Be Coultique – Sebastian Hundt


Meine Bilder sind Auszüge aus meiner Seele, gefangen in einem Moment, dauerhaft gebannt und erhalten für die Ewigkeit, so Sebastian Hundt.

Sebastian Hundt wurde in den frühen 80er Jahren in Hannover geboren.



Elle:
In der Fotografie sich verwirklichen zu können, heißt mit Leidenschaft und ganzem Herzen bei der Sache zu sein. Das hat dich 2009 zu der Entscheidung geführt, dich auch beruflich auf die Fotografie einzulassen?

Sebastian Hundt:

Mein Interesse an der Fotografie habe ich während meiner Abiturzeit und dem Aufkommen der ersten Digitalkameras entdeckt. Das Interesse ist mit der Zeit immer weiter gestiegen und hat sich zu guter Letzt in eine Leidenschaft gewandelt, da mich die Fotografie als kreativer Ausgleich zum Studium und das gleichsame Zusammenwirken mit unterschiedlichen Charakteren zusehens fasziniert haben. Die positive Resonanz hat über die Zeit ihr Übriges getan, sodass ich 2009 mein fotografisches Gewerbe angemeldet habe.

Es ist mir sehr wichtig, alles mit Leidenschaft zu tun. Gerade in der Kunst erachte ich die Leidenschaft als Grundlage, sich mit seinen Arbeiten identifizieren zu können. Ohne Leidenschaft keine Identifikation, ohne Identifikation kein Ziel, ohne Ziel kein Weg …



Elle:
Fiel es dir leicht, dich auf den Fokus Beauty- Fashion- und Editorial-Fotografie festzulegen?

Sebastian Hundt:

Ich weiß nicht, ob ich mich da wirklich schon festgelegt habe oder mich festlegen will. Deshalb verwende ich nun auch absichtlich nicht den Passus “Mein Stil”. Ich mag es zu experimentieren und würde daher meine Art zu fotografieren eher als dokumentarisch beschreiben. Ich beobachte sehr gerne Szenen und versuche diese festzuhalten. Steife Posen und eine 100%ige Ausrichtung des Models, wie bei Schaufensterpuppen, wird es bei mir nicht geben. Man braucht nach außen hin immer ein paar Schlagwörter als Aufhänger wie beispielsweise Beauty, Fashion oder Editorial. Ob meine Arbeiten nun genau diesen Definitionen entsprechen, überlasse ich dem Betrachter.



Elle:
Du arbeitest für Designer, mit professionellen Models und Visagisten zusammen. Für diverse Aufnahmen sind vom Typ her unterschiedliche Models wichtig. Gibt es für dich aber einen speziellen Typ Frau, der dich (für deine Fotografie) besonders reizt?

Sebastian Hundt:

In erster Linie ist mit Authentizität sehr wichtig. Ich zwinge den Modellen keine Rollen auf, sondern versuche bei jedem Shooting eine andere Seite des Charakters zu zeigen bzw. aus ihnen herauszukitzeln. Intensive Blicke, schauspielerisches Geschick, ein gutes Körpergefühl und ein Talent mit der Kamera respektive dem Betrachter zu spielen, sind für mich wichtiger, als das reine Gardemaß von 180cm und den 90-60-90 Kurven. Natürlich sind diese Maße in der Modelwelt von Vorteil, aber eine sportliche Figur mit typgerechten Proportionen und einem bezaubernden Charisma finde ich wesentlich reizvoller. Deshalb habe ich auch keinen speziellen Typ Frau, der mich reizt, da es an jedem eine oder mehrere spannende Seiten zu entdecken gibt.



Elle:
Ich bin auch ein Fan der Schwarz-Weiß-Fotografie, weil eine Bildaussage intensiviert werden kann, ohne dass Farbe vom Wesentlichen ablenkt. Aber bei der Schwarzweiß-Fotografie ist es deshalb gerade sehr wichtig, effektiv die formale Grauwertdynamik einzusetzen. (Für mich persönlich eine sehr schwierige Sache). Es lassen sich auch schöne Schattenspiele einfangen. Was fasziniert dich an schwarz-weiß Aufnahmen?

Sebastian Hundt:

Du hast in deiner Frage schon die entsprechenden Punkte angesprochen, die mich ebenfalls sehr faszinieren. Es ist die Reduktion auf das Wesentliche, das “Malen” mit Licht und die dadurch induzierte Stimmung, das Betonen oder Maskieren von Elementen, die Intensivierung des Motvies, des Moments …

Ob nun ausgewaschene Grautöne, abgrundtiefes Schwarz oder blendendes Weiß – das Spiel mit den Kontrasten ist ein sehr schönes Stilmittel, um den Fokus des Betrachters zu lenken und um die Bildwirkung zu variieren. Einfach ist es nicht, aber wenn es gelingt, ergeben sich in meinen Augen, die schönsten und zeitlosesten Arbeiten, die ich mir vorstellen kann.



Elle:
Du lebst in einer Kleinstadt, in der Region Hannover. Könntest du dir vorstellen auch für immer in einer Großstadt zu leben oder ist es dir die Ruhe und die landschaftliche Schönheit auch ein Ausgleich zu deinem Beruf, deiner Berufung?

Sebastian Hundt:

Für IMMER in einer Großstadt zu leben, wäre definitiv nichts für mich. Es spricht nichts dagegen, phasenweise die Dynamik einer Großstadt kennen und lieben zu lernen – gerade auch in Hinsicht auf die fotografischen Motive – aber eine Strandvilla in den Dühnen mit einer angemessenen Abgeschiedenheit und Privatsphäre stelle ich mir als “Alterssitz” wesentlich angenehmer vor, als ein Penthouse über den Dächern einer Mega-Metropole.



Elle:
Du gehörst zu den Christkindern bzw. zu den (Un-)glücklichen, die entweder an Weihnachten doppelt beschenkt werden oder auch nicht und die „unter dem Christbaum“ oder auf dem Gabentisch tanzen dürfen. Was wünschst du dir am 24. Dezember bzw. was würdest du dir wünschen, wenn du frei ein Team, eine Location (egal wo auf der Welt) und ein Thema für ein Shooting wählen könntest?

Sebastian Hundt:

Unglücklich kann ich so nicht sagen, ich kenne es halt nicht anders. Außerdem hat es auch was für sich, den ganzen Tag Geschenke zu bekommen.

Am 24.12 wünsche ich mir zunächst alles Gute zum Geburtstag, Gesundheit, Glückseligkeit und ein gesehnetes Weihnachtsfest 😀

Wenn ich mir ein Team zusammenstellen dürfte, müsste ich passen. Ich habe bereits mit so vielen tollen und kreativen Menschen zusammenarbeiten dürfen, dass ich spontan nicht entscheiden könnte, wem ich das Ticket ins Paradies spendieren würde. :)

Als Location würde ich abstrakte Vulkanlandschaften, heiße Wüsten, paradiesische Strände oder einen Großstadtdschungel wählen. Auch hier kein klares Statement von mir – ich habe noch viel vor. 😉



I’m coultique, because my pictures are excerpts of my soul.

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