Be Coultique – Salva Mirisola

salva_mirisola_front_coultique
Der in Sizilien geborene und in Berlin ansässige Salva Mirisola hat seinen fotografischen Schwerpunkt auf die Kategorie Mode gelegt. Er arbeitet u. a. für verschiedenen Model-Agenturen und Magazine und hat sein Hauptmerk auf Berlin und Hamburg gelegt.

salva_mirisola_01_coultiquesalva_mirisola_02_coultique

Elle:
Wann fing es bei dir an, dass du dich ernsthaft für Mode und dann auch für die Fotografie interessiert hast?

Salva Mirisola:

Die Mode hat mich eigentlich schon als Kind begeistert. Es stellte sich nur die Frage, wie ich später im Berufsleben mit der Mode zu tun haben würde. Die Fotografie entdeckte ich vor einigen Jahren und es packte mich sofort. Ich wusste von Anfang an, dass ich im Bereich Fashion arbeiten möchte.

salva_mirisola_03_coultiquesalva_mirisola_04_coultiquesalva_mirisola_05_coultiquesalva_mirisola_06_coultiquesalva_mirisola_07_coultique

Elle:
Was fasziniert dich an Mode und was denkst du, sagt Mode über unsere Gesellschaft aus?

Salva Mirisola:

Mode ist eine Ausdrucksweise der unterschiedlichen Künstler, die jeden Tag damit konfrontiert werden. Ein Designer drückt seine Gefühle, seine derzeitige Interpretation durch sein Können, sein Talent und seine Begeisterung aus, daraus wird Mode geboren und das fasziniert mich sehr. Wir Fotografen können uns dann damit richtig austoben, in dem wir unsere eigene Interpretation durch unsere Aufnahmen liefern. Fashion ist der Spiegel unserer Gesellschaft, sie verändert sich mit uns mit – aber wird niemals aussterben.

salva_mirisola_08_coultiquesalva_mirisola_09_coultique

Elle:
Du hast einen sehr melodischen Namen, deine Wurzeln liegen in Italien. Ein heißes südländisches Temperament sagt man den Sizilianern nach. Kannst du das bestätigen? Und wenn ja, ist dein Temperament für deine Arbeit eher von Vor- oder Nachteil.

Salva Mirisola:

lach – Ja das stimmt, ich bin sehr temperamentvoll, doch ich muss sagen, sobald ich die Kamera in der Hand halte, bin ich wie gefangen und alles um mich herum wird ausgeblendet, da kann ich ab und an mal ein wenig zu ruhig wirken. Das Phänomen kann ich mir nicht wirklich erklären, aber ich glaube, ich habe von der ganzen Materie viel zu viel Respekt, dass ich diese durch mein Temperament oder andere Charaktereigenschaften negativ beeinflussen könnte.

salva_mirisola_10_coultiquesalva_mirisola_11_coultiquesalva_mirisola_12_coultique

Elle:
Um eine gelungene Modefotografie zu erstellen, bedarf es einiger Vorbereitungen, es muss die richtige Location gefunden werden, das Model muss entsprechend in der Lage sein posensicher das Thema umzusetzen, das Outfit muss stimmen, attraktive Lichteinstellungen sind gefragt usw. Wie gehts du an ein größeres Shooting dran?

Salva Mirisola:

Erstmal werden Themen (falls nicht gegeben) zusammen mit dem Team ausgesucht. Wie kann man modisch das ausgewählte Thema interpretieren? Dann ist es wichtig zu wissen, welche Location man hierzu verwenden kann. Das Storyboard wird erstellt, mit allen Shootingdetails bsp. Thema, Moods, Location, Styling, Licht, Bearbeitungsbeispiele usw. Danach können auch die Models bei den jeweiligen Agenturen angefragt werden. Dementsprechend muss das Styling zum Thema, Location und Model angepasst werden. Manchmal kann das auch umgekehrt sein, man sucht sich das Model so aus, dass sie oder er zum Thema passt.

Am Tag des Shootings versucht man es dem Gesamtteam so angenehm wie möglich zu gestalten.
Ich bin eher einer der “schnellen” Fotografen. Ich weiß von Anfang an, wie das Endbild auszusehen hat. Wenn ich DAS BILD bereits auf meinem Display habe, quäle ich meine Models nicht weiter, sondern springe zum nächsten Bild. Das lockert alles ein wenig auf und ich klicke nicht 200 Bilder für eine Pose runter.

