Baby, I’m your DJ – SASCH BBC


Sasch BBC ist ein DJ und Producer des Rhein-Main Gebietes. Der gutaussehende und sympathische Landauer lässt mit seine elektronischen Beats die Turntables kreisen und ist in der Party-Szene sehr gefragt und beliebt. Sascha Ries, so heißt der Wahl-Ludwigshafener bürgerlich, hat zu seinem Namen Sasch noch den Zusatz BBC gewählt. Das hat nichts mit dem britischen Nachrichtensender zu tun, sondern bedeutet “built by computer” oder einfach bang boom crash.


Sasch ist ein Vollblutmusiker, dessen Herz im elektronischen 4/4-Takt schlägt, bei seinen impulsiven Sets aus minimalem Deephouse, groovendem funky House bis hin zum reinen Techno heizt er den Leuten auf den Dancefloors ein.


Persönlich strahlt er trotz seines agilen Wesens eine innere Ausgeglichenheit aus, die bei unserem Dreh in der DiscoZwei in Mannheim erst gar keine Nervosität aufkommen ließ.


Als langjähriger Resident am Mannheimer Hafenstrand und im Loft Club Ludwigshafen begeistert er sein Publikum aber auch bei Gigs in den ultimativen Clubs wie Cocoon Club, King Ka Beach Club und der Residency im Monza. Erfahrungen machte er auch in der internationalen Techno-Szene wie Italien, Frankreich, Holland der Türkei und in Südafrika. Heute veröffentlich er seine Eigenproduktionen auf Labels wie, 8Bit, Brise, ViVA Music, Plastic City…

Elle:
Wie sind aus deiner Sicht die nationalen und internationalen Unterschiede im Nachtleben, bezogen auf die Party-Kultur?

Sasch:

Deutschland ist ja gerade was House und Techno angeht das Mekka der Szene, gerade in Berlin tummeln sich sehr viele Top-Artists aus der ganzen Welt. Deshalb sind wir in Deutschland auch ein anderes Niveau gewohnt, aber dadurch auch etwas zu verkopft, um die Musik und das drumherum richtig zu genießen.




Elle:
Wie bist du zur Musik gekommen und wann hast du angefangen?

Sasch:

Elektronische Musik hat mich schon immer sehr fasziniert. Als Kind schon fand ich Bands wie Kraftwerk, the Art of noise, Front 242 mit ihren synthetischen Klängen ganz toll. Mein Vater schenkte mir in den 80ern die Platte 1987 von New Order und von da an kaufte ich mir Platten.

Einige Jahre später fand ich dann durch Radiosendungen HR3 Clubnight und auch RPR Maximal zu House und Techno. 1993 stand ich als damals 16 jähriger das erste Mal an den Plattenspielern eines Clubs und von da an hat es mich nicht mehr losgelassen.


Elle:
Was war das für ein Gefühl, das erste Mal vor einem großen Publikum aufzulegen?

Sasch:

Das war sehr aufregend und ich hatte extrem wackelige Knie, aber die habe ich nach all den Jahren heute auch noch. Das Gefühl mit der Musik, die man spielt, Leute zum Tanzen und Feiern zu bringen und in ihren Gesichtern zu sehen, dass sie gerade die Musik und den Moment genießen, ist großartig und bereitet mir immer Gänsehaut. Aber es muss nicht immer vor großem Publikum sein, den meisten Spaß habe ich, wenn ich auch die Nähe des Publikums habe und quasi inmitten der Leute spiele. Gerade deshalb mag ich auch kleinere Clubs, wie z.b. das Disco zwei in Mannheim und die chamber im Loft Club Ludwigshafen sehr gerne.

Elle:
Wenn du die letzten fünf Jahre Revue passieren lässt, gibt es einen Unterschied zwischen deinem Publikum von damals und von heute?

Sasch:

Ich denke mal das Publikum hat sich genauso wie die Mode und Musik weiterentwickelt. house und techno ist immer mehr salonfähig geworden und in keinem Club mehr weg zu denken. Ich bin keiner, der der guten alten Zeit nachtrauert, sondern lieber nach vorne schaut.

Elle:
Worauf legst du bei der Zusammenstellung deines Case vor einem Gig wert?

Sascha:

Ich bin immer darauf bedacht sehr frische und neue Musik zu spielen, aber ich stelle mir nie ein explizites Set zusammen. Das spiele ich immer spontan, jeder Abend und auch jedes Publikum ist anders und ich versuche mein Set dem anzupassen.

Elle:
Gehst du der elektronischen Musik in deiner Freizeit auch mal fremd?

Sascha:

Na klar, ich höre auch gern andere Musik, es gibt so viel gute Musik, in alle möglichen Genres und ich lasse mich auch gerne durch diese inspirieren. Man kann aber durchaus sagen, dass 90% der Musik, die ich höre elektronisch ist.


Elle:
Techno-Riesen wie Richie Hawtin, Karotte und Lexy spielen auch deine Produktionen und Remixe. Du bist überregional bekannt und dein Karriereweg steigt steil an. Was sind deine Pläne und was wünschst du dir für die Zukunft?

Sascha:

Mit meinem Kollegen Caspar habe ich in den letzten Wochen einige neue Tracks fertiggestellt, die jetzt nach und nach im Frühjahr erscheinen. Auch unsere 3. EP, für brise Records, steht in den Startlöchern und wird im Mai erscheinen, desweiteren machen wir gerade einen Remix für den Australier deepchild und arbeiten an weiteren neuen Tracks.


Ich wünsche mir für die Zukunft, dass Labels und Produzenten wieder mehr wagen und nicht nur auf Verkaufszahlen abzielen. Der momentane Einheitsbrei ist nicht wirklich innovativ und langweilt nicht nur mich.

Elle:
Du siehst deine süße kleine Tochter Livia Melody als deine schönste Produktion. Was hält sie von Papas Musik?

Sasch:

Also ihr gefällt ganz sicher nicht alles, was ich mir so anhöre, aber sie tanzt auch sehr gern mal mit mir durchs Zimmer, wenn ihr ein Titel gefällt. Dann weiß ich auch, dass gerade diese Tracks beim Publikum sehr gut ankommen werden. :-)

Elle:
Was möchtest Du Deinen Fans mit auf den Weg geben? Du darfst es auch auf mannemerisch sache!^^

Sasch:

Ich sag dann doch lieber auf englisch :-) all love will come to those who listen! und das in jeder Hinsicht. Natürlich sag ich auch vielen Dank für die Unterstützung!


Elle:
Vielen Dank, Sasch – man sieht sich, spätens am 2. April auf dem who-is-who der elektronischen Musik, dem Time Warp Festival.

Sasch:

Ich hab’ zu danken!


Webseite

Share and Enjoy

Pinterest
All images in coultique.com are copyright restricted for coultique,
the artist or label. No reuse of images without express permission.

4 Kommentare


Leave a Comment


Name*
E-Mail*
Website

* Diese sind Pflichtfelder und müssen ausgefüllt werden. Die E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht!