Anzhelika Zandt – Digital Art

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Anzhelika Zandt hat sich als Digital Artist mit ihrer kommerziellen und kreativen Arbeiten auf die Bereiche Beauty & Fashion spezialisiert. Viele ihre Arbeiten konnte ich bei Fotografen, die ich in „Be Coultique“ vorgestellt habe, bewundern. Anzhi wurde 1988 in Liviv, Ukraine geboren und lebte bis 2012 in der Nähe von Gießen, Hessen. Heute wohnt sie in der Nähe von Aachen, NRW.

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Elle:
Wie kam es genau dazu, sich auf dem Gebiet des professionellen High-End Retoucher zu betätigen? Stimmt es, dass du dir alles in kürzester Zeit weitgehend autodidaktisch beigebracht hast?

Anzhelika Zandt:

Ja, das stimmt. Ursprünglich plante ich mit dem Fotografieren zu starten. Da aber eine professionelle Kameraausstattung nicht so preiswert war, wollte ich erst einmal Geld sparen, um aber die Zeit effektiv zu nutzen fing ich an mich mit dem Thema Retusche auseinander zu setzen. So führte eins zum anderen.

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Elle:
Ein wichtiger und aufwändiger Teil ist die Nachbearbeitung eines Bildes. So lassen sich hier nicht nur leichte Korrekturen vornehmen, sondern auch einem Foto so zu bearbeiten, dass ein ganz anderer Eindruck entsteht.

Anzhelika Zandt:

Der Begriff Bildbearbeitung ist eine weitreichende Bezeichnung, die nicht von jedem gleich definiert wird. Manche Leute definieren dies als Möglichkeit ein paar Pickel zu entfernen, andere hingegen als eine Art Kunst, die viel Zeit in Anspruch nimmt und das richtige Gefühl für Farben und Details benötigt.


Daher versuche ich mich auf den Sektor High-End Retouching zu fokussieren, hier ist wirklich bis ins kleinste Detail Fingerspitzengefühl gefordert. Ob aus einem Bild ein anderer Eindruck entstehen soll oder ein natürlicher Look bleibt ist letztlich Kundenwunsch. Möglich ist viel.

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Elle:
Wenn man stundenlang an einem Bild sitzt, bis es das ist, was man sich vorgestellt hat und was auch den Kunden mehr als zufrieden stellt, dann ist das Endresultat für einem selbst doch nicht nur ein Bild, sondern auch ein künstlerisches Werk.

Anzhelika Zandt:

Definitiv! Ich schaue mir im Vorfeld alle Bilder oder Projekte an. Nur wenn ich hier auch etwas besonderes erkenne oder mich das Bild zu 100% interessiert nehme ich den Auftrag an. Manchmal ist es auch einfach die Herausforderung ein besonders anspruchsvolles Projekt zu meistern, dabei vergißt man natürlich auch mal die Zeit. Ein hochwertiges Beauty Bild kann durchaus mal 5 Stunden Arbeit benötigen, aber das Ergebnis ist dann wirklich die Mühe wert.

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Elle:
Schönheit ist relativ, darum ist es auch keine einfache Sache Beauty-Porträts zu retuschieren. Eine ebenmäßige Haut ist wichtig, aber die ideale Hautretusche glättet die Flächen, aber die Strukturen der Haut bleiben erhalten, damit es nicht maskenhaft wirkt. Ein Profi-Tipp bitte, auf was sollte man auch unbedingt achten?

Anzhelika Zandt:

Grundsätzlich möchte ich hier etwas vorwegsetzen. Eine ideale Hautretusche liegt immer im Auge des Betrachters. Für den einen ist ein Bild perfekt wenn ein paar Haut-Unreinheiten beseitigt werden, für den anderen ist es wichtig eine fast plastische Haut zu erhalten.

Um aber Deine Frage zu beantworten, mein Tip: Arbeitet nicht mit irgendwelchen Filtern, sondern nehmt Euch die Zeit die nötig ist. Eine „perfekte“ Haut erreicht man nur durch Kombination von verschiedenen Techniken die sehr aufwendig sind, wie genau dies am besten umzusetzen ist, zeige ich in meinen Workshops.

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Elle:
Das Ausgangsmaterial soll immer so gut sein, dass man es dann so bearbeiten kann, wie der Auftraggeber das schwerpunktmäßig möchte. Wie gehst du an einen Auftrag dran und was ist dir bei deiner Arbeit besonders wichtig?

Anzhelika Zandt:

Das ist nicht ganz so einfach zu beantworten. Die Qualität des Ausgansmaterial ist schon ein sehr wichtiger Punkt. Oft scheitert die Umsetzung von Wünschen an der Qualität des Bildes. Nun zurück zu der Frage. Ich schaue mir die Strecke im Detail an und versuche eine Art Basis-Look zu entwickeln, der dem Kundenwunsch entspricht. Danach starte ich mit der eigentlichen Detailarbeit (Haut, Haare, etc.) und gehe dann über zu der Umsetzung des Looks. Da ich in der Regel nur Projekte annehme, die mich auch interessieren, habe ich immer eine gewisse Vorstellung was ich aus den Bildern machen möchte.

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Elle:
Du suchst nicht nur Kooperationspartner wie Agenturen, Fotografen etc., sondern bist auch an Projekten interessiert, die für dich eine Herausforderung bedeuten.

Anzhelika Zandt:

Ja, da ich meine Arbeit als eine Art Kunst sehe interessiere ich mich vor allem für Projekte, die mich fordern und durch die auch ich teilweise an meine Grenze stosse. Nur so habe ich die Chance etwas dazu zu lernen und besser zu werden. Man lernt ja bekanntlich nie aus!

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Photographer:
Garreth Barclay
Patrick Styrnol
Marie Bärsch
Eugen Mai
Shay Kadem
Jana van de Boldt

Website
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