Maybe it’s time to remember an old friend


„WE MISS YOU“ ist der Filmtitel eines sehr beeindruckenden Kurzfilms der drei Filmstudenten Sebastian Bandel, Hanna Maria Heidrich und Steffen Wilhelm.

Es ist eine Social-Kampagne, die uns wieder unseren Bezug zur Erde, zu unserer Natur bewusst machen will. Ein „natürliches“ Empfinden, das wir scheinbar leider verloren haben.



Sebastian Bandel wurde 1982 in Stuttgart geboren und sammelte gleich nach seinem Abitur Erfahrungen in den verschiedenen Bereichen der Filmbranche. Er arbeitete u. a. bei der FFP Media, Concorde Filmverleih, ARRI Film & TV. Sebastian hat dieses Jahr sein Studium bei einer der besten Filmhochschulen weltweit, der Filmakademie Baden-Württemberg in Ludwigsburg, mit dem Diplom abgeschlossen.

Hanna Maria Heidrich wurde 1984 in Freiburg geboren. Schon von klein auf war sie fasziniert von der Kraft von Bildern. Sie begann früh mit Zeichnen, Photographie und Malerei und entdeckte dabei ihre Liebe zum Filmemachen. Nach zahlreichen Praktika bei Regisseuren, Werbeagenturen und Produktionsfirmen, begann sie 2005 ihr Regie-Studium an der Filmakademie-Baden Württemberg. Seither hat sie für ihre Filme zahlreiche internationale Auszeichnungen erhalten. 2009 absolvierte sie ein Auslandsjahr am renommierten Central Saint Martins College in London im Fach Theaterregie. 2010 wurde sie durch das Baden-Württemberg Stipendium gefördert und nahm am Hollywood Workshop in Los Angeles an der UCLA teil. Momentan bereitet sie ihren Diplomfilm an der Filmakademie Baden-Württemberg vor.

Steffen Wilhelm wurde 1980 in Offenburg geboren. Nach dem Abitur 1999 und anschließendem Zivildienst, absolvierte er ein 12-monatiges Regie- und Produktionspraktikum bei der lucie_p film & fernsehproduktion GmbH in Ismaning, ehe er sich bei derselben Produktionsfirma als Produktions- und Regieassistent für diverse Musikvideo- und Werbefilmproduktionen verantwortlich zeigte. Es folgte eine redaktionelle Anstellung bei der SevenOne GmbH in Ismaning, sowie verschiedene Tätigkeiten bei Produktionen der GrandHotelPictures GmbH München/Berlin.

2005 begann er sein Produktionsstudium an der Filmakademie Baden-Württemberg, in dessen Verlauf er mehrere Werbe- und Kurzfilme produzierte, darunter die BR- und SWR/ARTE- Koproduktion „Schlaraffenland“ (Wettbewerbsfilm des Max-Ophuels-Festival 2009) und den Kurzfilm „Es geht uns gut“ (u. a. Gewinner des Nachwuchsförderpreises der Filmschau Baden-Württemberg). Im April 2011 schloss er sein Studium in den Bereichen Creative-Producing und Werbung mit dem Diplom ab und arbeitet derzeit als freier Producer und Produktionsleiter.



Elle:
Wie seid ihr auf die Idee gekommen, gemeinsam dieses Film-Projekt zu verwirklichen?

Sebastian:

Hanna Maria Heidrich ist im November 2009 auf Steffen und mich zugekommen, mit der Idee einen Spot zu machen, der einen gewissen Mehrwert hat. Es sollte nicht nur ein beliebiger Werbefilm sein, der ein bestimmtes Produkt präsentiert und dann schnell wieder in der Schublade landet. Gemeinsam mit Alex Eslam hat sie die Idee einer Natur entwickelt, die die Menschen vermisst. Ab dem Moment sind Steffen und Ich mit eingestiegen und nach ca. zwei Monaten Entwicklungsarbeit ist aus der Idee dann das geworden, was wir jetzt im Film zu sehen bekommen.



Elle:
Wie waren die einzelnen Schritte, um diesen Film zu produzieren bzw. wie habt ihr diesen Film technisch umgesetzt?

