Auf der Bühne des Lebens


Im vierten Semester besuchten die beiden Nürnberger Studenten Florian Einfalt und Thomas Brodowski das Studienmodul CGI (Computer Generated Imaging) von Prof. Jostmeier (Georg-Simon-Ohm Hochschule Nürnberg).

Die Umstellung vom Diplom- auf den Bachelor-Abschluss brachte viele Veränderungen mit sich, wie z.B. auch CGI, das als Modul im Design-Studiengang neu eingeführt wurde.

Als es anfangs des 4. Semesters galt, ein individuelles Projekt mit freiem Thema umzusetzen wählten die beiden “Stereotypen – Auf der Bühne des Lebens…”. Mit dem gefassten Thema konzeptionierten die Studenten gemeinsam mit dem Hamburger Fotografen Werner Bartsch mehrere Motive an virtuellen Sets. Doch von der gedanklichen Planung bis zur finalen Umsetzung war es ein langer Weg der nur mit Kreativität, Emotionalität, Augenmaß und technischem Wissen erfolgreich beschritten werden konnte.

Das Resultat sind 6 fantastische Bildsets, bei denen pro Bild immer die gleiche Person als, von den Studenten ausgemachter, Stereotyp mehrmals in verschiedenen, der Umgebung angepassten, Posen und in Interaktion mit sich selbst dargestellt wurde.











Es entstanden 6 fantastische Bildsets, bei denen pro Bild immer die gleiche Person mehrmals in verschiedenen, der Umgebung angepassten, Posen dargestellt wurde.

Elle:
Bei der Serie “Stereotypen” waren verschiedene Arbeitsvorgänge – wie z.B. die Erstellung von 3D-Modellen und das Einsetzen von Dummies erforderlich. Die geeigneten Models konnten mit Hilfe von Werner Bartsch und einer Agentur gefunden werden. Dann wurde in enger Abstimmung zwischen den beiden CGI-Designern und dem Fotografen in Hamburg fotografiert und anschließend die Ergebnisse aus 3D-Rendering und Fotografie im Compositing zusammengeführt.

Elle:
Wie war die Arbeitsteilung oder habt ihr Hand in Hand gearbeitet?


Florian:
Thomas und ich haben für das Projekt einen Raum in der Hochschule zur Verfügung gestellt bekommen in dem wir das Projekt täglich gemeinsam voran getrieben haben. Eigentlich haben wir meist an zwei Motiven gleichzeitig gearbeitet wobei sich jeder entweder um das Modellieren der 3D-Geometrie oder die Zuweisung der Materialien gekümmert hat. Diese Arbeitsweise stellte sich für uns am effizientesten heraus da so meist nur einer von uns für den jeweiligen Komplex im Bild verantwortlich war und es zu wenigen “Reibungsverlusten” bei der Übergabe der Szenen kam.

Elle:
Bei der Umsetzung war sehr viel genau zu beachten – die richtige Positionierung der Personen im Raum und die Größen- und Lichtverhältnisse. Was war besonders schwierig? Was war für euch die größte Herausforderung?


Florian:
Natürlich war es sowohl für uns als auch für Werner Bartsch das erste CGI-Projekt in dieser Größenordnung. Daher war es zu Beginn des Shootings schon spannend ob die Positionierung aller Personen im Raum glaubwürdig gelingen kann. Wir haben versucht dies mit bestmöglicher Vorbereitung und größtmöglicher Präzision am Set sicherzustellen.

Im Studio war es besonders wichtig die 3D-Kamera zuverlässig mit der realen Kamera zu “synchronisieren”, d.h. Brennweite, Abstand, Neigungswinkel etc. in Übereinstimmung zu bringen. Hierfür hatten wir am Set unsere Rechner mit den vorher konzeptionierten 3D-Test-Szenen dabei, sodass wir für jede zu fotografierende Einstellung Massdaten aus dem Rechner bekommen konnten und so dem Fotografen möglichst genaue Vorgaben zu o.g. Parametern machen konnten.

Um das Ergebnis sofort zu prüfen wurden noch am Set die jeweiligen Einstellungen schnell in die Test-Szene composed und so auch das ästhetische Zusammenspiel der beiden Komponenten überprüft.

Beim Licht sind wir ähnlich verfahren. Im Vorfeld wurde die Lichtstimmung für den Raum festgelegt und dann im Studio in Abstimmung mit dem Fotografen und den vorher bereits genannten Techniken (Messdaten aus dem Rechner werden auf das reale Set übertragen) umgesetzt. Allerdings hatten wir beim Licht eine viel größere Freiheit, sodass wir hier einen Mittelweg zwischen ‘realistischem’ und ‘interessantem’ Licht beschritten haben.

Elle:
Ihr habt euer Werk mit
Werner Bartsch, einem Fotografen aus Hamburg realisiert. Habt ihr ein nächstes Projekt schon vorgemerkt oder wie sehen eure Pläne aus?

Florian:
Für uns hat nun erstmal der Abschluss unseres Studiums Priorität. Sowohl Thomas (in Stuttgart bei Daimler) als auch ich (wahrscheinlich in London bei Saddington & Baynes) werden bis Juli unsere Bachelorarbeit ausarbeiten und dann an der Hochschule präsentieren. Was danach passiert ist bis jetzt noch nicht klar.

Danke, Florian!

Florian Einfalt: Portfolio
Thomas Brodowski: Portfolio

Share and Enjoy

Pinterest
All images in coultique.com are copyright restricted for coultique,
the artist or label. No reuse of images without express permission.

Leave a Comment


Name*
E-Mail*
Website

* Diese sind Pflichtfelder und müssen ausgefüllt werden. Die E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht!