Martin Grohs – Ganz Grohsartig!


Seine Leidenschaft ist es, „grohsartige“ künstlerische Werke zu kreieren, die den Betrachter fesseln, zum Nachdenken bringen und selbst inspirieren. Seit seiner frühen Kindheit war er an Kunst, besonders der traditionellen Kunst, interessiert.

Martin Grohs, 25 Jahre alt, ist ein Grafiker-Designer, der in Hamburg bei der Agentur Grabarz & Partner arbeitet. Zuvor war er als Freelancer tätig, seine namenhafte Klienten waren Kunden aus Deutschland, den USA, Brasilien, Griechenland, Singapore und Indien.

Als Digitalkünstler erschafft er, mit viel Können und Fantasie, fotokünstlerische Arbeiten. Seine Werke sind eine Kombination aus den verschiedensten Techniken – Montagen, Zeichnungen und 3D Render.



Elle:
Du kamst durch die Fotografie zur digitalen Kunst?

Martin Grohs:



Ja richtig. Um genau zu sein durch die Beautyretusche. Mit der Zeit hatte ich einen immer größer werden den Drang mehr und mehr zu retuschieren bzw. zu manipulieren.
 Mittlerweile habe ich mich größtenteils aus der Fotografie zurückgezogen und widme mich komplett der Kunst, sowohl der digitalen als auch der traditionellen. Beruflich arbeite ich aber dennoch hauptsächlich als Grafiker für Brandings und Werbeprodukte und -kampagnen.




Elle:
Kannst du dich an deine erste Auftragsarbeit zurückerinnern?



Martin Grohs:

Ja, es war ein Logodesign und ich war, ehrlich gesagt, etwas überfordert, da sonst solche Arbeiten zuvor nur für private Personen erstellt hatte. Aber da die Zusammenarbeit gut lief, waren auch beide Seiten am Ende glücklich und zufrieden über das Resultat. Mittlerweile habe ich mich auf den Bereich Branding im grafischen Bereich fokusiert und einige spannende Aufträge machen dürfen.




Elle:
Wie ist dein Arbeitsprozess für eine Illustration? Mit welchen Techniken arbeitest du und gibt es neue Techniken, die du ausprobieren möchtest?



Martin Grohs:

Wie bei jedem anderen Illustrator wahrscheinlich auch. Anfangs mache ich mir Skizzen zu meiner Idee, die ich umsetzen möchte, vertiefe mich immer weiter in meine Gedanken und die visuelle Umsetzung. Ich überlege, welche Techniken am besten zu der Idee passen. Daraufhin bereite ich alles vor und lege los. Natürlich ist das Ergebnis nicht immer 100% mit der ersten Skizze identisch, was aber auch nicht der Sinn einer Skizze sein soll.
 Im Moment kombiniere ich das traditionelle Zeichnen mit verschiedenen digitalen Techniken, was mir mehr Möglichkeiten bereithält und ich persönlicher in meinen Arbeiten werden kann. 

Neue Techniken sind immer spannend, deswegen versuche ich immer wieder meine etwas zu verändern und zu verbessern. Zur Zeit versuche ich mich so oft wie möglich am digitalen Zeichnen, mal sehen, wo es mich hinführen wird.



Elle:
Wie kommst du auf diese unglaublichen Effekte, wie inspirierst du dich? Du liebst Filme, gehst gerne mit Freunden ins Kino, ist das für dich auch ein Ausgleich oder auch eine Inspirationsquelle?


Martin Grohs:

Inspiration umgibt mich tagtäglich und überall. Filme gehören natürlich auch dazu und sind eines meiner größten Hobbies, gleich nach dem Photoshoppen. Da ich meist versuche in meine Arbeiten, meine Gedanken, meine Meinung zu einem Thema zu visualisieren mag ich natürlich vorallem provokante Themen, über die jeder eine andere Meinung hat. 
Dabei versuche ich das Thema auf eine andere, neue und dennoch persönliche Art zu veranschaulichen. 
Aber auch kleine Dinge, die ich am Tag sehe oder erlebe inspirieren mich bzw. bringen mich zum Nachdenken.






Elle:
Revuh-Alice ist eine meiner Lieblingsarbeiten von dir. Kannst du hier im groben den Arbeitsprozess beschreiben, deine Vorgehensweise? Auf was hast du bei dieser Photo Manipulation besonderen Wert gelegt?



