Das rockt! Gisbert zu Knyphausen


Gisbert zu Knyphausen, einer von Deutschlands talentiertesten Singer-Songwritern, kommt wieder auf ausgedehnte Tour. Grund genug auf ihn aufmerksam zu machen. Der auf dem Spielplatz der Sprache beheimatete und sich austobende Musiker wird dabei seine bisherigen zwei Alben nochmals vorstellen („Gisbert zu Knyphausen“ und „Hurra! Hurra! So nicht.“), bevor es danach wieder ins Studio geht, um an seinem Projekt mit Nils Koppruch zu arbeiten.

Gisbert zu Knyphausen, der eigentlich Gisbert Wilhelm Enno Freiherr zu Innhausen und Knyphausen heißt, wurde am 23. April 1979 in Wiesbaden geboren. Nach einem Aufenthalt in Berlin und einem Studium der Musiktherapie in Nijmegen in den Niederlanden landete der sympathische Hesse schließlich in Hamburg.

Dort entstand sein selbstbetiteltes Album, welches 2008 erschien. Dieses erntete bereits viel Lob in der Presse. Der mit sprödem Witz erzählende zu Knyphausen bepackte seine Lieder mit viel Weltschmerz und ließ dabei trotzdem noch an ein Morgen glauben.




Gisbert zu Knyphausen – Sommertag

Auf dem 2010 erschienenen Nachfolgealbum „Hurra! Hurra! So nicht.“ klang zu Knyphausen dann noch ein wenig ernster und nachdenklicher als zuvor. Seine einfallsreichen Bilder und Formulierungen sind dabei immernoch so lyrisch und romantisch wie zuvor, auch macht er nicht vor Schimpfworten halt, die sich aber wunderbar in die poetischen und intelligenten Texte einfügen. Es sind Worte, die genau zielen, treffen und erlegen.

Sei es in „Melancholie“, wo er eben diese besingt („Fick dich ins Knie, Melancholie!“) oder in „Flugangst“ auf seinem Debütalbum („Und ich trag den schwierigen Stempel der Stadt auf der Stirn/Und es dauert nicht mehr lang und er brennt sich mir ins Hirn/Anstatt Haaren – wachsen mir wundervolle Flausen aus dem Kopf.“). Dabei klingt das aktuelle Album noch facettenreicher als sein Debüt. Er klingt mal sanft, mal rockig, mal verletzt, mal verletzend.

Das bluesige „Nichts als Gespenster“ überzeugt ebenso wie „Dreh dich nicht um“ – eines der schönsten Trennungslieder überhaupt. Doch heimlicher Sieger im nicht-existierenden Wettbewerb des besten Albumsongs ist das alles überragende „Kräne“. Ein wunderschönes Lied über den Hamburger Hafen. Sehr metaphorisch beschreibt zu Knyphausen dessen Schönheit („… und den Blick auf die gewaltigen Tiere/Mit metallenen Krallen/Mit Neonlicht-Augen/Und die Container – die fallen/Unter grandiosem Gepolter/In den hungrigen Bauch/Eines uralten Frachters/Und mein Herz, es poltert auch.“) und schafft es so, dass auch nicht-Hamburger die Stadt lieben lernen. Ähnlich wie bei „Landungsbrücken raus“ von Kettcar übrigens.





Im Frühjahr 2012 kommt Gisbert zu Knyphausen nun wieder mit seiner ausgezeichneten Begleitband auf ausgedehnte Deutschland-Tour. Ein Muss, denn seine Konzerte sind stets unterhaltsam und bieten einfach wundervolle Momente.

26.01.2012: Rostock – Zwischenbau
27.01.2012: Bremen – Lagerhaus
28.01.2012: Flensburg – Kühlhaus
29.01.2012: Hamburg – Knust
30.01.2012: Hamburg – Knust
31.01.2012: Köln – Gloria
01.02.2012: Hildesheim – Kufa
02.02.2012: Berlin – Lido
04.02.2012: Zwickau – Alter Gasometer
05.02.2012: Regensburg – Heimat
06.02.2012: Darmstadt – Centralstation
07.02.2012: Reutlingen – Franz K
08.02.2012: München – Ampere
09.02.2012: Würzburg – Posthalle

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