Das rockt! City and Colour


Dallas Green ist seines Zeichens Sänger und Gitarrist bei der Post-Hardcore- und Punkrock-Band Alexisonfire. Als „City And Colour“ gibt er jedoch Kanadas liebenswerteste Heulboje und langsam aber sicher läuft die als Solo-/Nebenprojekt gestartete Gruppe seiner „Hauptband“ Alexisonfire den Rang ab.

Denn schon mit seinem zweiten Album „Bring Me Your Love“ von 2009 erreichte er in seiner Heimat Platinstatus. Sein neustes Werk „Little Hell“, das er im Studio eines verstorbenen Freundes aufnahm, schreit nun nach weltweiten Charterfolgen.
Auch wenn man es dem Herrn Green wegen seines Äußeren (zutätowiert bis unters Kinn, Vollbart, Nerdbrille) nicht ansieht, schreibt er wunderbare Gitarrensongs und verziert diese mit sehr persönlichen Texten. Auf die Frage ob er sich selbst als sensibel bezeichnen würde, antwortet er: „Ich denke schon, doch viel eher würde ich mich als emotional bezeichnen. Feinfühlig und respektvoll mit seinen Mitmenschen umzugehen, macht einen besseren Menschen aus dir.“





Auf seinen ersten beiden Alben schlug er fast ausschließlich die ganz ruhigen Töne an. Nun greift er auf „Little Hell“ auch vermehrt zur elektronischen Gitarre. Ob der Effekt, der dadurch zu Tage tritt gewünscht war oder nicht, es tut ihm und seiner Musik tut, erfrischt sie ein wenig und bringt einen besonderen Groove mit (wie z.B. bei der ersten Singleauskopplung „Fragile Bird“). Besondere Anziehungskraft hat der Song „Weightless“, der einem gleich vertraut vorkommt und somit das Liebenlernen zum Selbigen verkürzt.





Auch Akustikballaden zu denen man am liebsten dahinschmelzen würde, sind auf der neuen Platte vorhanden. Bestes Beispiel: der Titeltrack „Little Hell“ oder „O‘ Sister“, in dem er die psychische Probleme seiner Schwester besingt. Hervorstechendes Gefühl in so gut wie jedem seiner Stücke: Melancholie: „Ich kann ruhige Stücke ohnehin nur dann schreiben, wenn ich in dem Moment gerade traurig bin, glücklich funktioniert das nicht“.





Mal düster, mal nachdenklich, mal ein wenig Richtung Country, mal mit brüchiger Stimme, mal mit dynamischer Aufbruchsstimmung und bluesgetränktem Rock weiß Dallas Green, nicht nur wegen seiner unheimlich tollen und gefühlvollen Stimme, stets zu überzeugen und gießt Schönheit in Klang. Definitiv eines der besten Album des Frühsommers. Reinhören lohnt sich.





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Ein Kommentar

  • Elle am 17.06.2011 um 02:05 Uhr:

    mein fav ist immer noch comin’ home, aber das neue album ist auch der renner!

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