ich mich bei meinem jetzigen Geschäftspartner, Lars Behrendt, vorgestellt und bewarb mich für einen Ausbildungsplatz. Nach Beenden meiner Ausbildungszeit, arbeiten wir seit Januar 2011 als Fotografen-Team national/international.



Elle:
Siehst du in der Team-Arbeit im Duo mehr Vorteile oder gibt es auch Situationen, wo man sich zusammenraufen muss? Ist es wichtig, die gleiche Wellenlänge zu haben oder bereichert es auch in der Fotografie differenzierte Auffassungen zu haben?

Christopher Rausch:

Als solide und vertrauensvolle Basis sollte man selbst verständlich auf einer Wellenlänge sein. Jedoch ist es ebenso wichtig eine eigene Meinung zu haben und zu äußern, so bleibt man in einem ständigen Austausch und diskutiert über Ideen, Umsetzungen und anstehende Termine. Jeder profitiert von den Erfahrungen und der Kreativität des anderen.



Elle:
Deine Stärken liegen im Bereich der People/Portrait/Modefotografie, Hauptsache Thema Mensch. Landschaftsaufnahmen ist auch hohe Kunst der Fotografie, bei denen man mit dem Spiel von Licht und Schatten und besonderen Techniken, Emotionen, wie z.B. Sehnsucht nach Natur, Freiheit, Reisen wecken kann. Wäre dies dennoch auch mal ein Thema für dich persönlich.

Christopher Rausch:

Während der Ausbildung fand ich die Arbeiten von Ansel Adams immer faszinierend und sehe die Fotos als großartige Werke an, auch weil so viel alte analoge Technik dahintersteckt. Ich schaue mir gerne interessante Landschaftsaufnahmen an, aber den Drang selbst solche Aufnahmen zu machen habe ich nicht. Ich habe schnell gemerkt, dass ich für diesen Bereich der Fotografie nicht gemacht bin, sondern Menschen vor der Kamera brauche. Menschen, die einem Geschichten erzählen und von denen man lernt.





Elle:
Wie gehst du an Auftragsarbeiten ran, wird auch mal versucht den Auftraggeber von einem anderen Konzept zu überzeugen?

Christopher Rausch:

Das ist ganz unterschiedlich – am besten ist es natürlich, wenn beide Seiten zufrieden mit den Ergebnissen sind und es zu keinen Missverständnissen kommt. Deswegen können Briefings vor einem Auftrag sehr hilfreich sein. Es kommt aber auch oft vor, dass man nicht alles planen kann und mit jeder Situation zurecht kommen und das Beste rausholen muss. Wenn ich während des Auftrags eine Idee für ein weiteres nicht abgesprochenes Motiv bekomme, setze ich diese auch um, so lange die Zeit dafür da ist. Die Kommunikation mit dem Kunden ist mit das Wichtigste und sollte nicht unterschätzt werden.





Elle:
Was hälst du von analoger Fotografie? Die digitale Fotografie mit ihren Bildbearbeitungsmöglichkeiten hat heute fast nur eindeutige Vorteile. Allerdings ist die Bildauflösung bei Schwarzweiß-Aufnahmen gegenüber vergleichbar guten analogen Filmen und Objektiven schlechter.

Christopher Rausch:

Ich besitze diverse analoge Mess-Sucher- und Spiegelrefelex-Kameras, die ich auch noch oft und sehr gerne benutze. Vor allem bei Mode-Aufträgen oder bei Portait-Terminen fotografiere ich, wenn es die Zeit erlaubt, auch auf Film. Wobei ganz klar das Digitale im Vordergrund steht und auch überwiegend vom Kunden verlangt wird, da er auf schnellstem Wege mit dem Material weiterarbeiten will/muss und nicht auf das Entwickeln und Einscannen der Filme warten kann.

Es ist einfach ein anderes, nicht konkret zu beschreibendes Gefühl, wenn man auf Film fotografiert – es ist etwas ursprüngliches.



Elle:
Denkst du, dass es als Fotograf wichtig ist technisch auf dem neuesten Stand zu sein?

Christopher Rausch:

Auf dem neusten Stand der Dinge zu sein, finde ich notwendig. Ich informiere mich im Internet z.B. über Firmware-Updates der Kameras oder neue Hardware-Konfigurationen und versuche alles für mich wichtige und relevante zu lesen. Ich bin der Meinung, man muss sein technisches Handwerk beherrsche, um zu einem guten Endergebnis zu gelangen.



Elle:
Wenn man beruflich Fotograf ist, sieht man dann die Welt mit anderen Augen?

Christopher Rausch:

Je mehr man mit dem Thema Fotografie verwurzelt ist, um so mehr und stärker begleitet sie einen im Alltag. Man denkt in Fotos und sieht manche Situationen wie durch einen Sucher der Kamera. Durch die Fotografie habe ich viele Bereiche und Länder gesehen, die ich vielleicht ohne die Kamera nicht erkundet hätte.



I’m coultique, because.. Ich kann das machen, was mir am Herzen liegt – nämlich fotografieren. Diesen Zustand genieße ich jede Sekunde und versuche so viele Erfahrungen wie möglich zu sammeln.

Webseite Christopher Rausch
Webseite Behrendt und Rausch

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Ein Kommentar

  • Philipp am 11.05.2012 um 06:48 Uhr:

    Schön wie man einen Dachpool in Szene setzen kann.

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