Point of View – Timo Jacobs

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Timo Jacobs, geb. in Itzehoe ist ein deutscher Schauspieler. Sein schauspielerisches Talent merkte ich ihm schon in den ersten Sätzen unserer Konversation an. Der Charme eines Gentlemans, der spitzfindige Charakter, der dem von Lucky Luke gleicht und das Aussehen eines Marlon Brandos. Einfach der große sympathische Junge von nebenan, der mit Power of Kindness durch’s Leben geht und so alle Herzen im Sturm erobert, wäre da nicht ein Haken, er ist Schauspieler aus Leidenschaft.

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Elle:
Dein schauspielerisches Talent setzt du sicherlich auch gekonnt bei Frauen ein. Schlagwörter wie – Kerzenmeer bis zur Küche und weiter ins Schlafzimmer. Kann man Schauspielern trauen, oder spielen Sie einem nur eine große Seifenoper vor? Wie sieht das bei dir aus, kann man das als Schauspieler gut trennen? Realität und Fiktion?

Timo Jacobs:

Nur eine Nummer sein? .. und vor Frauen den Kackclown spielen ist nicht meine Natur, ich trage Verantwortung, alles andere ist unnötig, es sei denn es verschafft ein Lächeln.

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Elle:
Wie wichtig ist es für einen Schauspieler auch Theater zu spielen, um Erfahrungen zu sammeln?

Timo Jacobs:

Das Wichtigste ist die Freude an der Sache, oft wiederum sage ich mir Puh, jetzt durch diesen Probenprozess, wieder 20 Seiten Text vor mir, aber dann sticht man in die See und das Schiff treibt, man geht auf Entdeckungsreise, und hat ein neues Land erreicht. Erfahrungen sammelt man überall, alles ist doch ständig in Bewegung, jeder muss nur für sich hören, wie die treffende Melodie klingt.

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Elle:
Berlin ist das kreative Pflaster für alle Künstler, Schauspieler, Musiker, Designer, Medienleute und für alle Leute, die sich selbst finden und verwirklichen wollen. Wie kommt man von Itzehoe nach Berlin, war dies der Grund? Why not Hamburg? Hoppla, gerade recherchiert, du hast 10 Jahre zuvor in Hamburg gelebt?

Timo Jacobs:

Das war gar nicht so kompliziert, ich bin einfach gegangen. Gleiches zu Gleichem gesellt sich gerne, ich schätze ein buntes Umfeld, wenn ich Ruhe brauche nehme ich mir diese, aber ich möchte mir dies aussuchen können.

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Elle:
Wie sieht das mit Timo Jacobs aus, der als Sohn eines Studienrats und einer Sozialpädagogin aufwuchs und nach seinem Abitur Ernährungslehre studierte. Welche Erkenntnis hast du für dich selbst aus der Ernährungswissenschaft gezogen? Eine gesunde Ernährungsweise und Sport, das Nonplusultra um gesund und fit zu bleiben? Was bedeutet dir Sport? Ist es eine andere Form der Herausfordung als der beruflichen, ein Ausgleich, als Abbau für Stress? Aikido, BMX, Boxen, Judo, Leistungsschwimmen, Motocross, Skateboard, Ski, Snowboard, Yoga, Tanzen. Was hast du noch nicht ausprobiert und was würdest oder wirst du noch testen?

Timo Jacobs:

Sport ist neben meinem Job der Kompensator, es gleicht mich aus, es bringt Ruhe in die Unruhe, und ja auf meine Ernährung achte ich. Das bleibt nicht aus, da ich mich damit einfach zu gut auskenne, komme ich aus der Nummer nicht so einfach raus, aber das ist nicht alles, um gesund zu bleiben, braucht man gesunde Gedanken. Man muss seine Karre richtig einstellen.

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Elle:
Klaus Lemke ist ein hervorragender Filmregisseur und Drehbuchautor. Oft dreht er seine Filme mit Laiendarsteller und gilt auch als Entdecker von Wolfgang Fiereck und Cleo Kretschmer. Wann und wie war deine erste Begegnung mit ihm? Du hattest dann auch 3 Jahre Schauspielunterricht bei ihm.