Sebastian:

Als sich die Idee immer mehr konkretisiert hat, wurden die einzelnen Parameter wie Location, Ausstattung, Teamgröße und der finanzielle Rahmen immer deutlicher. Nach und nach versucht man dann alle Bereiche zu organisieren und möglich zu machen. Dabei spielt die Teamzusammenstellung eine große und wichtige Rolle. Gerade diesen Film hätten wir nie so drehen können, wenn wir nicht so ein großartiges Team gehabt hätten, die über Monate kostenlose Arbeit in das Projekt gesteckt haben.

Eine große Herausforderung war vor allem der Drehort. Wo kann man New York so erzählen, dass es nicht nach „in Deutschland gedreht“ aussieht. Da bliebt dann außer Frankfurt am Main auch nicht so viel übrig. Gott sei dank waren die Damen und Herren von der Stadtverwaltung mehr als kooperativ und haben uns sehr dabei unterstützt dieses einmalige Projekt mitten in Frankfurt drehen zu dürfen.

Nachdem der Drehort feststand, werden automatisch auch viele Dinge viel klarer und wir aus der Produktion wissen genau was wir für den Dreh alles benötigen. Parallel dazu hat sich Hanna vor allem um das Casting und die Auflösung gekümmert.

Nach und nach kommt dann alles zusammen bis man dann an einem Drehort steht und 100 Leute um einen herumspringen. An zwei Drehtagen haben wir für ein Budget von ca. 20.000 Euro den Film dann gedreht.



Elle:
Was wollt ihr mit eurem Filmprojekt „WE MISS YOU“ aussagen und welche Reaktion wünscht ihr euch von euren Zuschauern?

Sebastian:

WE MISS YOU soll die Zuschauer an etwas erinnern, dass man als etwas selbstverständliches hinnimmt, was es aber eigentlich nicht ist. Die Natur. Das ist eigentlich alles. Alles weitere muss jeder mit sich selber ausmachen und das können und wollen wir auch nicht beeinflussen. Es gibt viele Möglichkeiten was man damit erreichen kann und wir haben auch sehr viel darüber diskutiert was das sein könnte. Fakt ist aber, und das bestätigen auch die Kommentare der Zuschauer, dass jeder das auf seine Art interpretiert und die Einen mehr und die Anderen weniger damit anfangen können.

Das schöne ist, dass die Zuschauer reagieren, sowohl im positiven wie auch im negativen Sinne. Damit haben wir schon mehr erreicht als wir gedacht haben. Denn wenn mir meine Freundin schreibt, das sie mich vermisst und ich reagiere gar nicht, dann ist es vielleicht wirklich schon zu spät.

Elle:
Ihr habt 3 Awards dieses Jahr in Cannes, u. a. „Best European Filmschool“ und „Best European Branded Short“ für diesen Film gewonnen, die Preisverleihung war sicherlich für euch ein ergreifender Moment.

Sebastian:

Definitiv. Damit haben wir, vorallem nachdem wir gesehen haben, wer noch nominiert ist, absolut nicht mit gerechnet. Das passiert glaub ich auch nur einmal im Leben, dass man in Cannes drei Preise gewinnt. Wir haben uns aber alle sehr darüber gefreut und haben den Erfolg ordentlich gefeiert.

Elle:
Mit Florian Gengnagel, der durch Praktika beim SWR, bei Wiedemann & Berg und bei Red Cedar Films, Kanada wichtige Einblicke in die Filmbranche bekam und an der HFF studierte, hast du die Produktionsfirma fireapple gegründet. Der 3. im Bunde ist Nikolas Hannack, der in Sao Paulo geboren wurde und sowohl in Brasilien, Kolumbien als auch in Deutschland aufwuchs. Er hat sich nach seinem Studium an der Hochschule für Fernsehen und Film München mit seiner Produktionsfirma oki film auf die Produktion von Werbespots und Musikvideos spezialisiert und ist seit 2010 Gesellschafter von fireapple films.

Wie sind eure weiteren Pläne?

Sebastian:

Seit Oktober 2010 sind wir hauptberuflich mit fireapple films beschäftigt und entwickeln gerade eine Vielzahl von Spielfilmstoffen. Da diese Phase aber immer eine gewisse Zeit in Anspruch nimmt, werden wir parallel und vor allem auch nach dem Erfolg von WE MISS YOU versuchen, dass ein oder andere Werbeprojekt zu realisieren.

Elle:
Herzlichen Dank, Sebastian, weiterhin viel Erfolg und wir hören voneinander!

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