weekend edition. – Parker Lewis

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Die Mannheimer Party/Clubszene ist sehr vielschichtig, aber auch mit Größen wie der Time Warp und vielen schon langjährig bestehenden Elektro/Technoclubs in der Szene bekannt. Um hier mal einen kleinen Einblick zu bekommen, starte ich bei Coultique mit meinem ersten Artikel in das Thema Clubs hier im Umkreis ein. Nachdem der Club schon ein fester Bestandteil der Szene in Mannheim geworden ist und auch passend zum Summer Closing diesen Samstag, habe ich die beiden Besitzer des Clubs „Parker Lewis“ interviewt.

Kevin:
Erzählt doch erstmal beide wo Ihr denn szenemäßig herkommt, was Ihr vorher gemacht habt und wie Ihr gemeinsam zu dem Entschluss/Projekt Parker Lewis gekommen seid.

Dominik:

Ich bin mit den beiden engen Freunden und Künstlern Tolga Top und Andre Lemont vor einigen Jahren viel in den verschiedensten Clubs in Mannheim und Umgebung feiern gewesen, wodurch wir auch vieles musikalisch erlebt haben, unser eigenes Musikinteresse extrem gesteigert, aber auch für unseren Geschmack Musik ein Defizit in der Mannheimer Szene empfunden haben.

Wir hatten einen extremen Drang selbst eigenes publizieren zu können, um nach anderen Labelgrößen der Szene wie 8bit, Cécille Records oder auch Oslo der Stadt etwas zurückgeben zu können. Noch mehr Motivation dazu haben wir von Fabe oder einem meiner längsten Freunde Lars (Mioh) bekommen. Das war die Geburtsstunde des Labels Valioso, was auch im Logo die Stadtmauern von Mannheim zeigt und somit den Gedanken trägt. Ein Jahr nach Gründung des Labels habe ich Dennis kennen gelernt.

Dennis:
Ich habe schon in meiner Abiturzeit angefangen Partys zu veranstalten. Die erste von 2-3 Veranstaltungen fanden im November 2000 in Mannheim im 7er, Alte Feuerwache und Strandbad statt. Auf diesen Partys lief Garage und House. Nach meinem Abi folgte das Studium BWL und dann Jura, doch ich merkte, dass das nichts für mich war und ich begann eine Ausbildung zum Veranstaltungskaufmann im Karlstorbahnhof in Heidelberg.

Dort fand dann auch am 11.04.2008 die erste Mono Party statt, teilweise dann auch in der Halle02 in Heidelberg, bis ich 2013 nach Mannheim in die Discozwei umzog. Wobei auch zwischenzeitlich in 20/11 und /12 Veranstaltungen der Mono Reihe im Loft und am Hafen stattfanden. Während dieser Zeit gründete ich auch Ende 2010 mein Label Mono, statt, das erste Release kam dann im Januar 2011 raus. Trotz alledem war doch ein eigener Club immer die Vision. Im Sommer 2013 lernte ich dann Dominik kennen.

… daraus resultierte Anfang/Mitte 2014 das Projekt Parker Lewis
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Kevin:
Wie habt Ihr Euch dann für die Location des Clubs entschieden?

Dominik:

Dennis hatte schnell nach der Realisierung der Idee etwas in petto.

Dennis:
Doch dann hatten wir die Möglichkeit, die jetzige Lokalität zu übernehmen und direkt als cooler empfunden, hier im Jungbusch unser Vorhaben, einen Club mit mehr Underground Flair als die schon bestehenden Clubs, umzusetzen.

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Kevin:
Warum Parker Lewis?

Dennis:

Der Umbau des Clubs war schon in vollem Gange als wir immer mal wieder ein Brainstorming starteten für einen coolen Clubnamen. Parker Lewis stand zu Anfang schon im Raum, weil ich die Serie auch früher immer verfolgt habe. Davon sind wir dann aber doch recht schnell abgekommen. Wir haben weiter diskutiert und uns dann letzten Endes 1 ½ Monate vor der Eröffnung am 20.12.2014 doch noch dafür entschieden.

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Kevin:
Wo wollt Ihr Euch in der Mannheimer/Deutschen Szene platzieren?

