Pierre Leszczyk – Vampire Legends


Vampir, eine blutsaugende Gestalt aus der slawischen und rumänischen Mythologie, die das Licht scheut und sich von Blut ernährt und mit übernatürlichen Kräften ausgestattet ist. Der wohl bekannteste seiner Gattung, Graf Dracula, Vlad III. Drăculea, wurde wegen seiner Hinrichtungsmethode durch Pfählung gefürchtet und war ein gewöhnlicher, aber grausamer Zeitgenosse. Seine grauenvolle Taten inspirierten den irischen Schriftsteller Abraham „Bram“ Stoker Anfang des 19. Jahrhunderts zur Erschaffung der Romanfigur Dracula.

Diese blassen und vornehm wirkenden, unsterblichen Gestalten faszinieren bis heute und sind in vielen Filmen ein großes Thema. Man erinnere sich an Roman Polanski “Tanz der Vampire oder an Catherine Deneuve und David Bowie in “The Hunger”, an “Van Helsing”, “Nosferatur” mit dem exzentrischen Kinski oder an den legendären Dracula, Christopher Lee. Mein persönlicher Favorit: “Interview mit einem Vampire”.

In einer beeindruckenden schaurig-schönen Weise hat der bekannte Fotograf und Fotokünstler Pierre Leszczyk, der in seine fotografischen und künstlerischen Arbeiten die Romantik miteinfließen lässt und Emotionen wie Sehnsucht, Melancholie mit Sinnlichkeit und Erotik verbindet, dieses Thema aufgegriffen.

Elle:
Pierre, was hat Sie dazu bewegt diese Foto-Serie zu realisieren? Die Strecke erzählt eine komplette Geschichte.

Pierre Leszczyk:

Nun, der Stein zu der Geschichte kam ins Rollen, als mich Stephanie Krüger von Fokus TV anrief und mir sagte, sie sei im Internet über meine fotografischen Interpretation von Dracula gestoßen und da sie gerade den aktuellen Hype um “Twilight” aufgreifen und gerne eine passende Dokumentation drehen würden, welche dann auf Pro 7 ausgestrahlt werden würde, wurde ich gefragt ob man nicht ein Drehteam bei einem Shooting vorbei senden könnte. Nach einigen Gesprächen wurden wir uns einig und da ich persönlich Geschichten liebe die spannend und mysteriös sind und das Thema Vampire in den Jahren vor Twilight eine wichtige Rolle meiner künstlerischen Arbeiten gespielt hat, wurde es Zeit den Geist Anne Rice und der Stimmung “Interview mit einem Vampir” wieder auferstehen zu lassen und damit die Zeitreise der Vampirthematik herauszuarbeiten. Nach einigen Telefonaten mit Schloss, Modellen etc. war klar, wir wollten eine opulente und dekadente Zurschaustellung dieses Themas umsetzen. Auf Basis dieser Grundgedanken entstand folgende Geschichte.



Wir schreiben das Jahr 1780.

Bad Arolsen

Starkall, jüngster Sohn einer venezianischen Kaufmannsfamilie, wurde in der Zeit der Renessaince in der Lagunenstadt La Serinisima geboren und in frühen Jahren in einen Vampir verwandelt. Es existieren Legenden, wer der Übeltäter gewesen sein könnte,doch darauf wollen wir in unserer Geschichte nicht näher eingehen. Wir wissen lediglich, dass er schon zur Jugend sein Geld als Dandy in den Freudenhäusern Venedigs und beim Glückspiel vertan hat. Auf seinen Reisen durch Europa begegnet er einem Vampir Paar aus dem alten Paris, von dem wir im Laufe der Geschichte noch Weiteres erfahren werden. Da seine Vorliebe und seine Durchtriebenheit nach wie vor vor allem junge schöne Damen in seine Arme treibt und er mit ihnen Katz und Maus spielt, nehmen seine Begleiter die Rolle der Moral ein und ziehen mit ihm gemeinsam durch Europa.



Ahhh. Dresden, welch Freude es ist an den Gelüsten des Rokoko teilzuhaben und die Opern von Händel in der Dresdner Oper zu genießen.





Unser Trio befindet sich auf der Durchreise von Dresden nach Florenz, auf dem gemeinsamen Weg folgten sie einer Einladung des Schlossherrn zu Bad Arolsen, um an diversen Bällen die gähnende Langeweile zu vertreiben. Wir sehen den Chevalier Starkall in den Räumlichkeiten zu Bad Arolsen, wo die Geschichte ihren Anfang nimmt….. Nach einer langen Anreise und den ersten Erfrischungen in der neuen Herberge ist man der förmlichen Einladung des Schlossherrn gefolgt. Da Einladungen wie diese einen gewissen Anstand erwarten lassen, ist unser Vampir Trio erschienen, wohlwissend, dass dies einmal wieder ein Abend, der so häufig vorkommenden Langeweile werden würde. Einzig die Hoffnung auf den einen oder anderen Appetithappen und eines Tropfens frischen Blutes hält unsere Gemeinschaft davon ab, das Parkett zu verlassen.


