iwenZ – Love Family Park Review

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Blauer Himmel, grüne Wiese, Sonne – das Erfolgsrezept für Open Air Parties ist eigentlich denkbar einfach. Eigentlich… denn der Sommer 2013 hat schon die ein oder andere Freiluftveranstaltung ins Wasser fallen lassen. Grauer Himmel, brauner Matsch und gerade genug Sonne um den Tag/Nacht-Wechsel wahrzunehmen. Der Love Family Park ist aber in dieser Hinsicht so etwas wie ein meteorologisches Phänomen: Gutwettergarantie im Dauerabo. Pünktlich zum 07. Juli legte der Sommer dann auch endlich die Herbstallüren ab und zeigt sich wieder mit einem Lächeln im Gesicht. Perfekt! Sunlotion eingepackt, Sonnenbrille auf – Hanau’s calling!

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Wir sind am temporären Nabel der elektronischen Musikwelt oder kurz: Hanau Hauptbahnhof. Der Weg ist kaum zu verfehlen, einfach vom Besucherstrom treiben lassen. Falls man doch mal die Übersicht verliert, springt der Bass als akustische Orientierungshilfe ein. Ab durch die Sicherheitsschleusen, noch ein paar Meter durch den Bannerwald und der Park liegt vor einem. Sie haben ihr Ziel erreicht. Mit minutiösem Zeitmanagement, strategisch ausgeklügelten Laufwegen und dem musikalischen Spannungsbogen im Kopf wird die persönliche Running Order geplant. Am Ende gleicht das Ganze aber eher dem Zeichenlabyrinth in einem Kindermalbuch.

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Dann eben spontan. Kopf aus, Musik an. Gute Entscheidung, wer will sich schon die Laune mit hausgemachter Hektik verderben? Zunächst geht es auf die Mainstage wo das in den USA geborene, in Italien aufgewachsene und in Berlin wohnhafte Duo Tale Of Us mit melodischen Technosounds zum Tanz bittet. Genauso bunt wie die Wurzeln der beiden geht es auch bei den Besuchern zu: Englisch hier, Französisch da, viele Gäste aus Italien und der Schweiz. Man merkt: der Love Family Park wird in ganz Europa geliebt.

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Nach einem kurzen Abstecher zu Nick Curly und einem Besuch bei der schönen Nina Kraviz folgt ein absoluter Pflichttermin beim personifizierten Shure-Shot und Desolat-Label-Head, Mr. Loco Dice. Der zeigt sich in Bestform. Gerade mal 14 Uhr, gefühlte 40° C – die Tanzfläche ist voll! Ein weiteres Highlight wartet mit Julien Bracht, der kurzerhand ein Schlagzeug in sein Liveset integriert hat. Großen Respekt an den jungen Frankfurter, den man 2013 auf jeden Fall im Auge behalten sollte!







Dominik Eulberg fühlt sich als bekennender Naturfreund im Freien sehr wohl und lässt es auf Stage 3 ordentlich krachen: fantastisches Set vom Westerwälder, der mit einem „Born Slippy“-Remix zur Primetime wahre Euphorie-Stürme auf den Mainwiesen lostritt. Die erstrahlt dieses Jahr übrigens – trotz Nüchternheit – sehr farbenfroh. Man merkt, dass die Veranstalter in Sachen Deko nochmal eine Schippe drauf gepackt haben, von den traditionellen Tipis bis zu den bunten Fahnen, Tibetwimpeln, Ballonketten und Cocktailständen – der Love Park 2013 ist eine echte Schönheit.



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Sehr gelegen kommt auch der Wasservorhang, der in der prallen Sonne etwas Abkühlung spendet. Gute Idee – genauso wie der Einfall, das französische Trio dOP zu buchen. Die sind zwar längst kein Geheimtipp mehr, aber wen kümmert das bei gleichermaßen genialen und witzigen Liveinterpretationen? Gegen Ende wird dann wie immer die Zeit knapp: wohin zum Finale? Der Klassiker mit Sven Väth? Hedonismus-Flagge hochhalten mit Ricardo Villalobos? Ein großer Schluck Lebensfreude mit Karotte? Und dieses Jahr sind es ja auch noch vier Floors, also steht noch Technolegende Chris Liebing zur Debatte.











First World Problems, aber trotzdem eine Entscheidung, die nicht einfach fällt. Okay: zuerst Karotte und dann die letzten 20 Minuten zum Papa. Und es hat sich gelohnt: Peter auf dem Love Family Park ist einfach jedes Mal ein Kracher und 2013 macht da keine Ausnahme. Killer-Set! Und auch auf der Mainstage kocht die Stimmung. Sven Väth in der finalen Phase seines 7h-Sets, die Menge ist wie hypnotisiert, tausende Herzschilder gehen in die Höhe, Sven greift zum Mikrofon, alles schreit, er spricht. Gänsehaut bei hochsommerlichen Temperaturen – Liebe kann so schön sein.

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Der emotionale Höhepunkt des Love Family Parks endet in strömendem Konfettiregen. Jeder lacht, Endorphine fluten den Körper. Und dann ist es auch schon wieder vorbei, aber der Sommer hat ja gerade erst angefangen…

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