World of imaging – Photokina 2012 – Rückblick

Die weltweit bedeutendste Messe Photokina öffnete vor ein paar Tagen wieder ihre Türen. Es ist eine der bedeutensten Messe der Foto- und Imaging-Branche und findet im Turnus von 2 Jahren statt. Auf rund 200.000 m² stellen allen zwei Jahre um die 1600 Aussteller aus ca. 50 Ländern ihre Produkte und Dienstleistungen aus. Im Jahr 1954 war die Kamera mit eingebautem Belichtungsmesser Kondak Retina IIIc und 1964 der Super-8-Film der Renner, 1976 die Sofortbildkamera, 2008 die videofähige, digitale Spiegelreflexkamera Nikon D90 und 2012 Videokameras. Es war aber auch wieder ein Treffpunkt für großartige Fotografen und Fotokünstler.



Herzlichen Dank an André Hünseler und Jens Burger, die mir die Frage: „Wie war dein Eindruck von der Photokina 2012 in Köln, bzw. was war für dich das Highlight dieser internationalen Messe rund ums Bild?“ beantwortet haben.


André Hünseler:
Ich fand die Photokina wie jedes Jahr sehr spannend. Das heißt so spannend wie eine Messe eben sein kann, denn was es da gibt, kennt man oft schon im Vorfeld aus dem Internet – hier kann man’s dann halt nur auch mal selbst in die Hand nehmen und testen. Generell hat die Photokina das gleiche Problem wie auch das ein oder andere Musik-Festival, das ähnlichen Kult-Status genießt: Sie ist einfach zu groß. Vieles gibt’s doppelt und dreifach, besonders Hardware/Zubehör, so kann man auch eh nicht alles sehen, wenn man nicht mindestens mehr als einen Tag auf der Messe verbringt. Gut finde ich allerdings die thematische Aufteilung der Aussteller in den Hallen – so muss man zumindest nicht unnötig viel rumlaufen, wenn man denn weiß, was einen interessiert, bzw. was man alles getrost auch nicht unbedingt sehen muss.

Mein persönliches Highlight war der Familientreffen-Charakter – hab‘ unheimlich viele Leute aus der Photoshop-, 3D- und Post-Szene wieder getroffen, die ich sonst selten sehe. Auch die glass-free 3D Displays von http://real-eyes.eu/ haben mich ziemlich umgehauen – ich bin sonst eher ein 3D-Muffel und finde das alles unnötig und selten qualitativ gut, aber besagte RealEyes Displays waren für mich wie Realität gewordene Science-Fiction, einfach fantastisch! Mein persönliches Negativ-Highlight war übrigens die unfassbare Inkompetenz am Wacom-Stand. Da wurde gern Standardprogramm abgespult, aber wenn man mal mit wirklich klaren und wichtigen Fragen kommt, hat niemand ’ne Ahnung und man bekommt nur Fehlinformationen. So hatte ich den Spaß, dass ein Mitarbeiter den Produktmanager für Intuos einfach mal umgetauft hatte, weshalb der Mann nicht zu finden war und niemand von ihm wusste. Als das dann geklärt war, war derjenige nicht da, hatte auch keine Business Cards und ich hab einen schönen Schmierzettel mit Kontaktdaten bekommen – immerhin – als ich dann aber auch noch einen ArtPen bei denen kaufen wollte, teilte man mir mit, dass es diese im mStore-Bus gäbe. Nach laaangem Anstehen dort wurde mir dann aber auch erklärt, dass die keine haben, nie welche hatten und davon gar nichts wüssten. Messe-Demenz oder so. Better Luck next time…

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Jens Burger:
Ich war insgesamt 5 Tage bei der Photokina. Das war auch gut so, denn ich habe ständig Leute getroffen und mich alle paar Meter festgequatscht. 4 Tage wäre fast zu wenig gewesen um alles zu sehen Ich hatte wirklich viel Spass! Ich habe sogar hin und wieder Autogramme geschrieben, was mir als Fotograf noch nie passiert ist. Das hat mich sehr geehrt. Auch die Abende nach der Messe waren sehr ereignisreich. Es gab viele tolle Parties und Meetings / Essen in tollen Restaurants mit unglaublichen Menschen.

Besonders hervorheben möchte ich die Halle 9 mit den ganzen Lichtherstellern wie, Hensel, Elinchrom und wie sie alle heißen. Außerdem waren da die emsigen chinesischen Kunstlichthersteller, die ich unglaublich interessant fand. Weiterhin war ich vom Stand der „Foto Community“sehr angetan. Diese Leute haben ein sehr interessantes Programm auf die Beine gestellt. Bemerkenswert weiterhin: Der Schweizer Kunstbuchhersteller „Asuka“, der wirklich tolle Qualität und tolle Ideen anbietet – der stylische Stand von „Enjoy your Camera“, der dem Ansturm wegen seiner geringen Größe kaum gewachsen war – die netten Leute bei Hasselblad – das Show-Studio bei Leica, wo richtige Projekte durch große Fenster beobachtet werden konnten – die Showbühne bei FujiFilm mit Peter Hawk, Piet van den Eynde und Bernie Kaspar.

Was mir negativ aufgefallen ist, war dass unfassbar viele Besucher riesige Statussymbole in Form von Kameras und Teleobjektiven mit sich herum geschleppt haben. Mir wurde klar, warum, als ich zufällig ein Live-Erotik-Shooting mit Manfred Baumann mitbekam, bei dem ein Andrang herrschte, wie bei einem Rock-Konzert. Das Model öffnete die Bluse und (ungelogen) 300 Teleobjektive gingen hoch und feuerten drauf los. Das war mir sehr peinlich, für alle Beteiligten ganz besonders, weil alles genau aus diesem Grund dort inszeniert wurde.

Ich freue mich sehr auf die nächste Photokina!

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Nochmals DANKESCHÖN! See you there photokina 2014!

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