Gabriel, ein mächtiger Vampir, lebte lange im alten Europa. Um genau zu sein in Paris. Die vielen Bälle und Anlässe trieben viel adeliges Blut in seinen Körper.



Das alte eingesessene Haus, dem er angehörte, lebte nach strengen Ritualen, die er seit dem Zusammensein mit Madmoiselle Obscura in Frage stellt. Durch sie lernte er wieder seiner menschliche Seele einen Hauch Leben mitzugeben. Er hält Starkall unter seinen Fittichen so gut er vermag, da er um seinen Charakter weiß.



Der Abend schreitet voran und die Tochter des Schlossherrn, Madmoiselle Ophelia Overdose, erscheint in der Tür, um ihre Besucher zu begrüßen. Die Leichtigkeit ihres Auftretens und ihre Schönheit nehmen unseren Grafen Starkallen in seinen Bann. Wie hypnotisiert blickt er zu der jungen Holden, die von dem Auftreten des jungen Edelmannes eingeschüchtert wird. Ihre Zurückhaltung und ihre Bescheidenheit wecken nur noch mehr das Verlangen Starkalls. Für ihn steht fest, Madmoiselle Ophelia muss er besitzen und von ihrem Blut kosten. Ja, er möchte sie verwandeln und als seine Gefährtin.





Das ist genau die Situation, die Obscura und Gabriel gefürchtet hatten, und sie werden versuchen, dies mit ihrer Macht zu verhindern. Es herrscht in den Schlossräumlichkeiten eine zum Schneiden angespannte Luft.

Wir sehen Starkall, der seine Vampirreize immer intensiver bei Ophelia einsetzt. Er umgarnt sie wie eine Schlange vor dem ersten Biss und genießt jede Sekunde dieser kleinen inszenierten Jagd. Madmoiselle Ophelia, die nicht weiß wie ihr geschieht, spürt einen Wandel ihrer Gefühle. Die Schüchternheit und Zurückhaltung löst sich auf in ein brennendes Verlangen.

Dieser junge gut aussehende Edelmann mit dieser charismatischen Ausstrahlung, die ebenen Gesichtszüge und dieser Glanz in seinen Augen…. Ophelia fühlt sich wie trunken und wird in diesen Strudel der Macht hineingezogen.



Die Situation spitzt sich zu und es kommt zum Duell der Vampire. Aus historischen Gründen greift man zu Degen, Säbel und Stilett, wobei die Waffen nur die Verlängerung ihrer vampirischen Fähigkeiten sind. Die Situation ist klar. Die Überhand Gabriels würde zum Schutz der holden Ophelia führen und somit ihr Leben retten.











An dieser Stelle greift Gabriel ein, der dieses Spiel schon zulange als bloßer Zuschauer betrachtet hat, und fordert den Grafen auf sich von ihr zu lösen und nicht nur der Gastfreundschaft wegen von ihr zu lassen. Der Disput, der daraus entsteht, ist heftig, geht es nicht zuletzt auch um die Frage der Macht und Ehre des Vampires. Zulange hat Starkall schon zugesehen wie die beiden Vampire versuchen, ihn in einen moralischen Vampir zu verwandeln, der er nie gewesen ist. Er muss Ophelia besitzen, das ist das einzige, was hier von Belang ist. Durch die sich zuspitzende Situation schaltet sich nun auch Obscura Motifera ein, die unsere junge Holde aus der brenzlichen Situation herausbringen möchte.

Es passiert das Unvorhergesehene. In einem unachtsamen Moment reißt sich Ophelia von Obscura los und folgt dem Klang des Stahls auf Stahl und will herbeieilen, um den Zwist zu schlichten. Eben bei ihrem Eintreffen befindet sich Gabriel in einem rückwärtigen Ausholschritt und schwingt die Klinge. Es passiert das Unglück, was er zu vermeiden suchte. Durch eine unglückliche Fügung verletzt Gabriel Ophelia tödlich. In diesem Moment realisiert er das volle Unheil.



Starkall, der dem fassungslos gegenüber steht, ergreift die Tat und umschlingt die im Sterben befindliche Ophelia. Die Zeit arbeitet gegen ihn und in jenem Moment erlöscht er ihr sterbliches Leben und schenkt den dunklen Kuss der Ewigkeit.






Ophelias Körper stirbt und sie wird in Form eines mächtigen und wundervollen Vampirs wiedergeboren. Ihr Durst als Kind des Hofes der Nacht ist unstillbar, die erste Nacht, in der sie noch im Taumel des Blutes ihr neues Leben entdeckt.





Man sagt, noch heute wird dieses Quartett regelmäßig auf Festen und Bällen für einen kurzen Augenblick gesichtet. Es gibt viele Sagen und Mythen, über diese doch hier zu erzählen, sprengt den Rahmen.



Dunkle Grüße



Elle:
So seid bedankt! Es ist mir stets eine Freude!


Webseite

Fanpage

Share and Enjoy

Pinterest
All images in coultique.com are copyright restricted for coultique,
the artist or label. No reuse of images without express permission.

Leave a Comment


Name*
E-Mail*
Website

* Diese sind Pflichtfelder und müssen ausgefüllt werden. Die E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht!