Be Coultique – MJ

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„Ich sehe schwarz“! Nein, bei Michael Jackson sehe ich mehr als rosigen Zeiten entgegen. Klasse, Charme, Professionalität und ein große Portion Witz, machen ihn zu einem der klasse Fotografen, Filmmaker und Manager von einer Vielzahl an Größen im Musikbusiness.

Elle:
Wir haben heute Michael Jackson im Interview und ihr habt behauptet, er wäre tot! Wie Michael Jackson liegt dir auch die Musik am Herzen, jedoch insbesondere in der Fotografie, richtig? Seit wann fotografierst/filmst du? Hast du auch noch eine weitere Verbindung zur Musik?

Michael Jackson:

Neeeee isch leb noch 😉 Ein “insbesondere” gibt es nicht bei mir. Es gibt viele kreative Felder, die ich bediene. Man sagt mir nach, dass ich viele Talente besitze, Ich würde eher sagen, dass ich viele Persönlichkeiten habe und jede Persönlichkeit widmet sich einer anderen Aufgabe. Es gibt den introvertierten sensiblen Schreiberling und Komponisten in mir, den dominanten und chaotischen Filmemacher, den extrovertierten Fotografen, den strukturierten & bürokratischen Manager etc. vielleicht bin ich auch einfach geistesgestört und weiß es einfach noch nicht hahaha!

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Elle:
„ICH SEHE SCHWARZ“, so heißt deine Agentur, wer gehört zu deinem Team oder bist du selbstständig?

Michael Jackson:

Als Plattenfirmen Inhaber kooperiere ich mit diversen Agenturen und Promotern, die ich projektbezogen einstelle oder feste Leute, wie meine rechte Hand Senay Gueler (Label Management) der 9 Jahre für die Universal gearbeitet hat oder die Simone Thomas, die sich um die Vermarktung meiner Person kümmert.

Als Fotograf arbeite ich mit einer Auswahl an Visagisten, Stylisten, Designer, Frisöre und Assistenten zusammen, je nach Aufgabe und Stil stelle ich ein Team zusammen. Die einzige konstante ist die Anny Ck meine rechte Hand, Assistentin und darüber hinaus eine begnadete Fotografin.



Als Manager vertrete ich Azad (Rapper), Dj Teddy-O (Dj und Musik Produzent) & Sara Dastjani (Schauspielerin & Modaratorin). Ich kümmere mich um all deren Businessbelangen, Akquisen und entwickele deren Marketingkonzepte.

Als Videoproduzent erstelle ich je nach Aufgabe, Teams zusammen. Auch da gibt es natürlich konstante Menschen, wie Ludwig der bei jedem großen Dreh meine rechte Hand ist und ich habe wechselnde Assistenten und Aufnahmeleiter, Gripper etc. hierfür.

Als Musikproduzent arbeite ich mit verschiedene Komponisten, Tontechniker etc. und natürlich mit meiner feste Produktionspartnerin Melbeatz, die neulich eine Platin Auszeichung für das Xavas Album erhalten hat und mit der ich die Goldauszeichnung für das „Aura“ Album von Kool Savas bekommen habe.

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Als Autor, schreibe ich nicht nur Songs, die ich dann meistens mit verschiedenen Künstlern verwirkliche, wie zum Beispiel erst am gestrigen Abend mit Kitty Kat, sondern schreibe auch TV-Show Konzepte, wie z.B. ein grosses Projekt woran ich gerade mit den Manuel Cortez arbeite, welches „Busted“ heissen wird oder „How 2 make it in LA“ einen TV Konzept welches in LA ausgestrahlt werden soll, das ich für Sara Dastjani geschrieben habe. Eine Schauspielerin die ich manage.

Ich bin in der Entwicklungsphase einer neuen Premium Urban Streetwear Labels welches [Pechschwarz] heißen wird, für dass ich Cedric Peter als Chefdesigner engagiert habe und Ramin Ahrari, der sich um den Vertrieb kümmert. Eine gleichnamige Schmuck Kollektion, einen Turnschuh & Partyreihe Folgen ebenfalls im 3. Quartal diesen Jahres.

Derzeit arbeite ich eine ziemliche komplizierte Software aus, für dass ich mit Tendayi Mwase als Projektmanager und Julien Renzaho als Softwarentwickler kooperiere.

Bläh blub trallala, Lange Rede kurzer Sinn: Je nach Projekt und Geschäftszweig suche ich mir die besten der Besten und verpflichte diese Spezialisten projektbezogen oder zeitbedingt um all meinen Wahnsinn zum Leben zu erwecken!

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Elle:
Ich weiß noch genau, ich war damals, vor Ewigkeiten, auf einem richtigen Underground-Konzert, es gab viel Bier, harte Beats und nackte Tatsachen – genau, auf einem Konzert von Olli Banjo. Du fotografierst und filmst u. a. auch Rapper, welche war deine interessanteste Begegnung und was war deine Seltsamste?

Michael Jackson:

Witzig, dass du Olli Banjo erwähnst, er ist ein Künstler mit dem ich schon sehr viel gearbeitet habe egal ob als Musikproduzent oder als Fotografen.

Die seltsamste und zeitgleich interessanteste Begegnung war das erste Mal als ich Mario Winans kennen gelernt habe. DJ Tomekk hatte eine Session in meinem Tonstudio für Mario und ihn gebucht. Mario kam mit einer 36er köpfige Entourage. Jedes Mal wo ich meine Regie im Studio verlassen wollte, oder wieder reingekommen bin, wenn ich beispielsweise auf Toilette musste, hat sein Bodyguard mich jedes Mal abgeklopft und auf Waffen durchsucht. Absurd? JA! Aber ich wurde für diese Studiosession gut bezahlt und liess es einfach mal so geschehen. Im weiteren Verlauf des Abends hatte irgendwann Mario und seine Crew Hunger und wollten Pizza essen. Da sie nicht wussten was sie essen wollten, bestellten sie bei meinem damaligen Lieblingsbringdienst Smileys in Hannover einmal alles was auf der Karte steht mit extra Käse, ohne Käse, mit Zwiebeln, ohne Zwiebel, mit Knoblauch und ohne Knoblauch. Zum Glück bestelle ich damals jeden Tag da, deswegen wussten sie das es keine Verarsche ist und es ja schon kannten dass auch mal 15 Pizzen bestellt wurden. Als die Pizza kam, kam Marios Runnerin (Laufmädchen) zu mir und bat mich um Plastikbecher, Pappteller und Plastikbesteck, welches ich natürlich nicht hatte. Sie rannte schnell zum Laden besorgte was sie brauchte, hat die Becher ausgewaschen und erklärt mir dass Mario nur aus Plastikbechern trinkt und von Papptellern isst und man dürfe nicht beim abtrockne des Wegwerfgeschirrs wischen sondern tupfen, damit keine Flusen in seinem Becher oder auf seinem Teller sind.

In einer Dauer von 2 std. kamen Pizzen, Nudeln, Süssigkeiten mit 10 Autos ins Studio. In der Produktionspause habe ich mich mit dem Bodyguard kurzzeitig unterhalten, der am Fenster saß und traurig meinte dass er sich vertraglich nicht weiter wie 6 Meter zu jeder Tag und Nacht Zeit von Mario bewegen darf. Zwischen alle 4-5 Takes (Aufnahmespur) wollte Mario dass ich auf Youtube gehe und Songs von ihm spiele und liess sich von seiner Entourage feiern. Je mehr Alk an diesem Abend floss desto lockerer wurden die Zungen. Irgendwann fragte ich Mario was denn mit ihm los sei und warum er mit so viele Leuten reist und ob die alle eine Daseins Berechtigung hätten. Er antworte mit ja und zeigte auf einen seiner Kollegen, der sei sein persönlicher Komödiant, der immer wenn er schlechte Laune hat ihm mit Witze und Sprüche wieder gute Laune machen müsse. Ich sagte: “ bro you crazyyyyy!“

Er sagte, nein im Ernst, bat sein Kollegen aufzustehen und er hat eine Stunde Stand Up Comedy gemacht und ich hätte mir fast in die Hose gepinkelt so lustig wie er war. Seit dem habe ich Mario 5-6 x wiedergetroffen, aus unserem Businessverhältnis ist eine Freundschaft entstanden und wir haben vor kurzen über unsere erste Begegnung herzlichst gelacht. Ich habe für seine erste Single vom neuen Album, welches über Sony in die USA erscheinen wird, das Musikvideo produziert, welches Dj Teddy-O & Benny Blanco komponiert haben. Darüber hinaus hat er mich für weitere Musik Video verpflichtet.

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Elle:
Du bist absolut nicht der Typ für „Bitte, lächeln, hier kommt das Vögelchen“-Bilder, bei dir gibt es keine Bilder für das süße Fotoalbum, Oma geht hier leer aus. Was macht für dich ein ein gutes Bild aus?

Michael Jackson:

So wie bei der Musik gibt es in der Fotografie ganz viele verschiedene Facetten und „Genren“. Meine Fotografie oder Kreativität im Allgemeinen dient als Ventil für all das Leid und die Trauer welche mir in der Vergangenheit widerfahren ist. Das erklärt weshalb meine Bilder gerne theatralisch, traurig und düster sind. Technisch gibt es unglaublich viele gute Fotografen, ich meine Fotografen die Biometrische Passbilder machen, müssen auch technisch einwandfrei agieren können. Durch die ganzen digitalen Möglichkeiten die es heute gibt, sei es digitale Kameras oder online Videotutorials, kann jeder der nicht ganz verblendet ist ein technisch gutes Foto schiessen und nachbearbeiten. Deshalb stehen Emotionen für mich über alles! Also um deine Frage zu beantworten, ist ein gutes Foto: EINES DAS MICH BEWEGT!

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Elle:
Du bekamst eine Oscar Nominierung mit Skin – Skunk Anasie für den Titel „Hearing down these Houses“! Wie kam es zu der Produktion und an was erinnerst du dich besonders gerne?

Michael Jackson:

Woran ich mich gerne erinnere ist dass wir in der Produktionsphase den Film Pink Panther geschaut habe mit Steve Martin und Jean Reno und köstlich über diesen Film amüsiert haben und jedes Mal wenn ich oder Skin im Studio auf die Toilette, zum Kiosk oder sonst wohin gingen, haben wir immer Überraschungsangriffe aufeinander verübt und uns wie Bruder und Schwester spassig verprügelt. Skin kickboxt schon seit 15 Jahren. Mein damaliger Studionachbar Christian Fleps (Produzent von Marquess, Yvonne Catterfield und diverse andere Popkünstler) uns Ji JItsu kämpfend im Studioflur auf dem Boden fand und den Kopf geschüttelt hat und gesagt hat: Ihr spinnt! HAHAH

Zu der Zeit in meiner Karriere neben Justin Timberlake und Nas die größte Künstlerin mit der ich bis Dato zu tun hatte. Was mir an der Zusammenarbeit imponiert hat ist, dass Skin für alle meine Ideen offen war. Moe Mitchell der bei den Aufnahmen beisass hat auch geholfen bei der Ideenfindung sprich Gesangsharmonien und Choraufbau war er ebenfalls verwundert über die Bereitschaft jegliche vorgeschlagene Idee einzusingen und auszuprobieren. Ich muss aber dazu ehrlicherweise sagen dass ich nach der kreativ Phase mit diesem Projekt komplett überfordert war.

Ich erinnre mich an internationale Telefonkonferenzen mit Dirigent von einem der Londoner Orchester, ihr Management, ihre Plattenfirma, Regisseur des Films, Schlagzeuger aus Hollywood, Musical Director aus London und und und…

Und ich als kleines damals hannoveranisches Teelicht. Alle sprachen so schnell, fällten Entscheidungen binnen Sekunden und ich hatte das Gefühl dass ich komplett fehl am Platz war. Als ich Monate später von Management erfuhr dass wir für einen ausländischen Oscar nominiert wurden als besten Filmsoundtrack und sie mich zu Verleihung eingeladen haben, ich aus Angst abgelehnt habe weil ich mit diesem ganzen Druck nicht klar kam.

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Elle:
Du warst damals Daily Manager von Kool Savas. Hast einige Projekte mit ihm umgesetzt., u. a. Albenfotos für „John Bello Story 3“, Pressefotos und die Werbeclips für „Sky’s the Limit“ mit Kool Savas, „Rhythmus meines Lebens“ und „Rewind“. Wie harmonisch verläuft die Zusammenarbeit mit Gangster-Rappern wirklich? Harte Schale – weicher Kern?

Michael Jackson:

Ähnlich wie bei meiner Fotografie, verwenden viele Künstler ihre gewählte Kunstform als Ventil. Nur weil ich düstere Fotos gerne schiesse, heisst es noch lange nicht dass ich Nachts mit weissen Kontaktlinsen, langem Mantel und schwarzen Fingernägel von Dach zu Dach springe und kleine Kinder erschrecke.



Und ähnlich ist es mit Rap. Dieses Musikgenre findet am Rande der Gesellschaft statt. Authentizität bedeutet die Wahrheit widerzuspiegeln und mit Ehrlichkeit zu agieren. Ich kenne die meisten „Gangsterrapper“ des Landes und hätte kein Problem die meisten von Ihnen Sonntags zu meiner Mutter zum Essen einzuladen bzw. Olli Banjo, Kool Savas, Moe Mitchell, Mo Trip, Franky Kubrick, Ercandize und und und waren eh schon bei meiner Mum zum essen haha Savas hat sogar Weihnachten bei uns verbracht. Ich mag den Spruch harte Schale- Weicher Kern nicht aber die Bedeutung trifft schon zu.

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Elle:
Da du nicht auf Namedropping stehst, welche Art Video oder Fotostrecke würdest du gerne mal umsetzen, schwebt dir ein bestimmtes Projekt vor, wozu du bisher nur noch der richtige Künstler fehlte?

Michael Jackson:

Ich hatte früher so viele Träume und so viele Wünsche, habe mir so viel vorgenommen und relativ fix habe ich alles was ich mir vorgenommen habe und alle Träume die ich mir ausgemalt habe erfüllt. Also habe ich mir noch größere Träume und größere Wünsche ausgemalt, welche ich auch wieder erfüllt habe.

Ich glaube was mich ausmacht ist dass wenn ich mir etwas vornehme ich es ohne Rücksicht auf Verluste durchziehe und verwirkliche. Erst neulich kam meine Vertragsschauspielerin Sara Dastjani zu mir und sagte sie möchte nicht ihre Karriere in Deutschland beginnen sondern sofort in Hollywood was größeres machen.

Für jeden normalen Menschen mit gesundem Verstand wäre dies vielleicht eine absurde und wahnsinnige Vorstellung. ich persönlich sehe dass eher als Herausforderung. Schwups, 3 Monate später haben wir einen diesen Deal akquiriert und sie wird Star ihrer eigenen Reality Show welche ich wir schon oben erwähnt schrieb und Regie führen werde. Wer von euch kennt das Buch oder den Film „THE SECRET“? Icke sach eussssssch et funktionieeeeeeert! et funktionieeeeeeert! (hahhaha)

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Elle:
Dein Motto ist „Go hard or go home“, lautet deine Empfehlung für junge Fotografen somit auch am Ziel dranzubleiben und/oder was würdest du jungen Fotografen/Künstlern gerne mit auf den Weg geben?

Michael Jackson:

Ist eine der inspiriensten Dinge die ich kenne! Ich glaube zwar dass es daran liegt dass ich das Gefühl habe dass der junge Mann im Video, Eric Thomas, eine der ersten Menschen ist der mich ganz und gar versteht.

Ich esse nur was ich schnell zu mir nehmen kann, habe mein ganzes Leben so gestaltet dass ich wenig Ablenkung habe, ich besitze nichtmal einen Fernsehen oder Couchgarnitur in meine 140 m2 Bude oder irgendwas anderes was mich von meiner Kunst ablenken kann, ich gehe nur aus wenn diese „Ausgehen“ einen Mehrwert mit sich bringt, ich behandel all meine Facebook Seiten & Homepage total Stiefmütterlich weil ich lieber mache statt dadrüber zu reden, ich habe kaum soziale Kontakte, kenne glaube ich niemanden der nicht in meinen Geschäftsfeldern sich bewegt, antworte grundsätzlich keine Email,SMS, Whatsapp oder Facebook Messages die nicht mit Business zutun haben und ich würde traurigerweise sagen dass ich eine einsame kaputte Seele bin welches sich nur über seine Kunst zu definieren versteht.

Ich kann nicht sagen dass mein Weg der richtige Weg ist, ich kann nur sagen dass ich persönlich keinen anderen Weg kenne.

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