Baby I’m your DJ – ManooZ


ManooZ aus Mannheim verkörpert eine Melange zwischen Jackin’/Deep/Tech und Acid-House. Snares wie Ohrfeigen und Kickdrums, die in die Magengrube gehen. Tiefe, treibende Bässe, gepaart mit warmen, souligen Samples. Zusammen mit Sasch BBC spielt er bei Sturm & Drang im Loft Club Ludwigshafen. Seinen aktuellen Dezember Mix gibt es hier:



Elle:
ManooZ ist dein Künstlername und steht für Manuel Z.?

ManooZ:

Ja, genau, da hast du recht.



Elle:
Seit wann machst du schon Musik, wie hat bei dir alles musikalisch angefangen und wer sind deine größten Inspirationen?

ManooZ:

Ich bin seit Anfang der 90er ein Musikverrückter, habe in jeder freien Minute Musik gehört, egal ob das Hip Hop, Techno, Breakbeat, Rock oder Soul war. So Mitte, Ende 90er habe ich angefangen, selbst Musik zu machen. Ich komme aus dem Hip Hop, da liegen meine Wurzeln. Parallel war ich auch immer auf House Partys feiern. Ich denke, viele in meinem Alter geht es ähnlich. Da meiner Meinung nach Rapmusik vor Jahren an sein Limit gestoßen ist, war es für mich eine logische Konsequenz, irgendwann einmal House aufzulegen. Inspiriert, beziehungsweise geprägt, bin ich also schon von schwarzer Musik, sei es Soul, Funk, Rap oder Chicago House.

Elle:
Wer hatte am meisten Einfluss auf deine DJ Karriere?

ManooZ:

Meine grenzenlose Liebe zur Musik.



Elle:
Wie hat sich deine Musik in den letzten Jahren verändert, wie würdest du deinen Stil in deinen Sets beschreiben?

ManooZ:

Ich würde sagen, dass ich inzwischen mehr organische, wärmere Sachen spiele, anfangs hab ich durchaus auch mehr Techno gespielt. Oh je, jetzt pack‘ selbst die Genreschubladen aus, was ich nie machen wollte haha. Ich finde die jüngste Entwicklung der House Musik schön, nämlich dass wieder viel back to the 90ies geht, und soulige Vocals zurückgekommen sind. Vor ein paar Jahren, in der Hochzeit des Minimal, war es schon krass, wenn in einem Track Vocals zu hören waren. Was ich in meinen Sets immer versuche, ist, Tracks zu spielen, die nicht schon jeder Hannes gespielt hat. Labels wie Hot Natured und Crosstown Rebels liebe ich natürlich auch, aber ich versuch immer mal ein paar Perlen auszupacken, die noch nicht totgehört sind. Ich versuche etwas tiefer zu diggen und zu kratzen, als nur an der Oberfläche. Die Tracks, die ich spiele, müssen charakteristisch und gefühlvoll sein, und dennoch rough. Ich muss nicht irgendwelche Peaktime Tracks auf 128 BPM rausballern und jede Minute den Filter reindrehen, damit die Hände hochgehen. Es geht um die Intensivität der Songs. Wenn ich im Club auflege, dann feier ich einfach die Musik, und tanze selbst mit, als stünde ich auf der Tanzfläche. Es geht doch in unserer Musik darum, Spaß zu haben. Genau das versuche ich zu vermitteln.



Elle:
DJ heißt oft bis in die frühen Morgenstunden hinter dem Plattenteller aufzulegen. Hat das heute für dich den gleichen Stellenwert wie früher und was war dein bester bzw. aufregendster Auftritt?

ManooZ:

Du, ich spiele gerne auch mal 5 Stunden Sets, denn so kann ich eine ganze Nacht selbst gestalten, was das Musikalische angeht. Schön nice und slow anfangen, und später die Leute mit auf die Reise nehmen und abheben lassen. Meinen bisher schönsten Auftritt hatte ich sicher in meiner Hip Hop Zeit, als ich vor 16.000 Leuten performt habe. Ansonsten machen mir wirklich alle Gigs Spaß, egal in welchem Club das ist. Und natürlich ist es eine Ehre für mich, hier im Loft Club Ludwigshafen oder auch am Mannheimer Hafenstrand zu spielen. Das sind legendäre Spots, die weit über die regionalen Grenzen hinaus bekannt sind.



Elle:
Du spielt in den Locationen: Das Zimmer, Hafenstrand, MS Connexionin Mannheim, im Loft Club Ludwigshafen, Klub K in Heidelberg, oder Mainz, Trier oder Saarbrücken.. Wann und wo legst du demnächst auf?

ManooZ:

Das nächste Date wird Stereo621 am 30.12.2011 in der Disco Zwei zusammen mit Shoe Bee sein.

Elle:
Auch die elektronische Musik entwickelt sich stets weiter. Was denkst du wird sich da in den nächsten Jahren tun und was sind deine Zukunftspläne?

ManooZ:

Es werden neue Talente ans Tageslicht gelangen, und immer wieder für Überraschungen sorgen. Die Musik entwickelt sich so schnell weiter, schauen wir mal nach England, da gibt es so viel urbane Musik, die immer mehr verschmelzen wird. House, UK Bass, Garage, Bassline, Deep House, das alles ergibt wieder etwas Neues, Freshes. Jamie XX beispielsweise beweist diesen Mix ja sehr deutlich. House und Techno DJs spielen Tracks oder Edits von SBTRKT, und umgekehrt. In Berlin gedeien täglich neue coole Hipster und Styler, die irgendwelche neuen Trends setzen und somit auch neue Musik rausbringen. Ich find das ok, denn so wächst unsere Musik immer weiter. Jungs wie Jamie Jones oder Seth Troxler zählen zur neuen Garde der nachkommenden Generation und lösen allmählich Legenden wie Villalobos ab. So, und meine Zukunftspläne? Natürlich möchte ich möglichst viel rumkommen und oft Dates spielen, um den Leuten grandiose Partys zu bereiten. Ich arbeite zur Zeit an Tracks mit Emanuel Satie, der kürzlich auf Cécille released hat. Wenn die Zeit reif ist, werden wir diese Songs ans Tageslicht herauslassen.



Ein dickes Danke, ManooZ für dieses Interview und Big Up ManooZ!

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