Martin Grohs:

Das freut mich. Vielen Dank. :) 
Es ist das Cover der Ausstellung „Alice in Wonderland“ von der Künstlergruppe „Revuh“, in der ich stolzes Mitglied bin.
 Ich wollte auf jeden Fall nicht so ein gewöhnliches Bild von Alice zeigen und habe mich deswegen für eine andere Darstellung entschieden. Die Idee dahinter ist die, dass es wie ein ausgestopfter Kopf wirken sollte, sowie man es an Wänden über Kaminen oder in Schlössern kennt und somit ein anderes Ende der wohlbekannten Story zeigen sollte – der Sieg der Herzkönigin. 
Besonderen Wert/Fokus habe ich dabei auf die Fraktale gelegt, die den Look des Werkes deutlich prägt. Elemente, wie die Taschenuhr (des Hasen), die Pilze, der Hut des Hutmachers oder auch die Farbwahl sollten den Inhalt noch verstärken und den Bezug zur ursprünglichen Geschichte untermauern.




Elle:
Gibt es ein Lieblingskunstwerk? Eine Arbeit, die dir aus bestimmten Gründen besonders am Herzen liegt?



Martin Grohs:

Nein, eigentlich gibt es keine Arbeit, die ich bevorzuge. Am besten gefallen mir immer die Bilder, an denen ich gerade arbeite. Stolz bin ich zur Zeit auf meine ersten komplett digitale Paintings die im Dezember/Januar erscheinen werden. (kleiner Tipp: 21.12.12. 😉 ) Man darf gespannt sein! 😀

Elle:
In Coultique werde ich das gerne präsentieren, die Vorfreude steigt! 😉




Elle:
Was hälst du von Kooperationen? War nicht einmal ein gemeinschaftliches Werk mit dem dir befreundeten Duc, Dvartworks, im Gespräch?


Martin Grohs:

Ja, das ist richtig. Ich habe mich meist immer etwas vor Kooperationen mit anderen Künstlern gedrückt, da ich es immer schwierig finde, wenn zwei Künstler mit verschiedenen Stilen, Gedanken, Ideen an einem Werk harmonieren „müssen“.
 Deswegen habe ich immer die Kooperationen mit Fotografen geschätzt und bevorzugt. 
Aber seit diesem Sommer versuche ich auch mit anderen Künstlern zusammenzuarbeiten und eine erfolgreiche Kooperation ist nun auch schon zu sehen (MORS IMPERATORE).
 Mit Duc wird auf jeden Fall auch noch eine Collab folgen :)




Elle:
Welche Vorteile, außer Erfahrungsaustausch, bieten dir Künstlergemeinschaften?

Martin Grohs:

Der wichtigste Grund für mich persönlich ist der, konstruktive Kritik zu bekommen. 
Ich schätze wirklich, wenn mir jemand ein schönes Feedback zu einem Bild gibt, aber gute Kritik schätze ich noch mehr, da dies mich voranbringt und auch vorantreibt um immer besser zu werden. Das finde ich an den Künstlergruppen wirklich fantastisch, da dort meist alle ein bestimmtes Niveau und eine Erfahrung besitzen, um mir dann auch wirklich hilfreiche Kritik bzw. Tipps geben zu können, wie ich meine Arbeit noch individueller gestalten kann.



Elle:
Auf was dürfen wir uns demnächst freuen?

Martin Grohs:

Dieses Jahr sieht mein Zeitplan leider etwas knapp aus, aber für 2013 habe ich ein ziemlich großes Projekt geplant, was mich viel Zeit kosten wird, aber sicherlich rentieren wird! Ich möchte nicht zu viel verraten, aber ich habe mit Bedauern feststellen müssen, das viele deutsche Künstler wirklich viel zu wenig unterstützt werden, was ich ändern möchte! Ich denke es wird ganz grohsartig. ;D

Webseite
Fanpage

Share and Enjoy

Pinterest
All images in coultique.com are copyright restricted for coultique,
the artist or label. No reuse of images without express permission.

Ein Kommentar

  • Martin am 22.11.2012 um 09:22 Uhr:

    Vielen lieben Dank für das Interview! War mir eine Freude! :)

Trackbacks


Leave a Comment


Name*
E-Mail*
Website

* Diese sind Pflichtfelder und müssen ausgefüllt werden. Die E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht!