Be Coultique – Kathleen Springer

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„Learning by doing!“, auch die Wahl-Berlinerin und Fotografin Kathleen Springer bildet sich nach diesem Prinzip weiter und entwickelte über die Zeit eine eigene Handschrift, die sie immer weiter verfeinert. Im „Be Coultique“ Interview gibt sie einen informativen Einblick in Ihre Arbeit und Denkweise.

Elle:
Von Sachsen-Anhalt zog es Dich nach der Fotografen Ausbildung in die Hauptstadt. In Berlin hast Du für Studioline Photography gearbeitet und übernahmst nach einiger Zeit die Studioleitung. Seit April 2013 bist Du als Fotografin selbständig, welche Vorteile bringt dies für Dich bzw. was war Dein wichtigster Beweggrund?

Kathleen Springer:

In der Position als Filialleitung habe ich viel gelernt und viel wertvolles Wissen erworben, um eine Firma zu führen, aber ich wollte mich fotografisch weiterentwickeln, und als Studioleitung ging es leider mehr um Zahlen und Verkaufstechniken, als um die reine Fotografie. Das klingt jetzt komisch, da man sich als Selbständige ja auch tagtäglich damit befassen muss, allerdings ist es etwas ganz anderes, das für sich und seine Zukunft zu tun, als für eine Firma, bei der man angestellt ist. Es hat viele Vorteile selbstständig zu sein, ich lege meine Termine, wie es mir passt und muss nicht jedes Fotoshooting in einer Zeit von 30 Minuten „durchshooten“. Ich nehme mir die Zeit, die der Kunde braucht. Auch fotografisch kann ich meinen Kunden viel mehr bieten, da ich nicht an Vorgaben gebunden bin.

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Elle:
Welches Genre würdest Du nie fotografieren wollen?

Kathleen Springer:

Schwere Frage, ich überlege gerade was ich in fast 11 Jahren noch nie fotografiert habe . . ., da fällt mir fast nichts ein, ich denke es gibt nur Themen die nicht so spannend sind, bei mir wäre das die Architekturfotografie, ist einfach nicht so meins, weil ich mit dem Motiv nicht „sprechen“ kann.

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Elle:
Stell dir vor, Du hättest die Aufgabe und solltest die Girl Gang von Taylor Swift porträtieren, sprich Taylor Swift, Gigi Hadid, Kendall Jenner, Karlie Kloss, Serena Williams und Cara Delevigne. Wie würdest Du die Mädels darstellen?

Kathleen Springer:

Ich würde sie wohl ganz natürlich mit Tageslicht in einem schön möblierten Zimmer fotografieren. Tageslicht als Hauptlicht und den Hintergrund schön unscharf, so dass ich ein interessantes Portrait bekomme. Kleidung und Make-Up eher leicht und casual, wie sie sich eben wohl fühlen, sowas in Richtung Home Story.

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Elle:
Was steht in nächster Zeit an oberster Stelle auf Deiner persönlichen To-Do-List?

Kathleen Springer:

Ich hab so viele Dinge im Kopf die ich erledigen möchte wenn es um meine private To Do´s geht aber im Moment… hach, unseren Hundewelpen richtig erziehen, man glaubt ja nicht, wie konsequent man da sein muss. (lacht).

Und fotografisch, viele viele Bilder für einen meiner Foto Jobs bearbeiten.

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Elle:
Wie stehst Du zu dem Thema tfp-Shootings und ab welchem Preis kann man sich als Privatperson von Dir fotografieren lassen?

Kathleen Springer:

Ich mache oft eigene TFP Shootings, meist sind es eigene Ideen, die wir verwirklichen. Ich finde, das muss man auch als Fotograf. Man sollte sich ja stetig weiter entwickeln und Neues austesten. TFP Shootings sind für mich definitiv ein Thema.

Wenn mich eine Model oder ein Make-Up Artist anschreibt, schaue ich mir natürlich erst das Portfolio an. Ich habe ja selbst auch meine Vorstellungen und möchte am Ende des Tages professionelle Fotos abliefern und genauso muss dann auch die Arbeit der anderen sein. Also ich nehme ein TFP- Shooting an, wenn es mein Portfolio weiterbringt, lehne aber auch manche Shootings ab. Ich biete den Models dann aber auch an ein Fotoshooting bei mir zu buchen. Wo wir bei Thema Preise wären. Mein günstigstes Paket sind Bewerbungsbilder, die biete ich ab 49€ an und ein schönes Portrait, Erotik oder Beauty Shooting gibt es ab 150€.

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Elle:
Eines haben wir auf jeden Fall schon einmal gemeinsam, bereits mit 14 Jahren kanntest Du Deinen Weg. Welches Ziel hast Du Dir gesetzt und wo siehst Du Dich und Deine Fotografie in 5 Jahren?

Kathleen Springer:

Puh so eine Frage muss natürlich kommen, fast wie bei einem Bewerbungsgespräch. (lacht)
Meine Idealvorstellung ist, dass ich ein großes eigenes Studio mit Loft-Charakter und ganz viel Tageslicht irgendwo in Berlin habe und wahrscheinlich schon Mama bin, man kommt, ja langsam in das Alter …

Und meine erste eigene Fotoausstellung hätte ich auch gerne dann schon gehabt. Zur Info, ich habe derzeit ein kleines Studio/Atelier in meiner Wohnung, was aus einen mittelgroßen Zimmer besteht und mit diversen Hintergründen und ein paar Möbeln und Spiegeln und einem kleinen Balkon ausgestattet ist, aber es kann ja immer größer und besser sein.

Am liebsten würde ich dann auch ab und zu mal ein Fashioneditorial in den USA machen, New York oder Los Angeles wären da meine Favoriten.

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Elle:
Was möchtest Du jungen Fotografen mit auf den Weg geben, die sich gerade erst für den Berufszweig entschieden haben?

Kathleen Springer:

Ich habe meinen damaligen Azubis bei Studioline immer geraten, sie sollen probieren, probieren, probieren. Auch wenn es mal nicht gleich beim ersten Mal so klappt, wie sie sich das vorstellen. Schaut euch viele Fotos von anderen Fotografen an und versucht das Licht und die Posen nachzustellen. Macht euch keine Gedanken, ob ihr damit die Idee klaut. Es gibt keine Idee, die noch keiner fotografiert hat….

Es gibt heutzutage so viele Fotografen, die aus dem Nichts entstehen und keine Ausbildung haben/machen und die gehen meist ganz anders an das Fotografieren ran. Sie improvisieren sehr viel. Also haltet nicht immer an die altbewährten Fotografenregeln fest, die einen in der Ausbildung einbläut werden (das musste ich auch erst mit der Zeit lernen). Sondern macht es auch mal anders.

I’m Coultique, because .. „Wer aufhört, besser werden zu wollen, hört auf gut zu sein.“
Marie von Ebner – Eschenbach –


Um Kathleen’s Arbeiten verfolgen zu können abonniert ihren Instagram-Kanal oder likt ihre Fanpage. Die beiden Coultique-Exklusiv-Strecken „Pattern in the City“ und „Wonderful Fusion“ findet Ihr ebenfalls in Coultique.

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