Avantgarde Corset – Empire Pierre Leszczyk


Das Korsett ist ein unverzichtbares Accessoires, dass die Vorzüge der Frau mit ihren weiblichen Kurven ins rechte Licht rückt. Es ist Kult und somit natürlich auch ein “coultiquer” Beitrag wert.


Aus der heutigen Modewelt ist das Korsett nicht mehr wegzudenken. Die Frau, die es trägt, strahlt einen besonderen Reiz aus, sie wirkt selbstbewusst, verführerisch mit einem Hauch von Unnahbarkeit und lässt Männerherzen höher schlagen. Die Korsetts sind ein unverzichtbarer Teil der Mode, als schickes Oberteil, als aufregendes Dessous, aus Seide, Samt, Spitze oder extravagant aus Lack und Leder.



Empire Pierre Leszczyk zeigt in seinen schönen und unverkennbaren Fotografien die geheimnisvolle und verführerische Weiblichkeit der Frau in der Corsage.

Elle:
Pierre, welche Bedeutung hat ein Korselett für Sie im Bereich Fashion und in der Fotografie?


Empire Pierre Leszczyk:
Das Korsett ist für mich noch immer der Inbegriff der Weiblichkeit, es sorgt für eine faszinierende Silhouette und sorgt für eine geradere Haltung. Gleichzeitig ist es aber auch immer mit dem gewissen Prickeln des Geheimnisvollen verbunden, da sich der Weg in den Jahrhunderten von der körperformenden Unterwäsche über das Dessous bis hin zum „Must Have“ Asseccoirs geändert hat.

Aus der fotografischen Sicht wird der Körper optimiert, die Weiblichkeit betont und das Model nimmt eine geradere Haltung ein. Das bringt gleich viel bessere fotografische Ergebnisse und unterstreicht die Makellosigkeit, die bei den meisten Bildern unterstrichen werden soll.

In dem Bereich Fashion hat sich das Korsett einen Weg in alle Schichten der Kleidung erobert, es ist alltagstauglich geworden. Coco Chanel würde sich im Grab umdrehen. :-)



Mit Hilfe von Pierre Leszczyk werden wir den ruhmvollen Feldzug dieses Kleidungsstückes bis in unsere Kleiderschränke verfolgen. Empire Pierre Leszczyk, ein Fotograf und Fotokünstler, zeigt kunstvoll arrangierten Szenarien, in denen sich Emotionen wiederspiegeln und Sinnlichkeit sowie Erotik mit einem Hauch von Sündhaftigkeit zu einem fotografischen Meisterwerk werden.

Elle:
Das Korsett ist ein Kleidungsteil, welches bereits im Mittelalter als geschnürte Mieder seinen festen Platz hatte. Man besann sich aber immer mehr auf figurbetontes Outfits und verhalf sich zu einer tollen Figur, in dem man mit engen Bandagen versucht, die Figur zu formen. Die ersten Korsetts (Corset, franz/Harnisch) waren wirklich eher eine Art Schutzpanzer, sie sollten zwar schlank machen, aber die Damen sollten anständig,
züchtig wirken, die Brust wurde quasi weggeschnürt. Welche Bedeutung hatte es in der Barockzeit?

Empire Pierre Leszczyk:

In den Anfängen des Barock galten noch rundliche Formen gemäß dem Rubensstil als schick, im Laufe dieser Zeit wurde die Leibesfülle in das Korsett gerückt und die Sanduhrform der Frau wurde von dort an für fast 3 Jahrhunderte das Idealbild der Weiblichkeit. Die Barockzeit stellt somit die Wiege des eigentlichen Korsetts da, wie wir es heute verstehen nutzen und interpretieren.



Elle:
Im Rokokko hatte das Korsett der vornehmen Gesellschaft dann seine Hoch-Zeit. Die Brust wurde betont und nach oben verschoben.

Empire Pierre Leszczyk:

Keine andere Zeit hat die Sanduhr als Silhouette in einer extremeren Form dargestellt. Die hochgeschnürte Brust als Sinnbild der Leidenschaft wurde stark betont und verziert mit einer Mouche (einem Schönheitspflästerchen).

Parallel dazu wurden die Paniers (die Reifröcke) immer breiter, so dass eine Darstellung schon fast karikaturähnlichen Charakter hat. Die Wirkung der hochgehoben Brust unterstrich letztlich natürlich die Lustkultur des Rokoko und es gibt auch in der heutigen Zeit wohl kaum einen Mann, welcher nicht von einem solchen Anblick verzückt wäre.



Elle:
Nach der französischen Revolution verschwand für kurze Zeit dieses Dessous, da es als Symbol des Adels und der Dekadenz galt. Doch das blieb nicht lange so, in der Männerwelt trug der Dandy ebenfalls ein Korsett, damit die Schulter möglichst breit im Verhältnis zur Taille wirkte.

Empire Pierre Leszczyk:

Der Dandy gilt bis zur heutigen Zeit als der Urtyp der männlichen Fashion Ikone. Kein Wunder, dass der Dandy Chick gerade jetzt in 2011 seine Wiedergeburt erlebt, wenn auch in einer etwas anderen Stilrichtung. Was bei der Dame die Sanduhr, beim Dandy das Dreieck von Schulter bis Hüfte. Ein Sinnbild, das bis heute noch bestand hat. In der heutigen Zeit wird dieses Sinnbild durch gezielte Muskeldefinition von Schulter und Bauch (Sixpack) betont. Die Wirkung soll im Grunde aber die gleiche sein.



Elle:
In der Biedermeierzeit wurde dann das Korsett mit Reifröcken getragen. Die liebe österreichische Sissy machte das Korsett bis nach Amerika populär.


Empire Pierre Leszczyk:
Sissy war ein IT Girl mit einem Korsett Fetisch. Sie war sozusagen das erste Size Zero Model, welches eine ganze Ära geprägt hat. Noch heute sind ihre körperlichen Maße fast unvorstellbar. Das Korsett zaubert aber auch selbst im extremsten Bereich immer noch eine Weiblichkeit und daher war es auch zur Biedermeierzeit so beliebt. Die Befreiung der Frauen aus dem Korsett ist dann niemand anderem als Coco Chanel zu verdanken, die die Etikette des Korsetts aufbrach.



Im 20. Jahrhundert erschien eine bequemere Variante aus elastischem Material auf der Bildfläche und der Büstenhalter nahm seinen erfolgreichen Feldzug rund um die Welt.Nach dem 2. Weltkrieg lebte aber die Liebe der Frau zur Schnürung dann wieder auf und das ist bis heute so geblieben.

Kleiner modischer Tipp am Rande: Auch wenn den Männern bei unserem Anblick die Luft wegbleibt, uns Frauen sollte das nicht passieren, also nicht z u eng das Korsett schnüren.



Merci, Pierre für die Ermöglichung dieses Beitrages! Au revoir !À bientôt !

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Ein Kommentar

  • Evelyn am 28.09.2011 um 20:42 Uhr:

    It’s a wonderful job, full of talent, composition, originality, and personality, unique and incomparable definitive

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