Welcome to the top! Im Interview mit Designer Michael Michalsky

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Design ist die Kunst, Funktion und Ästhetik zu verbinden. Michael Michalsky ist ein lebendiges Synonym für Berlin und zählt zu den erfolgreichsten Modeschöpfern und Designern Deutschlands. Mit „Die Mode ist tot! – Meet The Future“ begann 2015 seine neue Couture-Kollektion. Positiv steht er zu Kollaborationen mit Partnern in Sachen Design, Voraussetzung dafür, dass er 100%ig hinter einer Marke stehen kann.

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Elle:
Wertgeschätzt, populär und erfolgreich, wie gewährleisten Sie, dass Sie mit beiden Beinen auf der Erde bleiben?

Michael Michalsky:

„Hinter jedem erfolgreichen Designer steckt viel harte Arbeit, Disziplin und ein großartiges Team. Ich bin ein Teamplayer und weiß, dass ich ohne meine Eltern, Freunde und Mitarbeiter nicht da wäre wo ich jetzt bin. Sie alle erden und unterstützen mich, wofür ich sehr dankbar bin. Außerdem bin ich sowieso von Grund auf „very down to earth“, das liegt wohl in meiner Erziehung verankert. Ich weiß sehr zu schätzen was ich erreicht habe, bin aber extrem selbstkritisch und würde mich niemals auf irgendwelchen Lorbeeren ausruhen.“



Elle:
Während der letzten Michalsky StyleNite im Sommer, die unter dem Motto „Die Mode ist tot! – Meet The Future“ lief, hatte man dank der exklusiven Technologie-Kooperation zwischen Ihnen und dem Düsseldorfer 3D-Technologieunternehmen DOOB GROUP AG die Möglichkeit seinen eigenen Mini-Me zu erstellen. Seit Ende 2015 sind Sie nun creative director bei DOOB GROUP AG, wie darf man sich Ihren Aufgabenbereich vorstellen?

Michael Michalsky:

„3D Druck ist eine Zukunftstechnologie, die bereits Einfluss auf die Mode hat und auch in Zukunft noch stärker haben wird. Ich finde das faszinierend und freue mich sehr über die Zusammenarbeit. Zu meinen Aufgaben gehören dabei beispielsweise Technologie und Innovation mit Design zu vereinen und das Unternehmen nach außen hin optisch neu zu positionieren. So arbeite ich aktuell an Designentwürfen für das von DOOB eigenentwickelte mobile und stationäre DOOBLICATOR 3D-Scanning System, welches im optischen Auftritt verändert und technisch auf ein neues Level gehoben werden soll. Der High-Tech 3D-Scanner kann so für beliebige Scans von Personen und Objekten jeglicher Art eingesetzt werden.“

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Elle:
Sie haben bereits im Jahr 2012 Jury-Luft bei „Das perfekte Model“ geschnuppert. Nun sitzen Sie in der neuen Staffel von GNTM in der Jury neben Heidi Klum und Thomas Hayo. Wie hat GNTM Ihr derzeitiges Leben verändert?

Michael Michalsky:

„Der Dreh für Germany’s next Topmodel war eine neue Erfahrung für mich. Und das im positivsten Sinne. Ich habe großen Spaß an der Arbeit im Fernsehen mit Heidi, Thomas und dem Team. Und auch die Kandidatinnen stellen eine unglaubliche Bereicherung für mich dar, denn ich habe ja sozusagen über Nacht zwölf Ziehtöchter anvertraut bekommen. Und das für immerhin sechs Monate. Es macht mir wahnsinnig Spaß und ich konnte viel lernen. Langsam gewöhne ich mich sogar daran.“

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Elle:
Wie sieht Michael Michalskys typischer Arbeitstag aus?

Michael Michalsky:

„Wenn ich nicht gerade unterwegs bin um für GNTM zu drehen oder nach Korea für meine Creative-Consultant Tätigkeiten bei MCM reise, dann gehe ich früh morgens direkt in unser Berliner Office an der Spree. Dort arbeite ich an meiner neuen Kollektion, stehe im regen Austausch mit meinen Mitarbeitern, habe Meetings zu neuen oder bestehenden Kooperationen und bearbeite Emails. Eigentlich total unspektakulär. Nach einem langen Arbeitstag schlüpfe ich dann in meine Laufschuhe und drehe eine große Jogging-Runde. Dabei kommt mir meist schon die nächste kreative Idee. Als Designer hat man keinen „klassischen Feierabend“, denn tagtäglich treffe ich zu jeder x-beliebigen Zeit auf Dinge, die mich inspirieren. Ich habe eben meine Berufung zum Beruf gemacht.“

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Elle:
Don’t cry under pressure! Kim, Lara, Taynara, Elena C., Fata und Jasmin sind noch im Rennen um den Titel Germany’s next Topmodel. Welche Qualifikationen wünschen Sie sich vom nächsten „Germany’s Next Topmodel“?

