1000 Hasen


2 Löffel + 1 Blume = 1 Hase – Tina Oelker, geb. am 07.12.1973 in Hamm, Westfalen hat sich das Hasenthema zur Lebensaufgabe gemacht.

Im jungen Alter von 15 Jahren nahm sie Unterricht für Moderne Malerei. Die Freundschaft zu einem italienischen Künstler Federico Schiaffino und dessen Familien führte sie nach Portofino/Italien und erweiterte ihren künstlerischen Horizont. Sie besuchte die Art Students League in New York und die School of Visual Art. 1997 studierte sie im Hamburg Kunst.

Im Jahr 2007 entschließt sich sich dazu 1000 Hasen zu malen, jedes Bild unvergleichbar, ein Unikat.









Elle:
Was hat Sie bewogen, sich gerade auf Hasen und nicht auf ein anderes Wild zu spezialisieren und warum die Thematik Jagd? Ich bin kein Freund der Jagd, wenn ich an Hase denke, dann erinnere ich mich an ein Kindheitserlebnis mit meinem “Zwergkaninchen”.

Tina:

Kaninchen sind keine echten Hasen, sie gehören beide zu der Gattung Hasentiere, sind weniger verwandt als Pferd und Esel und gehen sich in der freien Natur aus dem Weg. Der Europäische Feldhase (Lepus Europaeus) lässt sich im Gegensatz zum Kaninchen nicht domestizieren und fasziniert mich auf Grund des Freiheitsdrangs, der Schnelligkeit und der ästhetischen Gestalt. Den Hasen wählte ich intuitiv und spontan 2001. Der Hirsch hat seine Lobby und der Hase entspricht in seiner Symbolik mehr meinem Wesen und meiner Haltung. Jagd, weil wir Jäger sind und schon immer waren: Jagd nach Nahrung, nach Geld, nach dem sexuellen Partner, nach Glück, nach Reichtum…. und oft den/die eigene/n Anumus/Anima in und verneinen, verdrängen oder nicht respektieren, statt dessen vordergründig nach dem Göttlichem streben. Wir sind Säugetiere, Raubtiere, Allesfresser und vermehren uns unaufhaltsam. Den Gutmenschen gibt es nicht und wer sich über die Jagd aufregt, verneint einen Teil seines eigenen Wesens.

Elle:
Die Jagd mag außer zur Nahrungsgewinnung, auch aus ökologischen Gründen, z. B. Populationsdynamik, Wald-Wild-Problematik, sinnvoll erscheinen. Aber es gibt auch anderen Formen, wenn Jagd als Hobby und Freizeitbeschäftigung verstanden wird, ist das oftmals ein Gesellschaftssport mit “Freude am Töten von Tieren” und ” Macht ausleben”. Ich denke, dass wir uns da in unserer Zeitgeschichte mit unserer Zivilisation und Kultur weiterentwickelt haben /sollten. Ich bin sicherlich auch kein Gutmensch, die gibt es ja auch nicht, wie Sie schon richtig sagten, aber sicherlich gehöre ich zu dem emotionalen Typ Mensch.










Elle:
Wie lange arbeiten Sie ca. an einem Hasen-Bild?

Tina:

25 Min – 2 Wochen, Zeit ist nicht relevant.









Elle:
Ja, Kreativität darf keinem Zeitlimit unterliegen. Welche Mal-Techniken wenden Sie an, bevorzugen Sie welche?

Tina:

Öl auf Leinwand und Öl auf Stoff, ich bevorzuge nicht.









Elle:
Im Mai 2010 war der Stand bei 0333 Hasen und liegt jetzt laut Webseite bei 0410. Es geht dabei nicht um eine Serienproduktion. Jedes Bild ist anders, individuell und auf seine eigene Art und Weise schön. Gibt es schon eine Zukunftsprognose, wann der 1.000 (Feld-)Hase gemalt sein wird oder ist das rechnerisch zu erfassen, an jedem Tag ein Hasen-Bild?

Tina:

3-4 Jahre oder auch 7.









Elle:
Im Oktober letzten Jahres haben Sie in Hamburg die Hasenmanufaktor Hamburg, eröffnet. Kann man Ihnen dort bei Ihren Arbeiten auch mal über die Schulter gucken?

Tina:

Nicht wirklich, beim Malen konzentriere ich mich besser alleine.



Elle:
Wie kamen Sie auf die Idee Stadthasen-Filme zu drehen?

Tina:

Wie, möchte ich nicht sagen, die Filme sind zum größten Teil absichtlich ohne Worte. Was ich mit den Filmen erreichen will, soll von selbst passieren, ohne großartig zu intellektualisieren.

Im Online-Shop von Tina Oelker kann man u. a. T-Shirts mit Hasen-Motiv kaufen, bei einem Artikel davon, gehen 5,– Euro an UNICEF und die Hasen-Bilder lassen sich sogar leasen.

Ein schönes Osterfest und vielen Dank, Tina, für die spontane Zusage und das kleine Interview.

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Ein Kommentar

  • Emanuel am 26.04.2011 um 23:48 Uhr:

    Toll, dass hier regelmaessig soviel geschrieben wird.

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