Be Coultique – Alexandra Evang

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Die Leidenschaft für Fotografie fließt schon seit frühen Kindertagen durch ihre Adern. Nachdem ihr Kinderzimmer keinen Platz mehr für Bilder aufwies, entschloss sich die Fotografin Alexandra Evang aus der Mittelstadt Wermelskirchen, südöstlich von Remscheid dazu, eine Ausbildung zur Fotomedienlaboratin beim Westdeutschen Rundfunk in Köln zu machen. Seit 2011 studiert sie nun Kommunikationsdesign an der FH in Düsseldorf.

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Elle:
Wie kamst Du zur Fotografie, in welcher Situation hat Dich die Leidenschaft gepackt und Du wusstest, dass Du diese zum Beruf machen möchtest?

Alexandra Evang:

Fotografiert habe ich zumindest gefühlt schon immer, falls man das fotografieren nennen kann. „Damals“ war ich komplett analog mit einer kleinen Knipsi unterwegs. Ich hatte Glück, dass mein Vater viele Jahre bei Agfa gearbeitet hat. So konnte ich mir gleich da meine ganzen Filme entwickeln lassen. Mein Kinderzimmer glich einer Fototapete.

Fast noch lieber habe ich allerdings gemalt. Am liebsten Pferde und mir dazu meine eigenen Geschichten ausgedacht.

Das erste Mal hatte ich eine DSLR Kamera dann 2005, mit 15 Jahren, zu Beginn meiner Ausbildung beim WDR in der Hand. Auch hier war ich immer noch der analogen Fotografie verfallen. Wir hatten sogar ein Labor zum selber entwickeln – Filme und Handabzüge gehörten quasi zur Tagesordnung.

Eine tolle Zeit und auch heute halte ich den Kontakt zu den lieben Menschen, die mich durch meine Ausbildung dort begleitet habe. Die Leidenschaft für die Fotografie war also schon ziemlich früh da, dass ich das tatsächlich beruflich machen möchte, hat sich dann über die Jahre entwickelt.

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Elle:
Viele Kreative zieht es nach Berlin oder Hamburg. Wie siehst es Deiner Meinung nach in Düsseldorf im Bereich Fotografie aus?

Alexandra Evang:

Während meiner Ausbildung habe ich die meiste Zeit in Köln verbracht, kannte Düsseldorf selbst gar nicht wirklich und wohne jetzt erst seit ca. 4 Jahren hier.

Man könnte es fast Liebe nennen, denn ich mag diese Stadt tatsächlich unheimlich gerne. Ich studiere aktuell noch Kommunikationsdesign in Düsseldorf, habe viele kreative Menschen um mich herum und die FH selbst ist von einigen Showrooms umgeben.

Die Locations zum Fotografieren sind ebenfalls nicht zu verachten, genauso wenig wie das Kulturprogramm hier. Hamburg könnte ich mir eventuell auch noch vorstellen. Ich glaube Berlin wäre so gar nicht meine Stadt. Zu groß, zu wenig drum herum und vor allem für mich zu wenig Natur.

Bisher war ich aber in beiden Städten immer nur ein paar Tage am Stück. Vielleicht zu wenig um das richtig beurteilen zu können.

Zum Wohnen und auch zum Arbeiten ist mir aber generell eine Umgebung mit viel Natur und natürlich auch vielen Pferden viel zu wichtig. Ich glaube da habe ich es mit Düsseldorf ganz gut getroffen.

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Elle:
Vor kurzem bist Du mit einem befreundeten Model für ein Shooting nach Mallorca gereist. Welche Vorbereitungen triffst Du bei Shootingreisen im Vorfeld und wo liegt die Schwierigkeit der Planung?

Alexandra Evang:

Da wir im Januar geflogen sind, lag die Schwierigkeit hierbei tatsächlich beim Wetter. Ziel war es die Mandelblüte + Sonne zu erwischen und genau das haben wir dann zum Glück auch geschafft.

Eine Woche vorher waren nur Knospen zu sehen und Spanien ist im Regen versunken. Eine Bekannte betreibt auf Mallorca einen Reitstall (Rancho Bonanza), so war ich im Vorfeld auch schon mit den Vierbeinigen Modellen vertraut.

Die Outfits für die Mallorca Shootings habe ich zusammen mit meiner Mutter entworfen und mir auch von dieser nähen lassen. Auch mit Sandra (Model) habe ich mich im Vorfeld getroffen. Zusammen sind wir dann noch einmal die ganzen Looks und Ideen durchgegangen.