Michael Michalsky:

„Ich bin ein großer Liebhaber von Individualität und habe ich kein festgelegten Muster oder einen bestimmten Typ, den ich bevorzuge. Für meine Shows buche ich deshalb nie ein einheitliches Cast. Neben den Grundvoraussetzungen wie entsprechende Maße, Lauftechnik und gepflegte Haut und Haare, ist mir vor allem die Ausstrahlung und innere Schönheit des Models wichtig. Das „Gewisse Etwas“ steht an erster Stelle, unabhängig von Alter, Geschlecht oder Norm. Dennoch lege ich auch großen Wert darauf, dass die jungen Frauen ihren starken Willen zeigen und ein Ziel vor Augen haben. Nur mit viel Biss und harter Arbeit kann man im Modelbusiness erfolgreich sein. Und genau das versuche ich ihnen auch zu vermitteln.“

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Elle:
Vor Beginn der Fashion Week im Januar präsentierten Sie Ihrer Ausstellung „REALITY“. Zusammen mit der Berliner Galeristin Anna Jill Lüpertz lief „REALITY“ vom 16.01. – 29.02.2016 und zeigte dreizehn 3D-Figuren Ihrer ATELIER MICHALSKY Couture Kollektion. Neben Ihrem Gespür für den gekonnten Mix aus sportiv und elegant, sind Sie ein Vorreiter in Sachen Präsentation. Welche Form der Darstellung würde Sie mal reizen?

Michael Michalsky:

„Ich probiere gerne neue Dinge aus und interessiere mich auch immer für neue Technologien, Darstellungsformen und Materialien. Deshalb kann ich mir natürlich so einiges vorstellen, werde es dir aber nicht verraten (lacht). Lass dich überraschen!“

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Elle:
Eveline Hall, Andrej Pejic, Mario Galla, Toni Garrn und viele mehr beschritten schon den Catwalk um Ihre Kollektionen zur Michalsky StyleNite zu präsentieren. Auf die momentane Konstellation der Models bei Germany’s next Topmodel blickend, welche Mädchen würden Sie spontan für Ihre nächste Show buchen?

Michael Michalsky:

„Eigentlich alle, die aktuell in der Staffel noch mit dabei sind. Ich bin großer Fan von jeder einzelnen und könnte mir sehr gut vorstellen sie für eine meiner kommenden Fashion-Shows zu buchen. Sie sind mir einfach ans Herz gewachsen. Ich liebe und bewundere sie alle.“

Elle:
Dass Frauen Schwierigkeiten mit hohen Absätzen haben, ist wohl ein bekanntes Problem. Übung macht den Meister oder wie Marc Aurel schon damals im alten Rom erkannte „Übe dich auch in den Dingen, an denen du verzweifelst.“ In Ihrer letzten Kollektion präsentierten Sie den Trend „Plateausneakers“, in die ich mich auf Anhieb verliebt habe. Welche Schuhe empfehlen Sie den modeaffinen Frauen neben High Heels, mit welchen Schuhen ist man auch während der Fashion Week immer auf der sicheren Seite?

Michael Michalsky:

„Sneakers, Sneakers und nochmal Sneakers. Das bequeme Allround-Talent hat sich in den vergangenen Seasons ja zu einem richtigen Fashion-Statement gemausert und ist auch diese Saison aus dem Kleiderschrank einer Fashionista nicht wegzudenken. Absolut angesagt sind Sneakers in monochromer Optik. Beispielsweise wurde deshalb bei unserem neuen MICHALSKY Velcro-Modell die Schuhsohle passend zum Farbton des Leders eingefärbt. Dadurch erhalten die Sneakers einen sehr edlen, cleanen Touch. Außerdem sind auch wieder rockige Modelle mit kleinen Nieten oder gestepptem Leder voll im Trend. Und für alle Sneakerheads habe ich einen neuen High-Top Sneaker mit exklusivem Logo-Schloss entworfen.“

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Elle:
Bereits 2013 launchten Sie Ihre Tapetenkollektion „METROPOLIS – zu Hause wohlfühlen“, über welche ich auch in Coulitque berichtete. Ihr Angebot haben Sie um fünf weitere Tapetendesigns ergänzt. Eine cleane Raufasertapete wird Ihre Wände wohl kaum zieren, wie dürfen wir uns den Wohnungsstil von Ihnen privat vorstellen?

Michael Michalsky:

„Meinen Wohnstil würde ich als eklektisch bezeichnen. Ich kombiniere unterschiedliche Stile, Möbel und Einrichtungsgegenstände aus unterschiedlichen Epochen miteinander. Meine Wohnung ist ein Mix aus modernen mit alten Stücken. Sehr aufgeräumt, klar und trotzdem gemütlich. Keinesfalls pompös. Viel Kunst, die überall herumsteht oder an den Wänden hängt. Und natürlich besitze ich ein MICHALSKY Sofa. Es ist so bequem, dass ich sogar manchmal drauf schlafe.“

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Elle:
„Wish you where here…“ an welchem Ort wären Sie jetzt spontan am liebsten?

Michael Michalsky:

„Für die Drehs zu Germany’s next Topmodel war ich in den letzten Monaten viel unterwegs. Deshalb wünsche ich mich gerade nirgend wo anders hin, als da wo ich gerade bin: in Berlin! Ich liebe die Hauptstadt im Frühjahr, wenn die Sonne scheint und auf den Straßen und in den Cafés wieder reges Treiben herrscht. Das ist sehr inspirierend und macht gute Laune.“

Elle:
Herzlichen Dank für das ausführliche Interview!

Mehr vom Label ATELIER MICHALSKY findet Ihr in Coultique und um up-to-date zu bleiben folgt Michael Michalsky über Facebook und Instagram oder schaut auf der Website vorbei.

Porträtbild (1) Credit by Alexander Gnädinger
Porträtbild (1) Credit by Dorothea Tuch

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