Be Coultique – Florian Koell

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Im wunderschönen Bundesland Tirol, in der vielfältigen und reizvollen Hauptstadt Innsbruck, lebt der österreichische Fotograf Florian Koell. Er ist ein Quereinsteiger, doch dem kreativen und ästhetischen Bereich ist er treu geblieben.

Elle:
Du hast in Innsbruck Architektur studiert, die Ästhetik ist sowohl in der Architektur, als auch in der Fotografie die Schnittstelle, wie ging es nach dem Studium für Dich weiter, war Dir bereits da klar, dass Du gerne in der Fotografie Fuß fassen möchtest?


Die ersten intensiveren Kontakte zur Fotografie brachte natürlich das Studium mit sich. Davon abgesehen war ich zu Studien Zeiten sehr viel mit dem Motorrad unterwegs und unternahm da auch einige Reisen quer durch Europa. Das musste natürlich in Bildern festgehalten werden, also kaufte ich mir ne analoge Spieglreflex, bekam ein, zwei Fotolehrbücher von Freunden geschenkt die meine neu gewonnene Begeisterung unterstützen und auch teilten. Nach dem Studium hab ich mir dann eine Canon 300D gekauft und auch vermehrt Personen aus meinem Freundeskreis geknipst. Mein damaliger Plan war es eigentlich, meine architektonischen Entwürfe mit coolen Models in Schaubildern aufzumotzen. Aber oft kommt es eben anders als man denkt und die Fotografie hat mich dann ganz in ihren Bann gezogen. Da man ja bekanntlich nur einmal lebt, sollte man versuchen das tun zu können was einem am meisten Spaß macht.
Ich habe dann alles andere gelassen und mir meinen persönlichen Fokus aufs knipsen gelegt, das war vor etwa 3,5 Jahren. Seit nem Jahr versuch ich nun davon zu leben,
ist nicht immer leicht, aber läuft immer besser.

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Elle
Mit welchem Equipment shootest Du zurzeit und welches „Baby“ würdest Du Dir in Zukunft gerne noch zulegen?


Zur Zeit shoote ich mit einer Canon 6D. Meine Lieblingslinse und fast schon immer drauf, ist das Sigma Art 35mm 1.4. Was Verschlusszeit und Offenblende in Kombination dieser zwei betrifft, stoße ich da bei Outdoorshootings und je nach Lichtverhältnissen immer öfter an gewisse Grenzen, von dem her halte ich mittlerweile Ausschau nach nem leistungsstärkeren Body. Mal sehen was es bei Canon heuer noch so für Neuerungen gibt. Kann auch sein, dass ich mal nen Systemwechsel vollziehe, da ich ja schon seit Analogzeiten auf Canon unterwegs bin. So ein “Wunsch-traum-baby“ wäre natürlich irgendwann mal ne Leica M Monochrom. Schauen wir mal was die Zukunft noch so mit sich bringt.

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Elle:
“Außergewöhnliche Bilder sind immer Teamwork!”, um Dich gerade einmal zu zitieren. Setzt Du bei Deinen Arbeiten immer auf das gleiche Team und nur das Model wechselt oder wie gehst Du bei der Auswahl von Stylist und H&M vor?


Bei Visas und Hairsytlisten, geb ich auch immer wieder neuen und jungen Leuten gerne ne Chance. Wenn man dann sieht, dass das harmoniert, wird natürlich eine längerfristige Zusammenarbeit angestrebt, da dies einfach viele Vorteile mit sich bringt. Stylisten sind bei uns in Tirol Mangelware. Deswegen hab ich da von Anfang immer selber viel in Klamotten und Schmuck investiert und mach das auch heute noch. Gerade in diesem Bereich ist dann ein gutes Teamwork unerlässlich, damit bei den verschiedenen Shootings die wir gemeinsam umsetzen, auch der Style passt. Was Models betrifft, greife ich bei freien Arbeiten im Normalfall auf meine Stammmodels zurück, oder eben Models mit denen ich schon gearbeitet habe oder die ich schon persönlich kenne.

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Elle:
Dein fotografischer Stil ist gefestigt, Deine Bilder erkenne ich nun schon von weitem in der Timeline, TFP Shootings gehst Du daher nur noch an, wenn Dir das Model und die Idee zusagt. Was muss das Model mitbringen, damit Du mit ihr/ihm arbeitest? Shootest du auch TFP mit New Faces, die gerade die ersten Schritte im Modelbusiness machen?


Freie Arbeiten setze ich fast nur noch mit meinen Stammmodels um. Dazu gehören Sabrina Vujmilovic, Nina Petutschnigg und Isabella Wolf. Wir sind einfach mittlerweile ein super eingespieltes Team und schätzen uns gegenseitig sehr!

Ein gutes Fotomodel muss für mich ne Schauspielerin sein. Sie muss einfach ein Gefühl für die Szene haben und ausdrucksstark sein. Von dem her, wenn ich mich nach neuen Gesichtern umsehe, müssen die nicht zwingend aus der Modelbranche kommen. Es ist oft die Kombination aus Typ und Ausstrahlung die mich anspricht und ich dann sofort verschiedene Szenen vor Augen habe, in denen ich diese Person sehe.

Ich hatte jetzt zweimal das Vergnügen mit Schauspielerinnen zu arbeiten und ich muss sagen, ich war schwer begeistert! Mit den zweien wird es heuer sicher noch das eine oder andere neue Projekte geben.

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Elle:
Ein Fotograf darf nie zum Stillstand kommen, selbst die großen Top-Fotografen entwickeln sich immer weiter, wie stehst Du persönlich zu Einzelcoachings?


Ich hab mir letztes Jahr mal ein Online- Einzelcoaching bei Alexei Bazdarev gegönnt. Mit den Möglichkeiten die das Internet heutzutage bietet sind auch solche Sachen sehr empfehlenswert. Der Input des Coachings war wirklich super und hat mich auch wieder ein Stück weiter gebracht. Ich versuche ja selber mindestens einmal im Jahr, einen Workshop bei nem anderen Fotografen zu besuchen oder wenn die Möglichkeit besteht diesen, für nen Workshop nach Innsbruck zu holen. Ich liebe es einfach mich mit anderen diesbezüglich auszutauschen oder ihnen auch mal über die Schulter blicken zu können, weil man immer wieder was für seine eigene Entwicklung mitnehmen kann.

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Elle:
Vom 21.05. – 22.05. gibst Du gemeinsam mit Angelo Lair auf Mallorca einen Workshop, Models sind Nina Petutschningg, Sabrina Vujmilovic, Desiree Timm und Tina Ohliger. Wie kann man sich einen Workshop unter Deiner Leitung vorstellen?


Ich werde versuchen den Teilnehmern die Dinge näher zu bringen die für mich eben unerlässlich bzw. für mich am wichtigsten sind, um gute Bilder zu schießen. Vom Bildaufbau, Verständnis der Szene oder eben die richtige Location zu finden, um die Idee die einem vorschwebt umzusetzen. Auch generell ein Gespür zu entwickeln wo man wie, was knipstechnisch umsetzen kann, auch mit sehr geringem Aufwand, aber dennoch mit liebe zum Detail. Man braucht nicht die teuerste Ausrüstung um geile Bilder zu machen. Der Umgang mit den Models und die Stimmung während des Shootings haben meiner Meinung nach, den größeren Einfluss auf ein gutes Bild, als die Ausrüstung die verwendet wird. Solche Punkte und noch unzählige andere Sachen versuch ich generell bei meinen Workshops zu vermitteln und dem einen oder anderen eben auch neue Sichtweisen oder Blickwinkel näher zu bringen.

Wir haben bei diesem Workshop auf Mallorca wieder ein Super Team am Start, somit sollte es jedem Workshopteilnehmer gelingen, seine Bildsprache zu verbessern bzw. genügend neuen Input für sich, mit nach Hause nehmen zu können.

Für die ersten 4 Teilnehmer haben wir auch noch Schlafplätze auf unsere Finca anzubieten. Für nähere Infos zum Workshop oder Buchungen, bitte einfach über Facebook Kontakt mit mir aufnehmen.

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Elle:
Wenn Du ganz frei wählen könntest, Klient, Team, Topmodel und Location, wie würde Dein “Traum-Shooting” aussehen?


Klient: Agent Provocateur
Team: meine Lieblings Visagistin Emel Özkan, vielleicht noch nen guten Freund als Assi 😉
Topmodel: sowas brauche ich nicht! Ich greif da lieber auf meine 3 Stammodels Nina, Isabella und Sabrina zurück und auch auf Emel meine Lieblings-Visa in ner kleinen Nebenrolle, sie hat nämlich auch Modelqualitäten! Da würden wir ne Hammer Stimmung haben, was für mich eben auch unerlässlich ist.
Location: House Elrod entworfen von John Lautner ( bekannt aus James Bond “Diamonds are for ever“)
Bilder und Szenen hätte ich schon im Kopf, wäre zu geil sowas… ich weiss, dass wir das rocken würden!

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Elle:
Do spüt d’Musi! Kurz und knapp:

Linzer Torte oder Kaiserschmarren: Kaiserschmarrn
Bergwandern oder Snowboarden: Bergwandern
Franz oder Sissi: Sissi
Almdudler oder Jagatee: Almdudler

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I’m Coultique, because i love to play those mind games together.

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