Be Coultique – Nader Kabbany

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Nader steckt die Fotografie schon seit frühster Kindheit in den Knochen. Alles begann mit einem Praktikum bei einem ortsansässigen Portraitfotografen in Haren an der Ems.

Im Anschluss zog er nach Düsseldorf um ein weiteres Praktikum in der Modefotografie zu absolvieren, in der damals noch analogen Fotografie. Nach seinem Praktikum hängte er noch eine Jahr freie Assistenz bei diversen Fotografen an. Danach entschloss er sich zu einem Studium im Bereich Fotodesign auf der FH Dortmund, welches er aber nach 3 Monaten aufgab um in Bad Ems einer klassischen Ausbildung nachzugehen, hier lag der Arbeitsschwerpunkt auf Auto- und Produktfotografie.

Nach seiner Gesellenprüfung zog er nach Köln und arbeitete als Assistent für diverse internationale Mode- und Auto-Fotografen, so war er weltweit unterwegs.

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Elle:
1999 hast du dich in Düsseldorf niedergelassen und als Fotograf selbständig gemacht. Wieso der Umzug von Köln nach Düsseldorf? Waren dir die Narren in Köln doch etwas zu viel? :)

Nader Kabbany:

Ich empfand Köln als die cooler Stadt, damals gab es noch Viva und die Popcom. Ich habe Köln genossen und als künstlerisch sehr inspirierend empfunden. Ich bin allerdings mit der Infrastruktur für Produktionen in Düsseldorf sehr vertraut. Das war, neben der räumlichen Nähe zu den Kunden, ein ausschlaggebender Punkt nach Düsseldorf zu gehen.

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Elle:
Du produzierst für Kunden und Werbeagenturen Mode-, People- und Werbeaufnahmen. Welches Projekt hat dich bisher am meisten begeistert? Und wenn du spontan zwischen Mode- oder People-Fotografie entscheiden solltest, wie würde die Entscheidung ausfallen und warum?

Nader Kabbany:

Da kann ich keines hervorheben, da jeder Job eine neue Herausforderung ist und das macht es spannend. Ich habe die schönsten Plätze der Welt gesehen. Wenn man auf Fotoreisen ist arbeitet man immer mit lokalen Produktionsfirmen, mit fantastischen Menschen. Ich bin oft mit den Assistenten um die Häuser gezogen und habe Dinge erlebt die man als Tourist niemals kennenlernen würde. Ich war 1996 das erste mal in Kapstadt, 1 Jahr nach der Öffnung des Landes. Ich war in Stadtteilen wie Woodstock, wo alle Kulturen gemischt miteinander gefeiert haben. In San Diego habe ich das erstmal Sushi gegessen. Unser Model, Paula Babierie, seinerzeit Freundin von O.J. Simpson, hat mir gezeigt wie man mit Stäbchen isst, usw.. Was mir an der Modefotografie gefällt ist die Inszenierung. Die Entwicklung zu schönen Bildern, mit einem kreativen Team und schönen Modellen. Ich liebe nicht nur das Ergebnis, die Fotos, sondern auch die Produktionszeit, das zusammen sein mit den Menschen. Bei der Portraitfotografie versuche ich immer das besondere in dem Menschen zu entdecken der mir gegenübersteht und dies in den Fotos hervorzuheben. Ich spreche viel mit den Personen, vorher, während des shootings .usw. Der Unterschied ist: Bei Portriataufnahmen bekommt man sofort ein feedback oder ein Lob für die schönen Bilder von den Menschen, man kann spüren wie die sich freuen über das Ergebnis. Da die Mode so schnellebig ist, ist das oft bei der Modefotografie nicht der Fall…

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Elle:
Du leitest neben deinem Fotografen-Dasein noch das Cubic Studio in Düsseldorf als Studiomanager und Producer für Werbefilme. Was macht für dich einen guten Werbefilm aus?

Nader Kabbany:

Eine gute Idee. Da heute alle auf dem gleichen Level der Qualität arbeiten , zählt nur noch die Idee/Geschichte. Das gilt übrigens auch für die Fotografie.

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Elle:
Während deines Praktikums bist du nach Miami, Los Angeles, San Diego, Kapstadt, Sevilla, Mallorca, Lissabon und viele weitere Städte geflogen, um dort zu assistieren. Welches der Länder, in denen du assistiert hast, hat den stärksten Eindruck bei dir hinterlassen?

Nader Kabbany:

Alle meine Aufenthalte haben mich persönlich weitergebracht und ich habe mich dadurch weiter entwickelt. Man lernt sich selbst nicht so wichtig zu nehmen, wenn man sieht, dass es überall auf der Welt kreative Menschen gibt, die das gleiche machen und erreichen wollen wie man selbst.

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Elle:
Das richtige Model für einen Job zu finden ist nicht immer leicht. Auf was legst du bei deinen Models besonderen Wert und/oder favorisierst du einen bestimmten Typ Model?

Nader Kabbany:

Für einen Job ist das nicht so schwierig, man bekommt ja vorgaben vom Kunden und dann wird das Model ja auch bezahlt. Da hat man schon eine große Auswahl. Für eine Editorial Strecke oder freie Arbeiten ist es schon schwieriger. Da muss man sich zu 99 % mit einem Kompromiss zufrieden geben. Das ist sehr sehr schwer. Ich mag am liebsten Profimodelle, 178cm, Kleidergröße 32/34 und hübsch mit dem besonderen etwas. Der Typ ist egal, er muss zur Geschichte passen. Modefotografie geht ja von der Mode aus. Die gibt es zuerst, dann kommt die Idee und zum Schluss wird das passende Model ausgewählt. Mein persönlicher Geschmack sieht oft ganz ander aus.

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Elle:
Deine ersten Schritte in der Fotografie machtest du in der analogen Fotografie. Fotografierst du privat lieber digital oder analog?

Nader Kabbany:

Dazu wahr ich wohl gezwungen. Anfang der 90er Jahre gab es keine digitale Fotografie. Bei der analogen Fotografie muss man das was man gerade geschossen hat im Kopf behalten und bewerten ob es gut ist oder nicht, da man ja das Ergebnis erst nach der Entwicklung sieht. Man fotografiert ganz anders, besonders wenn es zu Großformatigen Kameras kommt. Da kostet jeder Schuss Geld. Digital ist das anders. Ich kann alles sofort sehen und analysieren. Das ist sehr komfortabel. Ich persönlich mag die digitale Fotografie, das man in der Postproduktion sehr frei ist.

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Elle:
Wie bereitest Du Dich auf ein Shooting vor?

Nader Kabbany:

Ich gehe sehr analytisch an die Vorberitung eines Shootings . Oft kombiniere ich 2-3 Ideen zu einer. Ich mag Gegensätze, z.B „Abendkleider unter der Dusche “ ( ist mir so spontan eingefallen ) Aus dieser Idee entwickelt sich alles, Location, Model, Styling Hair&Makeup, etc.…. Und dann wird organisiert.. Die Fotos sind dann schon alle fertig im Kopf und müssen nur noch umgesetzt werden.

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Elle:
Was wäre dein absolutes Traumprojekt, wenn du außer Team, Model, Location/Land/Stadt frei wählen könntest?

Nader Kabbany:

eine 3 monatige Fotoreise nach Australien und Neuseeland, schöne Editorial Strecken produzieren, eine komplett neue Mappe …..

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I’m Coultique because… I am grateful for the opportunities given to me!

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