Be Coultique – Oliver Meyer


Bereits in jungen Jahren, er war gerade mal 10, fand er Gefallen an der Fotografie. Nach einer Englandreise 1998, bei der er seine Kamera nicht mehr aus der Hand nahm, entdeckte er die Fotografie wieder neu für sich. Zwei Jahre später erfolgten die ersten Versuche in der Portraitfotografie und 2006 spezialisierte er sich auch auf Fashion, wieder zwei Jahre später realisierte er als professioneller Fotograf sein eigenes Studio in Wiesbaden.

Oliver Meyer wurde 1970 in der Landeshauptstadt Hessens geboren. Der gelernte Betriebswirt geht seit 2009 jährlich auf Shooting-Reisen. Die Fotografie hat in seinem Leben und in seinem Herzen einen großen Platz eingenommen.



Elle:
Apropos Shootingreisen, gibt es eine besonders schöne (fotografische) Erfahrung, die du auf einer deiner Reisen gemacht hast?

Oliver Meyer:

Ja! Anno 2011 in Ibiza. Mein Model postet bei Facebook: „Hat einer meiner Facebookfreunde eine Yacht oder eine Villa“. Man sollte es kaum glauben, es meldete sich wirklich jemand, das hätte ich wirklich nicht für möglich gehalten. Wir hatten einen Tag lang eine schicke Villa zum shooten. War wirklich beeindruckend! 1200 qm Terasse mit direktem Blick auf Ibiza Stadt. Fotografisch fällt es mir schwer eine Reise hervorzuheben, jede Reise hatte ihre Highlights.





Elle:
Die Fotografie bewirkt eine große Bewusstseinsveränderung. Stimmt das, hat sich deine Sichtweise auch allgemein verändert?

Oliver Meyer:

Hier weiß ich nicht genau, worauf du mit der Frage abzielst. Auf die Wahrnehmung generell oder auf die anderer Bilder?!

Elle:
Sowohl als auch!

Oliver Meyer:

Auf alle Fälle, man geht mit viel offeneren Augen und bewusster durch die Welt. Man sammelt einfach mehr Eindrücke und überlegt sich vor allem, wie könnte man hier ein Bild machen. Dann fängt es an zu rattern und das Bild entsteht im Kopf und wartet drauf umgesetzt zu werden. Aber auch im Bezug auf andere Bilder ändert sich die Sichtweise massiv. Man ist allen viel kritischer gegenüber und fragt sich, was davon ist echt und was ist Photoshop.



Elle:
Sollte ein Fotograf seinen Stil beibehalten oder auch experimentieren? Fühlst du dich auch als visueller Forscher?

Oliver Meyer:

Der Begriff visueller Forscher gefällt mir. Ich würde das definitiv bejahen. Ein Forscher muss neugierig sein, ein Fotograf sollte das ebenso sein. Ich denke, ein Stil muss sich entwickeln, reifen und immer weiterentwickeln, daher sind Experimente unverzichtbar. Einen Stil beibehalten würde ich eher als Rückschritt ansehen.

Das Model weiß zwar genau was sie vom Fotografen bekommt, wen dieser einen festen Stil hat, aber bei jedem Shooting das gleiche zu machen, ist wie jeden Tag Currywurst essen. Am Anfang mag das ja ganz schmackhaft sein, aber nach kurzer Zeit kommt sie einem zu den Ohren raus.



Elle:
Wie triffst du deine Vorbereitungen für ein Shooting? Welche Locations (Studio, Outdoor) bevorzugst du und warum?

Oliver Meyer:

Ich denke, ich gehe da vor, wie jeder andere auch. Ich suche mir Moods, die zum Model passen und verfeinere das Konzept in Verbindung mit den Make-Up Artists und Stylisten im Vorfeld. Leider ist es nicht möglich immer alles vorher zu planen, irgendwas läuft immer anders als geplant.

Generell habe ich aber auch nichts gegen improvisierte Shootings einzuwenden. Man schnappt sich sein Model und seine Kamera und macht einfach. Auf diese Weise sind schon viele wunderbare Bilder entstanden.


Ich bevorzuge Outdoorshoots. Klar, man ist dem Wetter ausgeliefert, aber die natürliche Lichtstimmung ist absolut ungeschlagen. Welches Licht könnte besser sein als Abendsonne? Studioshoots mache ich natürlich auch – keine Frage. Es gibt einfach bestimmte Sachen, die sich im Studio wesentlich besser umsetzen lassen, als Outdoor. Man kontrolliert das Set und überlässt nichts dem Zufall, aber im Vergleich zum Outdoorshoot ist man doch räumlich eingeschränkt und hat nicht so viele unterschiedliche Hintergründe zur Verfügung.



Elle:
Die Verbindung Fotograf zu Model, der Draht zueinander, muss für ein erfolgreiches Shooting stimmen. Gab es da schon mal Probleme und falls ja, wie hast du die Situation gemeistert?

Oliver Meyer:

Definitiv, wenn die Chemie nicht stimmt, beginnt man besser erst kein Shooting – es sei denn es ist ein Job und man muss durch, aber das erwartet man von Profis auch. Ich bin der Meinung, dass man auf den Bildern sieht, wie die Stimmung am Set war.

Ja, es gab auch schon Mal Probleme. Ich musste dann leider feststellen, dass solche Situationen nicht zu meistern sind. Dann ist es immer gut eine Pause zu machen, um sich die Gemüter wieder ein wenig beruhigen zu lassen.



Elle:
Ist die Fotografie in ihrer Aussagekraft bedroht durch die bewegten Medien?

Oliver Meyer:

Nein. Die Wahrnehmung eines Bildes ist eine ganz andere als die eines Films. Bei einem Bild habe ich nur eine Möglichkeit meine Geschichte zu erzählen und die Phantasie anzuregen. Beim bewegten Bild kriege ich die Geschichte bereits erzählt.



Elle:
Wenn du die Möglichkeit hättest, unsichtbar, also mit Tarnkappe und Kamera unterwegs zu sein. Was wäre dein Ziel?

Oliver Meyer:

Das ist eine interessante Frage, die ich mir bisher nie gestellt habe. Ich glaube der Traum eines jeden Fotografen und Mannes wäre es mit Tarnkappe Backstage bei der Victoria Secret Fashion Show zu sein …



Be Coultique, because „Nur tote Fotografen schwimmen mit dem Strom.“

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