Timo Jacobs:

Ich war als Dj in Hamburg unterwegs und in einem dieser Läden, wo ich auflegte, wollte er eine Szene drehen, im Guerilla-Lemke Style. Ich wehrte mich die Musik runterzudrehen, danach ist die Erde über zehnmal um die Sonne gekreist.

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Elle:
2011 hast du neben Mario Adorf, Fabian Busch, Moritz Bleibtreu, Natalia Avelon und Denis Moschitto die Hauptrolle im Spielfilm „Gegengerade“ gespielt, es ging um den FC St. Pauli. In internationalen Produktionen, wie in Kriegsfilmen bist du ebenso, wie in Komödien zu sehen. Gibt es ein Genre, das dir am meisten liegt oder kann und muss sich ein Schauspieler in alle Rollen einfinden können. Wie wäre das z. B., wenn du in einem Film einen sadistischen Serienkiller mit einem authentischen Hintergrund spielen müsstest. Und jetzt beschreibe mir keine Mischung aus Rosamunde Pilcher und die Vögel aus Hitchcock!

Timo Jacobs:

.. gerade die Sachen, durch die ich mich anfangs am meisten quäle, bedüngen die Lorbeeren zum süssesten Saft. Sadistische Serienkiller, die den Saft aus Rosamunde Pilcher quetschen, das wäre ein Anfang vom Ende. Hey, was sind schon Grenzen, von Menschen erfundene Beschränkungen.



Elle:
Im August 2012 erschien deiner erster Film, die Komödie Klappe Cowboy hierzulande. Du standst zum ersten Mal nicht nur vor, sondern auch hinter der Kamera? Es ist ein Film von dir und Ulf Behrens. Einer namens COWBOY kommt nach Berlin und will dort einen großen Film drehen. Er erkennt dann letztendlich, dass seine dilettantischen Fähigkeiten nicht ausreichen, um etwas qualitativ Gutes auf die Beine zu stellen. Er versucht sich mit einem Kunst-Porno, künstlerischem Porno? Wie erfahren bist du auf dem Gebiet des Films und wie kam es dazu? (TELL ME!!!)

Timo Jacobs:

Als Teenager habe ich schon etwas rumgefilmt und durch die jahrelange Arbeit mit Klaus hat sich das Verständnis ausgeprägt, Ideen sind gewandert und haben sich dann zu dem Langfilmdebüt verstrickt. „Klappe Cowboy!“ hat seine frische, den sportlichen Charme, durch ein tiefes Begehren den Dingen auf den Grund zu gehen, laut Nietzsche „Zu Grunde geht, wer zu sehr zu den Gründen geht“. Ich wollte das nicht übertreiben, alles sollte unbeschwert bleiben, Sex ist da eine Möglichkeit.



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Elle:
Welche Pläne und Wünsche hast du für die Zukunft? Sind auch privat Veränderungen geplant? Ganz diskret gefragt, für die weiblichen Timo-Jacobs-Fans, gibt es bereits eine Traumfrau bzw. wie müsste sie sein und aussehen?

Timo Jacobs:

Meine neues Filmprojekt verwirklichen „MANN IM SPAGAT!“, dann eine Auszeit, Sonne und Meer, gegrillten Fisch essen.

Elle:
Es geht auf die Alm! Du darfst aber nur 3 „Dinge“ mitnehmen, was wäre das?

Timo Jacobs:

Paragleitschirm, Snowboard und eine Fee für 3 neue Wünsche!

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Elle:
Dein Lebensmotto lautet? Zum Schluß vielleicht ein Tipp an alle oder muss irgendwas raus, was dir am Herzen liegt – laut rausschreien geht natürlich auch.

Timo Jacobs:

„entweder-oder“, oder „sowohl-als auch“?

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Elle:
Bis dann mal in Berlin oder auf der Emberger Alm! Ein fettes Danke und viel Erfolg weiterhin und wenn du mal einen Tipp für einen Krimi brauchst, der im virtuellen Milieu spielt, unbedingt melden!!!


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Website

Photographer:
Andreas Sibler
Oliver Rath
Peter Atkins
Markus Krauß
Annelie Saroglou
Stefan Schmid
Marcus Albert
Stefan Ruhmke

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