Anna Utopia Giordano – The Venus Project


Der Wandel in der Geschichte, hinsichtlich der holden Weiblichkeit, ist schon recht extrem, wenn man bedenkt, wie Botticelli und Tizian die Frauen liebten und dass man heute noch von einer Rubens-Figur spricht.

In der Renaissance galten die Frauen mit fülligem Körper als attraktiv. Die Darstellung war aber konträr, den die Frauen hatten dünne Arme und Beine und wenig Busen, dafür aber runde Hüften und Bauch. Der Barock präsentierte hingegen die Frauen komplett üppig, allerdings, wenn sie in Kleidung steckten, mit einer Wespentaille.

Die italienische Künstlerin Anna Utopia Giordano zeigt hier das Pando zu den frühen Schönheiten. Mit Hilfe von Photoshop wurde abgespeckt und aus den drallen und prallen Holden von einst, kommt das Schönheitsideal des 21. Jahrhunderts zum Vorschein. Ein Interview mit der Künstlerin hier!

Hintergrund dieses Projektes ist zum einen, zu zeigen wie durch Bildmanipulationen dem gewünschten Schönheitsstandard entsprochen werden kann. Anna Utopia Giordano zeigt hier die erstaunlichen Möglichkeiten der digitalen Technologie, um durch die Bearbeitung der weiblichen Körper eine gefälschte Vollkommenheit zu erreichen. Hier werden die kulturellen Normen und Vorlieben der heutigen modernen Gesellschaft aufgezeigt und Anna gibt auch hier wieder kritische Denkanstösse. Aus der Venus von Botticellis „Geburt der Venus“, aus dem Jahr 1485, wird eine schlanke oder eher dünne Lady. So eine rasche und perfekte Schlankheitskur, ohne hungern und Stress wünschen sich viele. Aber sind wir doch mal ehrlich, kommt es nicht auch ein wenig auf das Wohlfühlgewicht an.


Heute gilt die schlanke Silhouette als wesentliches Merkmal einer attraktiven Optik.


Sandro Botticellis – La Nascita di Venere


Westall Richard – The power of venus


Tizians – Venere di Urbino


William Adolphe Bouguereau – The birth of venus


Hayez – Venus


J. A. D. Ingres – Venus Anadyomène


Angelo Bronzino – Venus, Cupid, Folly and Time


Artemisia Gentilischi – The sleeping venus


Velazquez – Venere e Cupido


Alexandre Cabanel – The birth of venus

Ein Tipp, wer sich in der NL, in und um Nijmegen, bis zum 12. August 2012 aufhält, hat die Möglichkeit „Venus“ live in der Ausstellung „Why goddesses are so beautiful: love and beauty in antiquity“ zu erleben, Info: Museum Het Valkhof

Website Utopia!

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