Dominik:

Schwer zu sagen, aber unser Bestreben war es, dass wir uns mit unserer Musikidee etablieren. Auf jeden Fall elektronisch, aber auch, dass die Leute wissen, hier bekommen sie Qualität geboten, Bookings von außerhalb, aber auch lokale Größen, so dass wir dem musikalischen Anspruch von jung und alt gerecht werden. Der Altersdurchschnitt im Club ist im Gegensatz zu anderen recht hoch.

Dennis:
Um die Qualität gewährleisten zu können, haben wir beim Umbau des Clubs viel Wert auf Details gelegt, wie z.B. den Holzboden, der beim Tanzen extrem viel ausmacht und die Auswahl unserer verschiedenen Alkoholsorten, die an den Bars ausgeschenkt werden sowie viele andere kleinere Dinge in der Gestaltung des Ambientes. Das wohl wichtigste Detail in einem Club ist das Herzstück, mit dem der Club steht und fällt – die Anlage, hier setzen wir auf ein Fabrikat der Marke Void, die bei Kennern auch sehr bekannt ist. Wert legen wir aber auch auf die Nichtpublizierung kommerzieller Musik.

Dominik:
Was aber nicht heißt, dass auch eine Underground Auslese an der Tür herrscht, es ist jeder willkommen und gern gesehen, der ein offenes Ohr hat.

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Kevin:
Wie gestaltet sich die musikalische Richtung/Bookings bei Euch im Club?

Dominik:

Teilweise wird die musikalische Richtung von dem Sound, der auch auf unseren Labels veröffentlicht wird, beeinflusst und es werden dahingehend auch öfters Labelrelease Partys veranstaltet.

Dennis:
Es läuft aber auch Sound für Leute, die mit ihrem Musikgeschmack weiter in die Technoschiene laufen.



Kevin:
Ihr habt uns eben schon einen kleinen Einblick in die Zielgruppe gegeben, gibt es dem noch etwas hinzuzufügen?

Dennis:

Man kann noch hinzufügen, dass es nach der Sommerpause im September monatlich Techno und Drum&Bass Partys geben wird.

Dominik:
Seit 3 Wochen veranstalten wir nun auch donnerstags eine Studentenparty, auf der mehr House im Vordergrund steht.

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Kevin:
Soviel mal zum Club im allgemeinen, aber jetzt würde mich noch ein kleiner Rückblick seit Eröffnung aus Eurer beider Sicht interessieren.

Dennis:

Alles in allem bin ich zufrieden mit der Entwicklung. Klar war es, dass es kein Selbstläufer werden wird. Mittlerweile haben wir schon eine Anhängerschaft aufgebaut, die regelmäßig kommt, was einen Stolz. Der Name wird immer bekannter und man merkt, dass der Laden angenommen wird.



Kevin:
Mein persönliches Highlight, aus vielen Highlights, war das Booking von Raresh. Der nachdem er für 3h gebucht war und wegen dem Spaß den er hatte, am Ende 10h gespielt hat.

Dominik:

Vom musikalischen ist es genau so angegangen wie geplant, mehr Andrang wäre minimal eins der Dinge, die fehlen, aber das sehen wir positiv.

Highlights gibt es so viele, angefangen 2 Wochen nach Eröffnung als Ceazar direkt gespielt hat, was für mich eine sehr geile Party war. Onur Özer war richtig gut, wie Dennis sagte, auch Raresh und die Party als die Mannheimer Jungs Sedee gespielt haben im März, ebenso wie letztes Jahr um diese Zeit, vor unserer Sommerpause, die Closing mit all unseren Residents.

Aber trotz all diesen Partys sind wir überwältigt für die Unterstützung im ersten halben Jahr der Crowd, der Freunde, den Gästen/Stammgästen.

Kevin:
Vielen Dank an Euch beide für das interessante Interview und da würde ich doch glatt sagen bis bald im Parker Lewis!

Dass Ihr Euch auch selbst ein Bild davon machen könnt hier noch der Link zur Veranstaltung am Samstag den 30.07.16 – Summer Closing – Parker Lewis.

Als besonderes Dankeschön an die Crowd sogar Free Entry!

Ich wünsche Euch viel Spaß und lasst es krachen!

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