Das rockt! Boy & Bear


„Boy & Bear“ – klingt nach einem zuckersüßen Singer-Songwriter, der seine Gitarre so umarmt, als ob sie sein Teddy wäre. Nicht ganz richtig. Hinter dem Bandnamen verbirgt sich eine 5-köpfige Neo-Folk-Band aus Yagoona, bei Sydney in Australien, die sich den Vorwurf gefallen lassen muss, bei anderen Bands zu kopieren…

Weit gefehlt. Klar hat man einzelne Komponenten ihrer Musik schon mal bei anderen Künstlern aus der Neo-Folk-Szene gehört. Gesangsharmonien, die man von den Fleet Foxes kennt, dramaturgische Energie, wie bei den wunderbaren Mumford&Sons. Alles schon da gewesen, aber das ist kein Kopieren. Vielmehr greifen sie einen Trend auf, pressen ihn aus, gewinnen die Essenz daraus und haben aus dieser Essenz schließlich ihr Album „Moonfire“ geschaffen. Eine grandiose Platte voller Folk-Pop-Power und vor allem gespickt mit Hits, die es gilt nicht zu verpassen. Die Songs sind schlichtweg zu gut, um sie links liegen zu lassen.

Als Solo-Projekt von Frontmann Dave Hosking gestartet, vereinigt die Band seit 2009 fünf Vokalisten (wovon vier als Songwriter fungieren), die vorher Frontmänner ihrer jeweiligen eigenen Bands waren. Eine hervorragende Voraussetzung um chorale Harmonien umzusetzen, wie sie ihresgleichen suchen, was man vor allem in „Part Time Believer“ hört.



Durch gemeinsame Touren mit Laura Marling, Angus & Julia Stone und Mumford & Sons schlich sich der Erfolg so langsam an. Als Marcus Mumford bei ihrer Tour im Jahr 2010 die Band außerordentlich lobte und diese als erstaunlich fesselnd in Bezug auf deren vergangene Liveshows bezeichnete, war der Damm durch eben diese Liveshows schon längst gebrochen.

Auf ihrem Debütalbum „Moonfire“ finden sich gleich zu Beginn unsäglich gute Songs. Etwa der epische und großtrommelige Opener „Lordy May“, das im Vergleich dazu lockerleichte pfeifende „Feeding Line“ und dem umwerfenden „Milk&Sticks“, das durch eine wunderbare Instrumentierung und eine großartige Bridge überzeugt. Songs wie „The Village“ mit seinen südländischen Klängen oder „Golden Jubilee“, der einzig wirklichen Uptempo-Nummer, sorgen für die nötige Abwechslung und machen Lust auf mehr.





Der Albumtitel entstammt übrigens einer interessanten Geschichte: Boy & Bear investierten mal (GANZE) 2 Dollar, um auf Tour eine DVD zu kaufen, deren schlechtes Cover einen brennenden Truck und Nazi-Symbole zeigte. Der Film hieß „Moonfire“ und war – da gab es für die Mitglieder keinen Zweifel – der mieseste, den sie je gesehen hatten. Seither kursierte dieser Titel als Scherz im Bandgefüge und hielt sich hartnäckig, bis er sich schließlich verselbständigte und keine Alternative gegen „Moonfire“ ankam.



Zusammen mit Produzent Joe Chicarelli (The White Stripes, The Strokes, Young The Giant…) leisteten sie ganze Arbeit und brachten ein wahrhaft rundes und erstklassiges Album heraus, was sich nicht vor den Neo-Folk-Inzwischen-Fast-Schon-Klassikern wie Mumford&Sons‘ „Sigh No More“ zu verstecken braucht. Bei der Zusammenarbeit mit Joe Chicarelli mussten Boy & Bear nur einmal die Nase rümpfen. Dieser schlug nämlich vor einige Songs einzukürzen, um sie radiotauglicher zu machen. Die äußerst sympathische Antwort der Band: „We don’t give a f…!“ Wer weiß, was sonst auf dem genialen 6-Minüter „Beach“ geworden wäre… Boy & Bear: VORMERKEN! Die Jungs sind im April auf Tour in europäischen Gefilden:

07.04.: Glasgow, UK – Nice’n’Sleazy’s
08.04.: Manchester, UK – Salford Kings Arms
10.04.: London, UK – Boarderline
11.04.: Bristol, UK – The Cooler
12.04.: Brighton, UK – The Hope
17.04.: Berlin, DE – Roter Salon
18.04.: Hamburg, DE – Molotow
19.04.: Frankfurt, DE – Zoom
20.04.: Paris, FR – Fleche d’Or, Club Night
21.04.: Rotterdam, NL – Motel Mozaique @ Rotown
22.04.: Amsterdam, NL – Bitterzoet
23.04.: Brüssel, BE – Rotonde/Botannique





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