Zur Vorbereitung generell:
Im Vorfeld erstelle ich meist ein Moodboord und sammle Ideen. Meine Liste mit Shootings, die ich noch umsetzen möchte ist unendlich lang. In meinem Kopf schwirren so viele Bilder rum, die es gilt umzusetzen.

Trotzdem kann man Shootings mit Tieren nie zu 100% planen, da diese einfach unberechenbar sind und man nie weiß, ob man genau die Idee, die man im Kopf hat auch wirklich genau so umsetzen kann. Oft lasse ich mich auch einfach von meinem Gefühl beim Shooting selber leiten.

Ich arbeite mit der Sonne bzw. dem Wetter generell als Outdoorfotografin und viel ergibt sich dann auch einfach vor Ort.

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Elle:
Im Sommer steht Deine Bachelorarbeit an, das Thema lautet Frauen und Pferde. Pferde gelten sowohl bei kleinen Mädchen, als auch gestandenen Frauen als Freund zum Anlehnen und tragen lassen. Magst Du einen ganz kurzen Einblick geben, was Dir hierfür im Groben vorschwebt?

Alexandra Evang:

Meine Bilder transportieren Emotionen und auch ein wenig Freiheit. Die Verbindung Pferd / Mensch ist es was mich reizt. Genau das ist mir auch wichtig in meiner Bachelorarbeit zu zeigen. In meinen Augen strahlt kein Tier soviel Stolz und Anmut aus, wie ein Pferd es tut.

Um verschiedene Pferde, Stimmungen und auch Orte in den Fotos für meine BA zeigen zu können, war ich neben Mallorca jetzt auch noch zum arbeiten in Andalusien unterwegs. Zusätzlich sind einige tolle Projekte auch hier geplant und teils schon umgesetzt.

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Elle:
Du gibts auch Workshops, in denen Du die Teilnehmer in Fotografie und Bildbearbeitung unterrichtest. Deine Workshops sind sehr begehrt und immer rasant schnell ausgebucht, wie auch Deine nächsten beiden in Kutenholz (28.02.2015) und Düsseldorf (07.03.2015). Wie laufen diese ab und wo finden die nächsten Workshops statt?

Alexandra Evang:

Bei mir wird Persönlichkeit groß geschrieben und ich glaube genau, dass es auch das ist, was Menschen reizt zu mir zu kommen.

Es gibt keine sterilen Seminarräume, sondern eher eine gemütliche Wohnzimmeratmosphäre. Man hat einfach einen tollen Tag zusammen, bei dem die Teilnehmer viel lernen und sich bei lockerer Atmosphäre unter Freunden fühlen können.

Man bucht bei mir quasi das Rundumwohlfühlpaket – egal ob es um ein Shooting, Workshops oder auch ein Coaching handelt. Ich glaube ohne diese Intention könnten auch nicht solche gefühlvollen Bilder entstehen.

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Elle:
Wie sieht Dein absolutes Traumprojekt mit einem Traumteam aus? Hast Du eine Idee, die Du bisher noch nicht umgesetzt hast, Dir aber unter den Nägeln brennt?

Alexandra Evang:

Ich hätte Lust mal mit einer tollen Stylisten / einem Stylisten zusammen zu arbeiten.

Inklusive grandioser Outfits, ausgefallenem Styling (auch gerne für’s Pferd, welches natürlich nicht fehlen darf) und einem tollen Model. (Falls sich jemand angesprochen fühlt gerne melden)

Heißt mehr fashionmäßig und mit spannenden Perspektiven, aber wie immer mit viel Gefühl und auch einem schön fotografierten Pferd.

Hier ist fast immer das Problem, dass die Pferde in „Fashionstrecken“ meist untergehen und nicht richtig dargestellt werden. Damit meine ich bspw. die Positionierung des Pferdes, oder den Gesichtsausdruck.

Generell gibt es so viele tolle Pferde – Mensch-Paare auf der ganzen Welt verteilt, denen ich vor allem auch auf Instagram und Facebook folge und mit denen ich gerne einmal arbeiten würde.

Auch auf ein neues Buchprojekt hätte ich unheimlich Lust und tolle Ausstellungen mit vielen Menschen, die genau wie ich Lust auf emotionale und ausdrucksstarke Bilder von Menschen und Pferden haben.

Generell hoffe ich aber einfach immer weiter fotografieren zu können und mit meinen Bildern viele Menschen zu erreichen und damit glücklich zu machen.

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I’m Coultique because i am a happy smiling Alexandra.

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