Manuel Jacob – Ein Foto kann eine Liebeserklärung sein

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Die Fotos, oder besser gesagt Photo-Artworks des Münchner Fotografen und Künstlers Manuel Jacob fallen auf, scheinen anders zu sein: Immer wieder ein wenig überzeichnet und vielleicht gerade dadurch so charakteristisch und charmant. So sieht man seine aufwändig gestalteten Motive in den letzten Jahren immer wieder auf Litfasssäulen, Großplakaten und Citylights. Zu seinen Kollaborationpartnern gehören Personen und Firmen wie L’Oréal, Artdeco, Alfons Schuhbeck, Magdalena Brzeska oder die Zeitschrift BUNTE.

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Elle:
Manuel, warum machst du das, was du heute machst? Wie hat sich alles bei dir bis zum heutigen Tag entwickelt?

Manuel Jacob:

Bei mir hat sich nie die Frage gestellt, was ich werden will, welchen Beruf ich eines Tages ausüben möchte. So lange ich denken kann, habe ich leidenschaftlich gerne gemalt, romantische Motive in Öl, Aquarell, Kohle und bin damit von einer gestalterischen Schule zur nächsten gewandert, in der Zwischenzeit ein paar Ausstellungen gemacht und schließlich mein Diplom auf der Fachhochschule München in Design absolviert.

Elle:
Und nach deinem Diplom hast du dich dazu entschlossen Fotograf zu werden?

Manuel Jacob:

Schon während meiner Fachabitur-Zeit habe ich viel experimentell fotografiert, was nach meiner Diplomarbeit für KARE Design zu den ersten Pay-Jobs führte.

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Elle:
Somit konntest du das tun, was sich viele wünschen: Das Hobby zum Beruf machen?

Manuel Jacob:

In der Tat. Ein Privileg, über das ich mich jeden Tag freuen darf! Weißt du, seit jeher bin ich an interessanten Persönlichkeiten interessiert. Das habe ich schon früher in meiner Malerei ausgedrückt und heute in meinen Fotos: Mit Menschen zusammenzuarbeiten, mich während dessen auf ihre persönlichen Bedürfnisse einzustellen, sie mit meinen Augen sehen und genau das visuell zu interpretieren, ist für mich die Essenz meiner Arbeit. Jedes Mal freue ich mich, wenn mich die unterschiedlichsten Menschen kontaktieren, weil sie mit mir zusammenarbeiten möchten. Ich sehe das immer als ein großes Kompliment.

Elle:
Du sprichst von den „Unterschiedlichsten Menschen“ Also fotografierst du nicht nur für Firmen, sondern auch Privatpersonen?

Manuel Jacob:

Für mich hat es einen ganz besonderen Anreiz auch private Damen und Herren in einem außergewöhnlichen Kontext zu fotografieren. Das passiert mir immer wieder. Was mir daran so besonders gefällt, ist, wenn anfängliche Unsicherheit dann Selbstbewusstsein und Freunde weichen, wenn sie sich in dem fertige Motiv sehen.

Elle:
Deine Bilder kann man also als „Ego-Booster“ verstehen?

Manuel Jacob:

Wenn du mich so fragst, ja, tatsächlich. Ein Foto kann somit eine Liebeserklärung sein. Oft als Geschenk für Andere, aber auch immer eine Liebeserklärung an sich selbst.

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Elle:
Ich habe gesehen, dass du außergewöhnliche Kopfbedeckungen fotografiert hast. Die sehen schon sehr speziell aus. Worum ging es bei diesem Projekt?

Manuel Jacob:

Es handelt sich um Hutmacherin Candice Angélini aus Frankreich, deren Kreationen ich zum ersten Mal auf der Berliner Fashionweek sah: Eine extraordinäre Mischung aus schamanisch/indianischen- sowie Artdeco inspirierten Elementen der goldenen 20er Jahre. Sensationell ihr Angebot, exklusiv für mich zwei Hutkreationen zu entwerfen, wenn ich ihr lediglich zwei Arbeitstitel nennen würde: Es entstanden die Hüte „In A Dangerous Way“ & „Candy Like“.

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Elle:
Wie hat dir diese Kollaboration gefallen?

Manuel Jacob:

Das hat mir richtig Spaß gemacht, die Accessoires eines anderen Künstlers in Szene zu setzen und bin deshalb durchaus daran interessiert, mit weiteren Designer zusammenzuarbeiten. Ich freue mich über Kontaktanfragen.

Elle:
Was sind deine aktuellen Projekte, Manuel?

Manuel Jacob:

Man sieht sich ja immer zweimal im Leben, wenn man sich in irgendeiner Weise interessant fand, sagt man doch so schön. Umso mehr freue ich mich, dass mich der Radiosender 95.5 Charivari Radio erneut für die aktuelle Werbekampagne ihrer beliebten Morgenshow verpflichtete. Ganz konträr zur ersten von mir entworfenen Werbekampagne, die glamourös und extraordinär anmutete, wollte ich dieses mal auf eine pure und frische Art das Naturell der Radiomoderatoren Jan Herold und Jenna Depner zeigen. Weiße Kleidung, ganz leger, leicht gebräunte Haut, ein glücklicher Moment: Eben so, wie ich mir einen gut gelaunten Morgen vorstelle.

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Elle:
„Man sieht sich immer zweimal im Leben“ sagst du: Gab es weitere Wiedersehen mit alten Bekannten?

Manuel Jacob:

Tatsächlich. Ich habe das neue Werbemotiv für den münchener Szenefriseur Santino Primavera entworfen und realisiert. Nach unserer ersten Kollaboration 2012, in der ich ihn als Hindu Gott „Shiva“ zusammen mit Pro7 Taff inszenierte, orientierte ich mich für das neue Artwork an Hindu Göttin „Kali“. Als prominente Patin für das Motiv hatten wir die 26-malige Deutsche Meisterin der Rhythmischen Sportgymnastik Magdalena Brzeska gewinnen können, dessen Kopf Primavera in seiner Hand hält.

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Elle:
Wie sieht es mit den Projekte für die Zukunft aus?

Manuel Jacob:

Ich werde z.B. voraussichtlich Anfang 2014 einen Gastauftritt in einer neuen Doku-Soap im deutschen Fernsehen haben, für die die Dreharbeiten bereits abgeschlossen sind. Viel darf ich darüber natürlich noch nicht verraten, aber es wird skurril!

Elle:

Darauf sind wir alle gespannt! Zur gegebenen Zeit dann mehr!

Die Weihnachtszeit steht vor der Tür, beeinflusst das deinen Arbeitsalltag?

Manuel Jacob:

Aber ja! Ganz besonders in der Vorweihnachtszeit möchten sich private Personen von mir außergewöhnlich für ihre Liebsten inszenieren lassen. Daher rate ich bereits jetzt einen Termin bei uns zu buchen, denn der Dezember ist in der Regel immer schnell ausgebucht. Dann kommt es auch schon mal vor, dass ich an den Bildern noch am 24. Dezember bis in die späten Morgenstunden arbeite.

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Elle:
Vielen Dank für das informative Interview, Manuel! Bis demnächst wieder auf einen Kaffee!

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Ein Kommentar

  • Manuel Jacob am 11.11.2013 um 21:57 Uhr:

    Liebes Team von Coultique, es hat mich riesig gefreut euch mal kennenzulernen und bedanke mich recht herzlich für das Interview. Bis bald mal wieder auf einen Kaffee. xMJx

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