Wenn wir bereits mit allen Spots fertig sind, werden meistens die Bilder ausgesucht und bearbeitet. So sieht ein Shooting bei mirisola-photography aus. Ich denke aber, dass ich nicht der Einzige bin, der so vorgehen würde.

salva_mirisola_13_coultiquesalva_mirisola_14_coultiquesalva_mirisola_15_coultique

Elle:
Was denkst du, wie stark ist die Fotografie in der Lage, Zeit und Raum in Momentaufnahmen festzuhalten?

Salva Mirisola:

Man sollte die Fotografie als externes Gedächtnis sehen, sie verschafft uns Momentaufnahmen die Raum und Zeit festhalten. Es gibt auf der Welt nichts stärkeres, als das Bild in unserem Gedächtnis oder eben das Bild was wir festhalten, um uns in einer emotionalen Basis beeinflussen lassen zu können. Bilder verschaffen uns kurzzeitig eine Brücke, in die Vergangenheit oder eben in eine andere Dimension, um die Situation oder Motiv des Bildes mitfühlen zu können.

salva_mirisola_16_coultiquesalva_mirisola_17_coultiquesalva_mirisola_18_coultiquesalva_mirisola_19_coultiquesalva_mirisola_20_coultiquesalva_mirisola_21_coultiquesalva_mirisola_22_coultique

Elle:
„A very subtile difference can make the picture or not.“ Annie Leibovitz ist bis heute eine bedeutende Fotografin, die bereits in den 70er Jahren die Fotografie mit beeinflusst und geprägt hat. Man erinnert sich auch zugleich an das Bild von John Lennon und Yoko Ono. Sie ist heute Cheffotografin von Vanity Flair und ist sehr vielseitig. Würde dich auch mal andere Bereiche der Fotografie reizen?

Salva Mirisola:

Ich liebe Annie Leibovitz, sie ist definitiv eine meiner Lieblingsfotografen. Ich sollte eigentlich ein Altar in ihrem Name aufstellen – lach. Sie ist einfach für mich die Göttin der Fotografie. Sie schafft es immer wieder mich durch ihre Fotos zu beeindrucken und mich emotional zu berühren.

Ich liebe Mode, aber ich muss auch sagen, man sollte eben als Fotograf offen für andere Bereiche sein. Es macht auch richtig Spaß sich in den verschiedenen Facetten zeigen zu können. Gerade vor einer Woche bin ich beispielsweise mit den Produktbilder für Mon Cheri (Ferrero) fertig geworden. Ich hatte es dort mit “Gegenstände” zu tun, also nicht wirklich High-Fashion, aber es hat richtig Spaß gemacht und ich muss sagen, die Werbebranche ist nicht so langweilig, wie manch andere denken könnten.

salva_mirisola_23_coultiquesalva_mirisola_24_coultiquesalva_mirisola_26_coultiquesalva_mirisola_27_coultiquesalva_mirisola_28_coultique

Elle:
Was wäre definitiv dein Traumprojekt?

Salva Mirisola:

Mein Traumprojekt, wäre natürlich einmal für einen großen Brand fotografieren zu dürfen. Hinzu noch mit meine Lieblingsmodels Adriana Lima, Cara Delevingne, Simon Nessman und Jon Kortajarena. Doch viel wichtiger wäre für mich – und es wäre erst dann ein Traumprojekt – wenn mein Team mitgebucht wird.

Elle, jetzt machen sich meine italienische Wurzeln sichtbar. Ich bin eben ein Familienmensch und fühle mich in meiner Umgebung wohler.

An dieser Stelle möchte ich mich bei meinem Team bedanken, Carlos und Fercho, zwei tolle Hair & Make-up Artisten, die genau die Ideen und Vorstellungen umsetzen können die in dem Moment gefragt sind. Und ein großes Dankeschön geht an Jan Luckenbill, der mich in Berlin von Anfang an, durch etliche Projekte begleitet hat. Durch sein Können und Wissen, war er immer eine große Hilfe für mich, er übernimmt nicht nur das Styling für unsere Projekte oder die Art-Direction, nein, er ist auch ein sehr guter Freund und steht mir immer bei. Vielen Dank an alle, für das 1. Jahr in Berlin und ich freue mich auf weitere Jahre zusammen mit meinem Team.

I’m Coultique, because I’m trying to catch the unique moment…

Website
Fanpage

Share and Enjoy

Pinterest
All images in coultique.com are copyright restricted for coultique,
the artist or label. No reuse of images without express permission.

Leave a Comment


Name*
E-Mail*
Website

* Diese sind Pflichtfelder und müssen ausgefüllt werden. Die E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht!