Be Coultique – Eugen Mai

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Eugen Mai ist ein Fotograf aus Berlin, der beachtliche Referenzen aufzuweisen hat. Sein Leidenschaft zur Fotografie drückt er in einfachen Worten so aus: Love my Camera – Love Fashion – Love Photography – Love Creativity.

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Elle:
Du hast mit em in Berlin auch eine Full-Service Agentur, bei der du deine fotografischen Arbeiten auch mit anderen kreativen Dienstleistungen im Bereich Print und High-End-Web & Applications verbindest. Wie bist du zur Fotografie gekommen, war es die logische Ergänzung zur Creative Agency?

Eugen Mai:

In Süddeutschland war ich als Art-Director beschäftigt. Das ständige Arbeiten mit Fotografen und Models hat bei mir eine Leidenschaft entfacht, die erst in Berlin stärker brennt als je zuvor. Die Brücke zur Creative Agency war demnach abzusehen. Nach der ersten Shoppingtour durch den Equipment-Dschungel war ich dann direkt voller Tatendrang. Explodierende Festplatten voller Moods und Vogue Magazine die aus allen Spalten meines kleinen Büchergals quollen haben das ganze noch unterstrichen. Es war dann nur noch eine Frage der Zeit zwischen den Jobs in der Agentur einige Shootings zu realisieren die anfangs noch mehr oder weniger geplant abgelaufen sind…

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Elle:
Berlin ist für seine breite Paletten von Angeboten in der Medienlandschaft bekannt. Wie schwierig ist es in Berlin als Fotograf Fuß zu fassen, ist die derzeitige Nachfrage immens oder muss man sehr ehrgeizig, immer mit neuen Ideen und vollem Einsatz bei der Sache sein?

Eugen Mai:

Das ist eine gute Frage und ich weiß noch genau wie es angefangen hat, da ich ja erst seit etwas mehr als drei Jahren in der Hauptstadt bin. Es war schwer in Berlin die ersten lukrativen Jobs zu bekommen. Ach, es geht schon viel früher los, nämlich überhaupt für angesagte Jobs in Frage zu kommen. Berlin ist ein kreatives Haifischbecken. Man braucht im offenen Gewässer einige Zeit, um die Wellen lesen zu können. Ich habe sehr viel Energie aufbringen müssen und auch Glück gehabt, wundervolle Menschen kennenzulernen, um in ein Umfeld zu gelangen, das für gute Aufträge entscheiden kann. Man muss sehr aufgeweckt sein, kommunikativ, ein wenig größenwahnsinig und nicht zuletzt laut, um hier Gehör zu finden.

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Elle:
Du arbeitest für Designer mit professionellen Models und Visagisten zusammen. Für diverse Aufnahmen sind sicherlich verschiedene Models wichtig. Gibt es für dich aber auch ein spezieller Typ Frau, der dich in/für deine Fotografie besonders reizt?

Eugen Mai:

Es gibt verschiedenste Frauen und Models. Hier bin ich nicht voreingenommen, bzw. versuche es nicht zu sein oder zu werden. Zum einen setzt man eine gewisse Professionalität voraus, die sich auf unterschiedlichen Ebenen wiederspiegelt. Zum anderen spricht man oft über Gesichter, die allein schon durch ihre Ausstrahlung sehr anmutig, charakteristisch, besonders und höchst anziehend wirken. Rein optisch betrachtet ist mir dieser spezielle Typ sehr wichtig. Ich versuche mit jedem neuen Job – mit jeder neuen Session immer wieder neue tolle Models zu buchen. Die enge Zusammenarbeit mit Modelagenturen ist hier nicht mehr wegzudenken.

Rein persönlich mag ich eher weichere Gesichtszüge – große Augen und volle Lippen. Das Erscheinungsbild mancher Mädchen wirkt allein schon durch das Betreten des Sets als extreme Bereicherung. Diese Kombination erlaubt es die Mädchen sehr flexibel zu stylen. Mimiken können Charakter zeigen, Blicke internationale Sprachen sprechen. Und trotzdem können sie sehr weiblich und lasziv zugleich sein. Ich habe schon viel mit Mode und deren Schöpfern gemacht und war immer sehr glücklich, wenn ich es geschafft habe, am Ende eines Tages aus einem Model verschiedene Persönlichkeiten zu entlocken.

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Elle:
Was fasziniert dich an Mode und denkst du, sagt Mode über unsere Gesellschaft aus?

Eugen Mai:

Mich fasziniert an Mode hauptsächlich die Schönheit, die ein Mensch dadurch auferlegt bekommt. Mode sagt viel mehr aus, als der Stoff aus dem sie besteht. Es ist für mich eine Kombination aus Schnitt bzw. Design, Stoff und der Person, die dieses Stück trägt. Man stelle sich ein wundervolles Kleid aus Spitze vor. Eine junge Frau, die in einem Café sitzt, eine Tasse haltend aus dem Fenster blickt und leicht die Augen durch die einfallenden Sonnenstrahlen zusammenkneift… Den Blick fokusiert und entschlossen. Mode ist etwas tolles und unterstreicht zu jedem Augenblick des Menschen Inneres, was er nach aussen trägt. So der Gedanke an die perfekte Welt in der 100% schöne Menschen den Moment eines tollen, stilvollen und unabhängigen Lebens geniessen.

Dann gibt es auch noch Mode, die selten schön oder gar vorteilhaft wirkt. Extremität und der Wunsch nach Aufmerksamkeit gehen hier oft Hand in Hand. Auch der bewusste Bruch von Stilen kann anziehend wirken, finde ich. Jedoch könnte etwas weniger Anti-Chic und mehr Klasse nach aussen getragen werden. Über die Menschen in den verschiedensten Stoffen möchte ich nichts sagen, da ich nicht urteilen will über vielleicht wundervolle Persönlichenkeiten, die ich bisher nicht kennenlernen durfte. Und über Geschmäcker lässt sich bekanntlich streiten..

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Elle:
Wie kann man eine Person portraitieren und dabei etwas Geheimnisvolles im Bild verstecken oder eine andere Emotion transportieren? Worauf muss man achten?

Eugen Mai:

Ich würde sagen, man muss darauf achten was zwischen dem Model und dem Fotografen passiert. Die Stimmung und Energie am Set ist für mich in Bildern das ausschlaggebenste Element, das über den Erfolg des Jobs entscheidet. Meiner Meinung nach geht es bei diesem „Magic-Moment“ zu 80% um den Blick des Models und dem, was auf zwischenmenschlicher Ebene passiert. Gute Laune, entspannte Stimmung und Symphatie sind ein sehr gutes Fundament. Einen klarer Blick, einen Moment der völligen Ehrlichkeit und Balance zwischen Schauspiel und ggf. wirklicher innerer Einstellung des Models, werten das Bild ungemein auf.

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Elle:
Wie wichtig ist der gute Kontakt zum Model, damit eine gewissen Vertrauensbasis für eine optimale Zusammenarbeit gewährleistet ist. Kennst du das Problem, dass kein Arbeit auf gleicher Ebene möglich war oder sich schwierig gestaltet oder hast du ein spezielles „Rezept“?

Eugen Mai:

Selten – da ich immer gut gelaunt, entspannt und als cooler „Kumpel“ an den Job gehe. Fühlt man sich wohl, ist ein mögliches Problem nach den ersten fünf Minuten wie weggezaubert. Eine kurze Eingewöhnungszeit auf die neue, mir gegenüberstehende Persönlichkeit ist da völlig legitim. Für mich ist das zwischenmenschliche Verhältnis das Maß aller Dinge. Ein Patentrezept kenne ich dafür leider nicht. Mein eigenes Vorgehen könnte ich so zusammenfassen: Sei nett, sei cool, bleib easy – dann klappt das auch zu 95% mit den Models.

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Elle:
Eine Frage, deren Antwort mich immer sehr interessiert, ist die nach dem Dreamproject. Was wäre für dich ein Traumshooting, bei dem du das Land, die Location, Ausstattung, Visagist und Models frei wählen könntest?

Eugen Mai:

Das Dreamprojekt: WOW… da gibt es noch einige Sachen die mir sehr zusagen. Ich will gerne nach New York – hab da ein sensationelles Bild im Kopf, mitten auf dem Time Square. Dann wäre da noch Namibia – inmitten eines traditionellen Dorfes mit einheiminschen Dorfbewohnern und einem tollen Model, welches in einem endlos weißen Kleid, umgeben von Kindern ihre Hand nach der Sonne ausstreckt. Als Models stelle ich mir bei meinem Traumprojekt gerne die Elite wie zum Beispiel Miranda Kerr, Hillary Rhoda, Candice Swanepoel, Regina Aiste, Barbara Palvin und Lady Moss an die Seite. Der Rest des Teams bleibt bestehen, da ich bereits mit tollen und sehr talentierten Leuten umgeben bin.

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I’m Coultique, because … It´s me! So give me a call and let´s see whats up next. Based in Berlin – I think thats the main facts.

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2 Kommentare

  • Anni am 07.02.2013 um 12:03 Uhr:

    Wunderschöne Bilder. Jedes Bild hat eine einzigartige Atmosphäre! Beeindruckend! Und die Models schauen klasse aus!

    LG,
    Anni

  • Eugen Mai am 20.02.2013 um 14:15 Uhr:

    Vielen lieben Dank liebe Anni..
    Ganz klar auch ein grosses Danke an Coultique und an mein Team.

    Ich freue mich sehr über so viel positives Feedback.

    Liebe Grüße,
    eugenmai

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